Ada Wedding

Gestern spazierten mein Sohn und ich im Wedding herum. Er saß in seinem Buggy, genoss die grade erst einen Sturzregen abgelöst habende Sonne und, wie es so die Art von Fünfzehnmonatigen ist, brabbelte er vor sich hin, ein- oder zweisilbigen Quatsch in Endloswiederholschleife. Er also so: „Ada, ada, ada, ada …“ Die ganze Zeit. Wir kamen an einem türkischen Supermarkt vorbei.

Gedankenverloren schaue ich hin, sehe, wie der Supermarkt heißt: Ada Market. Ich denke: kuriose Koinzidenz. Ein türkischer Herr steht rauchend vor dem Markt, vielleicht ein Angestellter oder der Besitzer. Er schmunzelt meinen Sohn an. Mein Sohn: „Ada, ada, ada …“ Ich schaue meinen Sohn an, zeige auf den Supermarkt: „Ada.“ Der Mann: „Ja, Ada.“ Wir lachen, alle drei.

Kanalbündelung, ein singender Zahnarzt und der Penis von Niels Ruf

Sowieso schon das Viralvideo der Stunde, komme ich nicht umhin hier auch noch einmal die wirklich tolle Neunzigerjahre-Hommage aus dem Neo Magazin von und mit Jan Böhmermann zu verlinken – einfach, weil sie so gut ist. Der Bursche hat sich ehwieso mit seinen Fernsehsendungen und der Radio-Show mit Olli Schulz (Podcast) in die Herzen der in diesem Haushalt Lebenden geblödelt, da kann man ihm zum Gewinn des Grimme-Preises nur anerkennend zunicken. Zum Video: Klar, Popkulturreferenznostalgie mit selbstironischem Einschlag geht immer, aber das hier ist so liebevoll und aufwändig abgeliefert, dass man das einfach mögen muss. Zumindest, wenn man in Deutschland aufwuchs und irgendwas zwischen 25 und 40 Jahren alt ist. Bailando, bailando … ♥♥♥