meist manchmal, selten oft

Heiner GeißlerMan muss ja nicht immer alles so dogmatisch sehen, gerade in politischen Dingen. Es gibt soger Christdemokraten, denen ich an der Haustür einen Staubsauger abkaufen würde, und zwar deren genau zwei: Norbert Blüm und Heiner Geißler. Letzterer hat im letzten Jahr Aufsehen erregt, als er bei attac eintrat. Gestern wurde im rbb-inforadio ein schönes Interview mit ihm gesendet. Themen waren die Finanzkrise, der Aktivismus von Attac und dessen Rezeption, Einschränkungen der Demonstrationsfreiheit beim G8-Gipfel, Oskar Lafontaine (der für ihn — oh Wunder! — “kein Dämon” ist) und wie ihm seine Enkel immer den Federweißen vom Weingut stibitzen. Ein hörenswertes Interview.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(MP3 zum Download auf inforadio.de | lokale Kopie)

Bild: Jan Michael Ihl (cc)



11 Kommentare
22. November 2008
ad

Und hier der andere gerade aktuell.

Glück auf!



22. November 2008
ad

Geißler ist aber auch der einzige Vernünftige in der Union und der einzige Grund, Respekt vor der Union zu haben. Respekt vor allem davor, dass er sein Parteibuch behalten darf.



Hein
22. November 2008
ad

Ich halte Geißler auch für einen der Vernünftigeren in der CDU.

Allerdings hat er in seiner Karriere auch schon viel Unsinn gemacht: CDU-Spendenaffäre, tolle Nazi-Vergleiche, Beleidigungen…



22. November 2008
ad

Ist denn jeder Nazi-Vergleich grundsätzlich Unsinn?
(Ich kenne allerdings nicht jene, auf die Hein anspielt)



22. November 2008
ad

Das alte Spiel:

Schlimmste Entgleisung: “Ohne den Pazifismus der 30er-Jahre wäre Auschwitz überhaupt nicht möglich gewesen.” (Heiner Geißler, 1983)
Heftigste Erwiderung: “Geißler ist seit Goebbels der schlimmste Hetzer in diesem Land.” (Willy Brandt, 1985)



ad

[...] kann doch nicht angehen, dass man die Schwarzen lobt und dann keine Gegenbeispiele anführt. In Bayern regiert leider immer noch der renitente [...]



Hein
23. November 2008
ad

@sliqq

Ich finde schon. Vor allem hier in Deutschland. Mir wäre im Nachkriegsdeutschland nichts bekannt, was auch nur annähernd mit den Nazi-Verbrechen vergleichbar ist.

“Willy Brandt warf Geißler am 12. Mai 1985 vor, der „schlimmste Hetzer seit Goebbels“ zu sein.”
de.wikipedia.or...er#Kontroversen



24. November 2008
ad

Man muss bei Nazi-Vergleich doch nicht immer gleich an Auschwitz denken.

Vergleiche mit dem Reichsarbeitsdienst beispielsweise sind also verboten?



24. November 2008
ad

Interessant, dass Politiker immer erst dann zu Verstand kommen, wenn sie nicht mehr an Machtpositionen sitzen.



Fareus
26. November 2008
ad

#Frank

Das Video zum Goebbels-Vergleich:

youtube.com/wat...h?v=l5QLziJftAE



sm
27. November 2008
ad

vielleicht meint er es nur gut. vielleicht will er in der cdu von innen heraus was bewirken. manche gehen in eine partei, weil sie davon überzeugt sind, manche weil sie so an machtpositionen kommen, und manche, weil sie dort ansätze sehen und sie was in ihr ändern wollen.

aber die cdu ist nun mal DIE Pro-Kapitalismus-Partei Deutschlands. ich glaube nicht, dass man von ihr auch nur die geringsten besserungen erwarten kann.

warum tritt er nicht der linken bei? von der kann man sicher derzeit noch am ehesten fortschrittliche beiträge erwarten. Im grunde ist es aber auch nur die neue spd mit ein paar wirklich linken leuten.



Kommentieren