Eine Dame geht

christiansen

Einen traurigen Roten köpfte ich gestern Abend noch, Sabine. Als ich erfuhr, dass Du, die Grand Dame der Grand Dames, gehst, es war ein Schock.

Du, ausgerechnet Du, die Du die Fleisch und Make-Up gewordene politische Kompetenz ausstrahltest. Die sich nie fast nie hin und wieder als Ochs vor den Karren der verrückt gewordenen Sozialstaatszerstörer spannen hast lassen.
Du hast es geliebt, kritisch zu hinterfragen, um dabei so lässig Daumen und Zeigefinger an Schläfe oder Kinn zu legen. Das hatte ein bisschen was von intellektueller Bohême und auch ein Quentchen Kurt Cobain. Du klangst dabei stets wissend und warst sogar der Grund, dass Frank Schirrmacher in „Minimum“ das Jahrzehntausend der östrogenen Dominanz proklamierte.

Nun löst dich Jauch ab. Doch niemals wird er an Dich heranreichen. Allein schon der Ohrringe, der Frisur wegen. Bei Dir, Sabine, gab es nie einen Publikumsjoker. Bei Dir wusste man die Antwort auf die Frage immer schon vorher.

Jetzt gehst Du
und man wird dich vermissen.

Aber nicht hier.

3 Kommentare

  1. TITLE: In erster Linie
    ist der Mann wohl käuflich. Oberflächlicher Eindruck.

  2. jauch? eine medien-hure wie beckmann, kerner u. die anderen. für geld machen die alles. es muss nur genug geld sein.

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