Eklat! Eklat! Eklat!

José María Aznar López ist ein spanischer Politiker und war von 1996 bis 2004 Ministerpräsident Spaniens. (Er war) politisch schon in den 1970er Jahren federführend in einer an die Tradition der ursprünglichen faschistischen Organisation Falange Española der 1930er Jahre anknüpfenden Studentenorganisation (FES) aktiv und hielt in dieser Funktion u. a. Reden, in denen er sich klar gegen den Wandel zur Demokratie aussprach. Aznar war zwischen 1982 und 1987 Generalsekretär der Alianza Popular (AP), eines rechtskonservativen Parteienbündnisses.
(Gekürzt, aus der Wikipedia)

Skandalös, dass Hugo Chávez diesen Herrn als „Faschisten“ zu beschimpfen wagt.

6 Kommentare

  1. Chávez ist böse, also ist auch alles was er sagt böse.

    Einfache Logik braucht das Volk. 's reicht, wenn die Chefredakteure die Wahrheit kennen…

  2. Ich muss gestehen, dass mir das schon fast ein wenig Angst macht, dass man heutzutage politisch korrekt zu aktuellen Faschisten "Rechtskonservative" oder auch nur "Konservative" sagen muss.
    Der Nationalsozialismus hingegen wird ja immer noch (zu recht natürlich) als absolut nicht zu dulden dargestellt. Ja, warum denn dann aber zeitgenössischer Faschismus oder auch Rassismus?

  3. @Myrddin
    politisch korrekt ist das sicher nicht. Eher eine Verharmlosung. Daher: Die Dinge beim Namen nennen!

  4. Ach, ob eine Aussage politisch korrekt oder inkorrekt sei, ist so ein nerviger Diskurs unserer Zeit. Tatsächlich ist der Begriff heut überwiegend Ausdruck einer weinerlichen "Ich darf nicht mehr sagen, was ich (Menschenverachtendes) denke. Politisch verfolgt werde ich, ihr Schweine!" konservativer Vollspaten, die Tom Clancy lesen. Angefangen hat das übrigens in den Siebzigern, als das Vietnam-Debakel umgedeutet wurde als Versagen aufgrund moralischer Defizite, die durch die Antikriegsbewegung im eigenen Lande verursacht wurde. Drum: Wer sagt "Ich möchte auch politisch inkorrekte Gedanken äußern dürfen", nachdem er zuvor seitenlang gegen Muslime, "linke Gutmenschen" usw. gehetzt hat, der sagt auch "der Feind ist unter uns" und meint damit, dass der Volkskörper aus dem Inneren heraus verwese.

    Ja, die Frage ist interessant, warum Nationalsozialismus und Holocaust in keinen Bezug zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen gesetzt werden dürfen. Diejenigen, die da gleich "Verharmlosung" rufen und auf die Singularität des NS insistieren (was ich nicht bestreite, aber ein Vergleich ist ja noch lange keine Gleichsetzung), verhindern m.E. eine wirkliche Auseinandersetzung mit den Ursachen jenseits historischer Sachverhalte und damit eine Abstraktion dessen was damals geschah auf heute. Anders formuliert: Wir sind näher am Faschismus als je zuvor seit ’45 (die faschistischen Regimes in Spanien und Chile seitdem mal außen vor gelassen), wenn man gewisse Ähnlichkeiten in der Entwicklung des Wirtschaftsradikalismus, des Überwachungsstaats, der immer gleichgeschalteteren Medien und der Muslime als neuen, rechts wie links einenden Sündenbock, zur totalen Ideologie nicht mehr benennen darf. Das ist anscheinend wirklich politisch inkorrekt.

  5. Zu Chávez wollte ich noch erwähnen, dass es ja wirklich einige Dinge gibt, die man gegen ihn einwenden kann. Die Vetternwirtschaft, Verlängerungen der eigenen Legislaturperiode, der Schulterschluss mit Ahmadinejad. Bloß sollte man das auch immer in Relation zu den Verhältnissen in Venezuela, in Lateinamerika insgesamt, zuvor sehen. Und die Art, wie er auf internationaler Bühne die verlogenen Regeln der Diplomatie niedertrampelt, ringt mir hin und wieder auch ein wohlwollendes Schmunzeln ab.

  6. juan carlos hat sein amt nur bekommen, weil es einen kuhhandel mit franco gab. verständlich, dass er sich da angegriffen fühlte. interessanter sind viel mehr die dinge, mit denen chavez nachlegte.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.