Ritter und Helm 2: Amir und Frank casten über die Tatsache pod, dass sie mal wieder podcasten wollen

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Laber. LABER! Nach dreieinhalb Jahren knallen diese beiden echt noch nen Podcast raus? Ja. Eigentlich gehts um nicht viel, die Ausgabe ist auch wesentlich kürzer als die erste, aber wir wollen hier mal den Grundstein für ein bisschen mehr Regelmäßigkeit legen, sodass neue Ausgaben in Zukunft vielleicht nur noch 2 Jahre oder so auf sich warten lassen. Ich würde hier ja ein Liste an Themen einpflegen, aber eigentlich erinnere ich mich nur noch daran, dass wir über WhatsApp-Sprachnachrichten geredet haben. Danke an alle, dies hören!

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Ada Wedding

Gestern spazierten mein Sohn und ich im Wedding herum. Er saß in seinem Buggy, genoss die grade erst einen Sturzregen abgelöst habende Sonne und, wie es so die Art von Fünfzehnmonatigen ist, brabbelte er vor sich hin, ein- oder zweisilbigen Quatsch in Endloswiederholschleife. Er also so: „Ada, ada, ada, ada …“ Die ganze Zeit. Wir kamen an einem türkischen Supermarkt vorbei.

Gedankenverloren schaue ich hin, sehe, wie der Supermarkt heißt: Ada Market. Ich denke: kuriose Koinzidenz. Ein türkischer Herr steht rauchend vor dem Markt, vielleicht ein Angestellter oder der Besitzer. Er schmunzelt meinen Sohn an. Mein Sohn: „Ada, ada, ada …“ Ich schaue meinen Sohn an, zeige auf den Supermarkt: „Ada.“ Der Mann: „Ja, Ada.“ Wir lachen, alle drei.

Unbotmäßiger Unfug

In Berlin ist demnächst wieder Abgeordnetenhauswahl. Als Erklärung für Leute, die in richtigen Bundesländern wohnen: Das ist sowas Ähnliches wie eine Landtagswahl. Dieses Ereignis evoziert natürlich, dass die Berliner Laternenpfähle vorher wieder weihnachtsbaummäßig behangen werden, die Volksparteien unten, Faschos und Idiotenparteien wie die AfD weiter oben, aus Abrissangst oder damit nicht so viel altes Gemüse ihr Ziel trifft. Weiterlesen →

Previously on AMC’s The Walking Dead

Ein Moment aus der aktuellen Folge von The Walking Dead (S06E15, ab Minute 22).

Morgan und Rick nähern sich im Auto einem anderen Auto. Morgan: „Da!“ Rick: „Ich seh’s.“ Sie halten an, steigen aus. Vor dem Auto liegt eine Leiche, vor dieser aus nicht nachvollziehbaren Gründen eine Schachtel Marlboro-Zigaretten. Doch halt, der Tote ist gar kein Toter, er bewegt sich nämlich noch. Rick: „Da ist ihr Auto.“ Gemeint ist das von Carol. „Siehst du sie?“ Morgan, der ein praktisch identisches Sichtfeld hat: „Nein.“ Rick geht zu der Fast-Leiche, macht dabei einen merkwürdigen Ausfallschritt, der wohl eine Habachtstellung suggerieren soll. Rick packt den Halbtoten am Schlafittchen: „Hey. Wo ist sie?“ Der Halbtote antwortet nicht. Rick jagt dem Mann ein Messer in die Stirn. Kurze Zeit später: Morgan entdeckt einen Speer, von dem – für den Zuschauer deutlich sichtbar – Blut tropft. Morgan: „Hier ist Blut.“

