Halloween

hweenGestern auf der Arbeit. Videothek bis 11. Interessant waren die verschiedenen Intonationen von „Süßes, sonst gibt’s Saures“. Von glaubhafter rotwangiger Schüchternheit bis gelangweiltem Nölen – alles vertreten. Halloween also. Ich verabscheue unsere Gesellschaft für das völlig unreflektierte Übernehmen solchen Brauchtums. Die Existenz von Karneval ist schlimm genug. Okay, ich hab’s als Kind auch geliebt mich zu verkleiden und wenn man diese Feierlichkeit ständig als normal im US-Privatfernsehserienidyll vorgelebt bekommt… Schon verständlich irgendwie. Jedenfalls war ich eingangs pragmatisch. Die Kinder waren ja auch sehr lieb. Später am Abend jedoch kamen mehrere Gruppen in Fünfer- und Secher-Pulks. Die konnten es dann auch nicht ertragen, als ich ihnen das Naschwerk verwehrte. Kein Wunder, der Schokoriegelständer als Trutzburg kariotischer Gefahr stand ja auf dem Kassentresen. Jedoch: Ich musste alles selbst bezahlen. Zu arglos war ich, das vorher zu bedenken. Hätte ja auch Diskont-Nascherei besorgt, wenn ich gewusst hätte, was da auf mich zukommt. Vor zehn Jahren gab’s das jedenfalls noch nicht. [-> File under: Früher; Alles besser] Indes, Eierwürfe und beschmierte Wände blieben mir erspart. Das kommt aber sicher auch noch, in den nächsten Jahren. Grmpf.
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