Eine weitere Verquickung

gulli:deckel

Wird langsam Zeit dass ich das auch mal offiziell announce. Seit einigen Wochen schreibe ich für die Gulli:News. Mein Feld umfasst da Nachrichten aus den Bereichen IT, Hardware, Privacy, Hacking, Filesharing und so weiter. Das macht mir ziemlichen Spaß, wir sind ein nettes Team und es erfüllt mich mit einem nicht zu leugnenden Stolz, wenn ich eine Meldung mal wieder schneller abgesetzt habe als Heise und Co.

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass nicht jeder meiner Leser gegenüber Gulli Sympathie hegt. Ihr habt dafür eure Gründe und ich habe damit kein Problem. Für mich war Gulli allerdings immer eine ungekämmte, verlässliche Newsquelle und ich freue mich wie Bolle, dort mitarbeiten zu können. Zumal es mich meinem (Fern-)Ziel, irgendwann einmal von meinem Geschreibsel leben zu können, einen kleinen Schritt näher bringt.

Bei Gulli firmiere ich als fraencko. Wer sich ein Bild von meinen Werken dort machen will –hier sind beispielhaft die Artikel, welche ich bis dato in diesem Monat veröffentlicht habe:

13 Kommentare

  1. Gratulation! Das ist doch echt mal was. Gulli habe ich früher übrigens gern gelesen, heute sind die Themen nicht mehr so meine.

  2. @ .markus:

    Vielen Dank. 🙂
    Nun, da werde ich wohl die Tage mal wieder dein Interesse wecken müssen. Ein größeres Feature über Alliance steht auf meiner Agenda.

  3. Hu Chris, bleib mal locker. Ich hab keine Ahnung, wovon du redest. Du darfst mich gerne aufklären, aber nicht in diesem Ton.

  4. Ich hegte eigentlich keine Asympathie gegen Gulli, bis ich eben sah, dass dort die Piratenpartei unterstützt wird. Das ist für mich ganz klar ein Grund, damit nichts zu tun haben zu wollen.
    Dennoch wünsche ich viel Spaß und Erfolg beim schreiben dort^^

    Nur weil ich den Browser gewechselt habe, bin ich wieder in der Moderationsschleife? Ist ja ein merkwürdiges System oO

  5. @ Myrddin:

    Oh, du hast eine andere E-Mail-Adresse als sonst angegeben. Das dürfte der Grund für die Modschleife sein.

    Was ist denn so schlimm an der Piratenpartei? Ich finde deren Ziele durchaus vertretenswert.

  6. Hab ich das?

    Das erste Problem, das ich habe, ist das sie Musik als Information definieren und darauf der ganze Kram aufbaut. Musik ist Kunst und ist nicht mit Information gleichzusetzen und ich finde es auch voll in Ordnung, wenn es dem Urheber frei steht, selbst zu entscheiden, ob er seine Musik frei gibt oder nicht und in welchem Rahmen. Die Piratenpartei denkt leider nur an die Konsumenten (das habe ich nach etlichen langen Diskussionen mit einigen der Mitglieder, auch durchaus „hohe Tiere“ herausgefunden). Ich finde nicht, dass man alles besitzen muss und Möglichkeiten im Internet Musik anzuhören ohne Kosten und dabei neue Musik kennenzulernen, gibt es einige, da muss man nicht das wilde Rumverteilen von mp3s fördern. Last.fm ist meines Erachtens nach zum Beispiel eine Einrichtung, wo man gut Musik anhören kann. Oder es gibt Plattformen für Independent-Musiker wie Broadjam, wo man die Stücke komplett als Stream hören kann und der Künstler vom Verkaufspreis 80% bekommt, fairer geht es echt kaum.
    Auf der anderen Seite finde ich den ganzen Kram, den die Major-Labels abziehen auch extrem daneben, aber ich denke kaum, dass man das so politisch lösen kann, ohne den Künstlern selbst extrem zu schaden. Zum Beispiel diese Idee mit der Kulturflatrate, der erste, der darüber nachdenkt, dies wirklich umzusetzen ist Edgar Bronfman und das wird dann darauf hinauslaufen, dass wieder ziemlich viele Menschen von der Musik leben können, die wenigsten davon aber Musiker sind, weil das wieder alles in die Taschen der Major-Labels fließt.
    Im Moment erlebt die Independent-Musik einen richtigen Boom, während die Verkaufszahlen der Majors stark zurückgehen und das soll auch so bleiben. Da funktioniert es endlich mal ohne ein Verteilungssystem mit merkwürdigen Quoten und das soll auch so bleiben.
    Ich hatte dort bei der Diskussion vorgeschlagen, dass Konsumenten und Musiker vielleicht mal gemeinsam Möglichkeiten erarbeiten sollten und hab mich auch bereit erklärt da unterstützend mitzumachen, was aber nur wenig Zustimmung fand. Die meisten waren der Meinung, dass Musik einfach ein Hobby ist, man gar nicht erst erwarten soll, davon überhaupt nur ansatzweise leben zu können und hauptsache die Konsumenten kriegen alles in den Arsch geschoben und das brauch ich als freiberuflicher Musiker nun wirklich nicht 😉

