meist manchmal, selten oft

Sehr gut: Die 15 britischen Marinesoldaten im Iran kommen frei. Jetzt sind die politischen Kommentatoren dran. Es klackert und rattert in den Redaktionsräumen der Republik. Denn am allerwichtigsten jetzt ist es, kurz in einem Halbsatz etwas Alibi-Erleichterung zu heucheln, um dann hurtig umzuschwenken und darauf hinzuweisen, dass es ja lediglich ein populistischer Akt des Gewaltherrschers und dämonisch bösen Ahmadinedschad sei. Ja nicht das mühsam aufgebaute Bild des Schurkenstaates Iran in deutschen Köpfen zum Bröckeln bringen. Dies war selbstverständlich kein Akt der Großherzigkeit, sondern politisches Kalkül. Wer ist am flinksten? Ich tippe auf SPON. Und verweise – mal wieder – auf den Spiegelfechter, der einen interessanten Brief von Monty Python-Mitglied Terry Jones in deutscher Übersetzung vorliegen hat. Ferner darf man gespannt sein, was die Soldaten, zuhause angekommen, zu erzählen haben.

[UPDATE:] Gewonnen!



3 Kommentare
4. April 2007
ad

Yep. ich bin auch sehr gespannt, wie die mediale Nachbearbeitung der Geschichte aussehen wird und wenn Du mir eine Wette anbieten würdest, daß das Ganze so aussehen wird, wie Du mutmaßt … ich würde nicht dagegenhalten.

Auf jeden Fall werden Zwischentöne rar sein, die gutieren, daß Iran entgegen der westlichen Mainstreammeinung sehr wohl deesaklierend gehandelt hat. Eine Lehre, die man auf den Atomstreit anwenden könnte. Aber die eigentliche Lehre wäre wohl eher, “Da schau, wenn der Ami mal die Klappe hält, kann man sich “sogar” mit Iran bilateral zielorientiert an einen Tisch setzen”.



4. April 2007
ad

Und 10 Minuten später wissen wir: Du hattest recht mit SPON ;-)

spiegel.de/poli...,475749,00.html

“Abgrund an Heuchelei”



4. April 2007
ad

*mir selber auf die Schultern klopf* :D



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