Cat Content (II)

Als wir vor etwa eineinhalb Jahren unseren Kater Wubi bekommen sollten, mussten wir ihn bei J. abholen. Sie betreibt eine Tierpension im nördlichen Osten Berlins und stellt gleichzeitig Platz für den Tierschutz zur Verfügung. Neben Wubi und ein paar anderen, älteren Samtpfoten hatte sie auch gerade einen Haufen von fünf Katzenbabys im Alter von wenigen Wochen in Pflege, die alle paar Stunden mit der Flasche gefüttert werden mussten. Die Kätzchen waren krakeelend in einer Mülltonne aufgefunden worden und brauchten nun eine Ersatzmama. Neben J. kümmerte sich auch J.s Hündin liebevoll um die Kleinen. Sie putzte sie mit ihrer Hundezunge, trug die Kleinen umher, drapierte sie in dem kleinen Katzenlaufstall laufend herum und beschützte sie vor den Hausfremden. So durften wir die Kätzchen auch erst aus der Nähe betrachten, als wir die Hündin (deren Namen ich leider nicht mehr weiß) davon überzeugt hatten, dass wir nichts Böses im Schilde führten. Wir hatten eine Digitalkamera dabei, schossen nun ein paar Fotos und ein kurzes, wackeliges Video.

Einige Monate später entdeckte ich das Foto auf der Festplatte wieder. „Ach, wat niedlich“, dachte ich erneut und beschloss, das Video auf meinen frisch erstellten YouTube-Account hochzuladen: Dort schlummert es besser, vielleicht stolpert mal jemand zufällig drüber und regt sich unnötig über die schlechte Kameraführung auf. Etwas spezielles hatte ich damit nicht vor. Bis auf das Aufregen (kann ich nicht beurteilen) ist genau das auch eingetreten. Nur dass diese jemand offenbar aus Asien (Japan?) stammt und das Video in ihrem Blog gefeatured hat. Die Welt ist klein dank der segensreichen Synergie Multimediakomprimierung, Internet und Kindchenschema.
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