Apple-Bashing

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Gerade wird in der Technologiegerüchteküche diskutiert, ob es in der nächsten Version von iOS die Möglichkeit geben wird, seine Videos bei Vimeo, seine Bilder bei Flickr hochzuladen.

Die eigentliche Nachricht hier ist nach meiner Lesart gar nicht mal, ob und wie Apple die Funktionalität seines Mobil-OS erweitert, sondern dass sie es auch in iOS 7 nicht hinbekommen (wollen), eine offene Schnittstelle zu integrieren, über die man Daten, also Text-, Bild- und Videoinformationen weiterteilen kann. Das Argument, Apple wolle seine Nutzer nur davor bewahren versehentlich Blödsinn zu verzapfen, ist hier natürlich Unsinn, denn Restriktionen für die Zulassung von Apps gibt es im App Store genug, da könnte man ja auch noch ein „Kein Sharing mit [Porno-/illegalen/irgendwie anders bösen] Absichten“ als neuen erhobenen Zeigefinger einfügen.

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Do ut des

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Ich gebe zu, das Surfen im Netz mit einem Werbeblocker ist bequem. Habe ich früher auch gemacht. Heute arbeite ich in der Internetbranche und verdiene mein Geld damit, dass es Online-Werbung gibt. Dass sich Menschen Werbung ansehen und auf diese klicken. Zumindest, dass sie diese nicht blockieren.

Um „verdiene mein Geld“ genauer zu umreißen: Nein, ich arbeite nicht in einer SEO-Klitsche, die für Sechseurodiestunde Nonsens-Texte ins Netz pumpt und Suchmaschinen verstopft. Ich habe 2011 mit drei Freunden eine Firma gegründet. Wir haben mit viel Herzblut eine Webseite aufgebaut, mit der Vorstellung irgendwann davon leben zu können. So mancher hat unseren Traum für naiv erklärt, wir haben es trotzdem getan.

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BVG-Ärger und WLAN

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In den letzten Wochen wird auf den Linien der Berliner Verkehrsbetriebe wieder häufiger kontrolliert. Neulich ging ich den Ballonjackenhäschern auch mal wieder in die Fänge. Gegenüber meiner guten und tatsächlich der Wahrheit entsprechenden Angabe, warum ich ohne Ticket fuhr (Lange Geschichte zusammengerafft: hatte mein übertragbares Monatsticket der Frau am Vortag übertragen, aber leider vergessen, es mir zurückzuholen) zeigte man sich unnachgiebig und gab mit illiterat-berlinernd zu verstehen, dass ich „denn beim nächstn Mal ehmd bessa dran denkn“ müsse. 40 Euro weg. Doof gelaufen, selber schuld, die machen ja auch nur ihren Job, wischte ich meinen Ärger fort.

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Papstverkündungen und Handyfotos

papstwahl 2005 vs. 2013

Kürzlich ging ein Bild durch die Internetrohre, das den Petersplatz in Rom zur Papstverkündigung 2005 mit derselben Situation von 2013 vergleicht. Glaube, zuerst hatte ich es bei reddit gesehen.

Die Message hat nichts mit Religion (oder Reljohn, wie meine Lehrer immer gesagt haben) zu tun, eher mit Technikkritik. 2005: ein einziges verirrtes Klapphandy. 2013: überall Smartphones und, räusper, Tablets, die den Balkon ins Visier nehmen, auf dem alte Männer, die tagelang schwarzen Rauch eingeatmet haben, sich gerade als MCs betätigen.

Mal ganz abgesehen davon, dass man argumentieren könnte, dass vor acht Jahren Handys eben eine unterirdische Fotoqualität hatten (ich weiß das, ich bin dagewesen), ist das Bild auch – es folgt ein PSA – gefälscht. Sozusagen. Oder zumindest eine Übertreibung.

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Windows 8, eine Woche später

Die Metro UI ist unbrauchbar, zumindest wenn der Bildschirm nicht als Destination für Fingerfett fungiert. Macht aber nix, kurz den blödsinnigen Lockscreen weggedrückt, Passwort eingegeben, [Win]+[D] und man ist auf dem Desktop. Ich sehe den Hintergedanken der Metro UI, aber deren Sinn wird sich am Desktop erst materialisieren, wenn Touchscreens präsenter sind. Der klassische Büro-PC wird aber wohl kaum von Touch-Devices verdrängt. Warum? „Was ist denn das da in dem Excel-Spreadsheet?“ „Es handelt sich um Panade, denn ich aß in der Mittagspause gewolftes Huhn bei KFC.“ Die meisten Metro-Apps sind zwar schick, dieses zweite UI in der Benutzung mit Maus und Tastatur aber blöde.

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Niedrige Wahlbeteiligung: Ich find’s eigentlich ganz okay.

wahl

Mich hat bei der heutigen Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gefreut, dass in der Berichterstattung ausnahmsweise nicht die ewiggleiche Litanei von der miesen Wahlbeteiligung angestimmt wurde. Wenngleich das natürlich noch kommen kann, denn 60kommairgendwas Prozent ist ja wirklich nicht sonderlich viel. Mich nervt nämlich eines bei Wahlen allgemein: Dass in den Medien von der Tatsache, dass sich eben nur sechs von zehn Menschen dazu entschlossen haben an die Urne zu schreiten, auf einen gesellschaftlichen Missstand geschlossen wird. Es wird ein Riesenbohei darum gemacht, dass ja alle ihre Stimme abgeben, denn das ist ja nun mal Demokratie©. Mir geht der Titelseitenkitsch auf den Senkel, bei dem Prominente aller Branchen den Bürger auffordern, sein Kreuzchen zu machen und ich mag es auch nicht, wenn nach der Verkündung der Ergebnisse Politiker mit besorgten Mienen auf die schlechte Wahlbeteiligung verweisen (oder gar ihre miesen Ergebnisse damit rechfertigen zu versuchen, dass die eigenen Wähler diesmal ja zuhause geblieben seien).

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Das Drama der beknackten Übersetzung

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Ich ärgere mich schon seit einiger Zeit über die wachsende Anzahl von Unternehmen, die ihre Übersetzungen “crowdsourcen”. Meint: Von der Menge der Menschen übersetzen lassen, die den Dienst nutzen und ihn gerne in ihrer Sprache haben möchten. Das sieht normalerweise so aus, dass Nutzer mit einem irgendwie in die Webseite integrierten System Vorschläge für die Übersetzung einiger Strings, also Wort- und Textfetzen machen können. Alle Nutzer stimmen dann darüber ab, welche Übersetzung am besten ist scheint, und — zack, die Bohne — hat man im Nu das ganze Portal übersetzt.

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