  7. whoa! wie kam es denn zu dieser zusammenarbeit? das könntest du noch irgendwann mal in einem beitrag erläutern. 🙂

    freut mich aber, überfliege des öfteren den gulli-feed und bin mir immer noch nicht sicher, ob es sich bei gulli nicht auch um eine art blog handelt. auf wordpress umgestiegen sind sie ja und mir gefällt dieser immer noch praktizierte untergrund-charakter.

    viel erfolg dort!

    mfg

  8. Gulli ist schon in Ordnung, auch wenn ich im Forum mal als Spammer angeprangert habe, weil ich eine Frage zu einem Handytarif in meinem Blog und einem Forum gestellt habe ^^

  9. @ c1ph4:

    Angefangen hat es damit, dass ich eher zufällig auf bloggerjobs.de landete und dort eine Anzeige von Ghandy las. Auch wenn der Name gulli nicht explizit dabeistand, wusste ich gleich, dass es darum geht. Beworben, genommen worden und hier bin ich nun.
    WP arbeitet erstmal nur im Backend. „Vornerum“ ist es immer noch typo3, was manche Sachen etwas kompliziert macht. Aber passt scho.

  10. @ Myrddin:

    Hi Myrddin,

    ich kann deinen Standpunkt sehr gut nachvollziehen. Bloß ist die ideelle Entwertung von Musik und Reduzierung auf bloße Datenmassen kein Effekt der Firmierung von Pro-Filesharing-Lobbies, sondern ein gesellschaftlicher Prozess, der wesentlich mit der Digitalisierung zusammenhängt. Anders gesagt: Filesharing und CDs zu brennen sind nicht mehr zu bekämpfende gesellschaftliche Phänomene. Die Kids würden auch Musik runterladen, wenn es die Piratenpartei nicht gäbe.

    In kleineren Labels und bei einzelnen Künstlern macht sich seit einiger Zeit ein dahin gehender Pragmatismus breit. Das Grand Hotel van Cleef (deren Musik ich sehr schätze und von denen ich nachwievor CDs kaufe) beispielsweise hat sein Angebot nunmehr um eine Bookingagentur erweitert, viele Bands touren sich den Arsch ab, um sich über Konzerteinnahmen zu finanzieren. Selbst Dieter Bohlen (der’s natürlich leicht hat, immer noch CDs zu verticken dank seiner Connections zu TV und Boulevardpresse) hat die Zeichen der Zeit erkannt und gibt hier bei Kerner ein geradezu unangenehm weises Statement ab:

    Das dringt langsam auch in die großen Konzerne vor, für die Musik ja ebenfalls eher weniger künstlerischen Wert, sondern vielmehr den Status als industrielle Ware und Spekulationsobjekt genießt. Viele kleine Labels bleiben natürlich liegen und müssen aufgeben, was ich sehr schade finde. Die von dir angesprochene Filesharing-Flatrate wäre ein lohnenswertes Modell, Künstler nach GEMA-Vorbild dennoch auszuzahlen und dafür setzt sich die Piratenpartei ja auch ein. Dass du in deinen Diskussionen auf so bornierte Leute getroffen bist ist dabei umso mehr schade.

    Ich halte mal fest: Wir sind uns im Grunde einig.

    Disclosure: Ich bin weder Mitglied noch Wähler noch in jedem Detail konformer Anhänger der Piratenpartei. Aber ich finde sie okay.

  11. Bitte alles, nur nicht nach GEMA-Vorbild. Genau die Befürchtung habe ich da nämlich, dass es genauso passieren wird und was die GEMA abzieht mit ihren Quoten etc. ist wirklich nicht feierlich. Kein Wunder, dass der Deutsche Rock- und Popmusikerverband in ihrer Mitgliederzeitschrift ständig über die GEMA herziehen (ich könnte da bei Gelegenheit und Interesse mal einige Artikel raussuchen).
    Was ich einfach wichtig finde, ist, dass man zuerst daran denken sollte, dass das aktive Erleben von Musik, also Musik selbst zu machen, frei sein sollte und dann an zweiter Stelle das Konsumieren. Eine derartige Tendenz konnte ich bei der Piratenpartei allerdings absolut nicht feststellen, was ich sehr schade finde.

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