At the Drive-In

Vielleicht sollte ich in Sachen Videos gerade mal etwas kürzer treten, aber das hier ist so charmant, dass ich es nicht unerwähnt lassen will. Hacken kann man nämlich nicht nur Naziforen, StudiVZ und den topgeheimen globalen Totalvernichtungscomputer der CIA, sondern auch „RL“-Kram. Hacken heißt nämlich nix weiter, als Lücken in Systemen zu suchen und sich zunutze zu machen (bzw. bei ethischem Hacken: Darauf hinweisen, dass man sich diese Lücken zunutze machen könnte). Ein schönes Beispiel ist die Pfeife, die Anfang der 70er einer Frühstücksflockenpackung in den USA beilag, mit deren Hilfe man kostenlos telefonieren konnte. Auch die neuen Pfandautomaten haben so ihre Angriffspunkte, auf dem letztjährigen Chaos Communication Congress gab es darüber einen lustigen und aufschlussreichen Vortrag. Hingegen ganz ohne Technik hackt dieser junge Franzose eine ganz alltägliche Situation, nämlich den Durchfahrschalter („Drive-In“) einer Burgerkette, bei der er sich ein zwar mittelfristig nicht sättigendes, aber immerhin-besser-als-nix-Mahl ergaunert. Ich finde, das geht moralisch noch klar, wenn man Hunger hat, ist das halt Mundraub. Und was für ein pfiffiger! Danke an EuRo.


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7 Kommentare

  1. naja, im prinzip will ich den spaß nicht verderben, aber wenn am abend die kasse nicht stimmt, müssen das wahrscheinlich die mitarbeiter zahlen (lohnabzug)

  2. Oha, ich wittere ein moralisches Dilemma: Ist das Verhalten des hungrigen Burgerdiebs nicht mehr halbwegs legitim, wenn andere darunter leiden müssen? Glaube aber, wenn nachweisbar ist, dass der Stehlende kriminelle Energie hatte, das fällt ja spätestens dann auf, wenn der nächste Kunde am Ausgabeschalter vorfährt, dann kann man die Mitarbeiter nicht belangen. Also rechtlich jetzt. Wie’s in der Praxis aussieht, weiß ich nicht. Aber dann ist der Böse auch der Arbeitgeber.

  3. Hm, geht das bei euch in Deutschland?

    In Österreich ist es erst mal so, dass die Bestellung noch vor irgendeinem Schalter per Funk aufgegeben wird. Aber auch wenn man am ersten Schalter bestellen würde: Dort, wo man dann das Essen bekommt, muss man auch zahlen (also nicht so wie offenbar in Frankreich, wo man bei der Bestellung zahlt), also gratis entgegennehmen kann man leider nix.

  4. fragt sich nur ob man ein auto besitzt wenn man nicht mal mehr geld für mcdonalds übrig hat 😉

    @mathias
    triesterstrasse wien (leider kameraüberwacht…)

  5. Pingback: I ♥ YouTube 2008-12-01 |

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