Ich mag Endzeitszenarien. Vielleicht deswegen schaue ich jede Woche The Walking Dead. Aber nicht weil die Sendung gut wäre. Gut war eigentlich nur die erste Staffel, der Rest war eigentlich nur noch albern. Im Grunde verhalten sich alle Charaktere die ganze so irrational wie nur irgend möglich. Der Dramaturgie, wenn man sie denn so nennen will, wird jegliche Logik und Nachvollziehbarkeit geopfert. Trotzdem der immerwährenden Dramatik passiert die meiste Zeit entweder gar nix oder Situationen werden aufgegossen, die man in der Serie schon im Dutzend hatte. Die Fieslinge, die unsere Helden gefangennehmen, das kopflose Wegrennen der Protagonisten aus der sicheren Heimstatt, das Hinterherrennen der anderen, die Menschen, die mit langen gedankenschwangeren Pausen sprechen und in kurzen Sätzen reflektieren, was „all das“ aus ihnen macht. Im Wochenturnus wird die Frage aufgeworfen, ob man neben der Totenentledigung denn auch die noch Lebenden über den Jordan katapultieren dürfe bzw. wann genau das gerechtfertigt sei. Seit Jahren dieses moralische Dilemma! Was für ein Klischee.

(Hier wollte ich eigentlich noch mehr schreiben, habe ich aber nie gemacht. Walking Dead schaue ich lange nicht mehr, ist mir einfach zu blöd. Zwei Jahre verschimmelte dieser Beitrag in meinen Entwürfen, jetzt haue ich ihn halt so raus. Liest eh keiner. – Frank am 21.3.2018)

Ritter und Helm 1: Podcast mit Amir und Frank über Filme, Serien, Videospiele und anderen Kram

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Amir und ich haben so ungefähr drei Jahre zusammengearbeitet. Heute ist das leider nicht mehr so, trotzdem sehen wir uns gelegentlich. Nach dem obligatorischen Gelafer über Smartphones und Technologieprodukte geraten wir dabei auch immer ins Schwadronieren über Filme, TV-Serien, Videospiele und das, was die Kulturindustrie sonst noch bereithält. Warum eigentlich, dachten wir uns eines Tages, das Ganze nicht auch aufnehmen und ins Netz stellen? Was wir hiermit tun. Es folgt die erste Folge unseres Audio-Podcasts „Ritter und Helm“. Das sind unsere Themen. Weiterlesen →

Ambiguitätstoleranz

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Es war unglücklich, dieser Gaucho-Tanz, aber auch harmlos. Ein bisschen Übermut, sicherlich nicht rassistisch gemeint, mehr so in puncto Außenwirkung ins Klo gegriffen. Wer könnte es diesen Nationalmannschafts-Burschen verdenken, die sich ja im Turnier wirklich fair gegenüber Verlierern verhalten haben und vermutlich seit Tagen betrunken und übernächtigt durch die Weltgeschichte reisen – dann auch noch in die Jetlag-sensiblere östliche Richtung. Und schließlich Helene Fischer. Zusammengefasst: Geistig auf der Höhe waren sie wahrscheinlich nicht, die deutschen Nationalspieler, und das sei ihnen in diesem Punkt durchaus verteidigend anzurechnen. Weiterlesen →

Kanalbündelung, ein singender Zahnarzt und der Penis von Niels Ruf

Sowieso schon das Viralvideo der Stunde, komme ich nicht umhin hier auch noch einmal die wirklich tolle Neunzigerjahre-Hommage aus dem Neo Magazin von und mit Jan Böhmermann zu verlinken – einfach, weil sie so gut ist. Der Bursche hat sich ehwieso mit seinen Fernsehsendungen und der Radio-Show mit Olli Schulz (Podcast) in die Herzen der in diesem Haushalt Lebenden geblödelt, da kann man ihm zum Gewinn des Grimme-Preises nur anerkennend zunicken. Zum Video: Klar, Popkulturreferenznostalgie mit selbstironischem Einschlag geht immer, aber das hier ist so liebevoll und aufwändig abgeliefert, dass man das einfach mögen muss. Zumindest, wenn man in Deutschland aufwuchs und irgendwas zwischen 25 und 40 Jahren alt ist. Bailando, bailando … ♥♥♥