Fachfremdheit und gefährliches Halbwissen

Der Hessische Rundfunk ruft in der Gamestar-Redaktion an und wünscht vasallenhafte Bestätigung für die eigene alarmistische Kampagne gegen die Gefahr durch „Killerspiele“.

Da bekommt man doch den Anflug einer Ahnung, wie manipulative Berichte wie diese Schleichwerbung für den Bundestrojaner zustandekommen: „Betrüger, Erpresser, Terroristen – Die unheimlichen Herrscher des Internets“. Die ersten drei Minuten reichen schon, um die Stoßrichtung der Reportage zu erkennen. Die Macher dieses Bullcraps müssten einen ziemlichen Nervenzusammenbruch erleiden, wenn sie erführen, welche Verbrechen schon alles per Telefon geplant und begangen wurden. Bitte nicht vergessen: Der Terror ist überall. [via]

3 Kommentare

  1. Als „Hacker Ago“ mit Trenchcoat im Regen die Straßen entlangläuft und später der Privatermittler für Computerkriminalität in einem dunklen Keller vor einem flackernden Bildschirm sitzt, wurde mir noch einmal deutlich bewusst, dass die Bildersprache eine Sprache ist, die nicht von vielen Fernsehfuzzis gesprochen wird.

  2. Da musste ich auch lachen. Besonders krass fand ich die Tatsache, dass diese Gefahren als unabänderlich und unvermeidbar dargestellt wurden. Dabei hilft ein Virenprogramm und Nicht-überall-draufklicken schon sehr gut gegen die “Betrüger, Erpresser, Terroristen“. Ganz miese Propaganda das.

  3. Pingback: simoncolumbus.de » Terror TV - Mit der Lizenz zum Lügen

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