Fairsharing-Veranstaltung / P2P in Frankreich in der Krise

tunix vom eselkult.tk-Blog weist auf eine Veranstaltung am 30.3. im Berliner Mehringhof von FairSharing.de hin:

Jean-Baptiste Soufron von den Audionautes und Elizabeth Stark von Freeculture Harvard werden Vorträge halten und über die Situation und die vergangenen Debatten berichten.

Gehnwadahin? Dagehnwahin!

Die Situation in Frankreich jedenfalls ist haarig wie nie. War vor kurzem noch die Rede von einer Kulturflatrate und einer damit einhergehenden de-facto-Entkriminalisierung von Filesharing, scheinen nun die Lobbyisten das Heft in die Hand genommen zu haben. Man plant ein Verbot von Software, die zum illegalen Datenaustausch verwendet werden kann – beziehungsweise deren Entwicklung.

Die größten Auswirkungen dürfte ein beschlossener und nicht mehr für eine erneute Debatte geöffneter Änderungsantrag entfalten, der aufgrund seiner Herkunft und Lobby-Unterstützung allgemein nur noch als Vivendi-Universal-Paragraph bezeichnet wird. Ihm zufolge soll mit bis zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 300.000 Euro belegt werden, wer „wissentlich“ und öffentlich Software verbreitet, die „offensichtlich darauf ausgerichtet ist“, den unautorisierten Zugang zu geschützten Werken oder anderen Objekten zu gestatten. (heise.de-Newsticker)

Was „offensichtlich“ heisst, ist unklar. Browser, E-Mail und FTP kann man jedenfalls nicht verbieten. Die französischen eMule-Modder jedoch fühlen sich „offensichtlich“ so bedroht, dass sie, wie man hört, – wenn überhaupt – nur noch im „Untergrund“ weitercoden können/ wollen.

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