Autonome!


Foto: Bresel (raubkopiert)

Ach Herrschaften, was soll denn das? Die Ziele, schön und gut – aber die gewählten Mittel müssen doch stimmen. Seid ihr sicher, euch über den Effekt eures Handelns im klaren zu sein? Glaubt ihr, Autos anzuzünden und Projektile zu werfen hätte irgendeinen anderen Effekt als den pyromanischen, den der Selbstpositionierung? Nun… ja. 1000 Gewaltbereite sind für Spiegel Online genug Stoff für das Quantum reißerischen Anti-Anti-Protest-Agitprop, um die inhaltlichen Positionen der restlichen 96% Demonstranten zu überdecken. Da wird dann auch mal noch schlechter übersetzt als der olle Babelfish, um die Aussage „Es herrscht Chaos“ zu unterstreichen und so ähnlich wird die BamS morgen sicher auch titeln. Aber nur weil die blöd sind, heißt das nicht, das ihr’s nicht auch seid. Anstatt die Wirtschaftswürstchen und Phrasenschalmeien vom weltpolitischen Theater mit symbolischen Akten der Lächerlichkeit preiszugeben (die einzige Art, wie Demonstrationen heute überhaupt noch wirken können), bestätigt ihr sie mit euren eventtouristischen Wurfwettbewerben in der nach außen getragenen Auffassung, der Pöbel sei wild, dumm, gefährlich – also seiner Rechte zu entledigen. Der Gewinner wird nun leider nicht der sein, der verliert. Das seid ihr zwangsläufig, wenn ihr euch solcher Mittel bedient und ich glaube ihr gefallt euch mitunter ganz gut in der Rolle der Unterdrückten. Nein, Gewinner wird sein, der nach dem Gipfel in der Wahrnehmung der Masse das Opfer ist. Es geht um weit mehr als den Opferstatus, den ihr euch zwanghaft erhalten wollt.

Die…
oder die…

Es kommt auf’s gleiche raus. Keine Inhalte.