Ich war in Spanien

… und hier ist die Zusammenfassung meines Aufenthalts in alphabetisch geordneten Schlagwörtern, mit Fotos gewürzt und auf der Wahrheit beruhenden Anekdoten verfeinert.

 

abfertigungshalle

Amok

möchte ich laufen, wenn bei der Gepäckausgabe am Flughafen die Leute mitsamt ihrer kompletten Familie und quergestelltem Koffer-Kuli (das sind die riesigen Einkaufswagen-ähnlichen Gefährte, auf die man das zu 90% sowieso unnötig in den Urlaub mitgebrachte Zeug stapelt, um daraufhin derlei vollgepackt das wegen der willkürlichen Richtungsänderungen unsteuerbare Gefährt in die Hacken ausnahmslos jeder am Wegesrand stehenden Omi fährt) das Laufband blockieren. JA SACHT MA, HERRSCHAFTEN, ISCH GLAUBET HACKT! Da naht schon mein Gepäck und ich komme nicht dran, weil ihr hier rudelweise Maulaffen feilhaltet und euch breitmacht als gäb’s niemand anders auf der Welt? Argh!

Ich konnte die Aufregung über blöd geparkte Autos („Wenn der da nicht so stünde, könnten da zwei andere reinpassen“) nie nachvollziehen. Bis dato.

 

Sonnenschirm von unten

 

Bräune

Dafür reicht eine Woche ja gar nicht.

 

Eiscreme

So kurios wie beängstigend: Den vergilbten Aufsteller mit den entarteten Eiskugeln gibt es gleichfalls am Urlaubsort wie hier in Friedrichshain, quasi um die Ecke. Nur die Sprüche drüber variieren.

Eiscremewerbung in SpanienEisaufsteller in Berlin

Wer die Dinger wohl herstellt?

 

Bild

Englisch

verstand an unserem Urlaubsort exakt eine Person, ein etwa zehnjähriges Mädchen, das seiner Mutter am Strand beim Eisverkauf aushalf. Strahlend schmiss sie mir am vorletzten Tag unseres Aufenthalts „Three Euro Twenty-Five“ für Bottermelk und Magnum Weiß entgegen und ich war verdattert. Zuvor hatten wir nämlich tagelang krampfhaft versucht, Deutsch als Verkehrssprache zu vermeiden, obwohl an diesem Ort die meisten in Gastronomie und Einzelhandel Beschäftigten vermutlich durchaus ein paar Brocken davon sprechen. Es ergab sich immer im Affekt und führte stets zu kommunikativem Wirrwarr, zu Peinlichkeit und Verzweiflung. Warum dies? Dieses Verhalten lässt sich möglicherweise tiefenpsychologisch mit einem neurotischen Verhältnis zur Nation erklären, aus der wir stammen. Und auf dieses gilt es stolz zu sein! Ich plädiere ja dafür, die eigene Herkunft nicht so wichtig zu nehmen, weder im Negativen noch im Positiven. Ich war aber auch mal auf Mallorca, also so richtig „mittendrin“ – und das war in einiger Hinsicht traumatisch. Die dicken, blökenden, sich wie Schweine im Stall gerierenden Proleten waren mir dann doch zuviel. Ich schämte mich dafür, ein Deutscher zu sein. Nicht wegen Hitler, sondern wegen Manni und Günni am Sangriaeimer. Das ist aber nun schon bald ein Jahrzehnt her und in diesem Urlaub ging’s ja einigermaßen. Ich fühlte mich nur einmal an „Man spricht Deutsh“ bzw. „Club las Piranhas“ erinnert, als ein über 50jähriges Grüppchen Ruhrpottler sich über die Bedingungen in ihrem Hotel echauffierten und in irgendeinem Zusammenhang, an den ich mich nicht mehr erinnere, das Wort „Bollerwagen“ fallenließen. Okay, der Bollerwagen, das war „Kein Pardon“

 


(YouTube-DirektLink)

Fernsehen

Ironie ist es, wenn man nach Spanien fahren muss, um deutsches Fernsehen gucken zu können. Nachdem nun irgendwo im Sauerland Massen an Haarbleiche gefunden worden waren und die TV-Sender ihre Terrorberichterstattung-Standardprozeduren hochfuhren, hielten wir es für angemessen, uns mit Cuba Libre zu betrinken. Anders wäre die Terrorismusexpertenschwemme kaum zu ertragen gewesen. Ein besonders ekelhaftes Episödchen schilderte ich bereits bei Spreeblick in den Kommentaren. Krass war’s aber auch zu sehen, wie auf US-amerikanischen Nachrichtensendern geschafft wird, dass man dank der ungeheuren Geschwindigkeit der Informationsvermittlung gar nicht in der Lage ist, zu unterscheiden was Meinung ist und was Faktum, überhaupt: einzuordnen, was da gesagt wurde. Im sauerländischen „Terror Plot“ wurde gesagt: schlimmschlimm, wäre fieser geworden als Nine-Eleven, Al Quaida-Verbindungen, Korrespondentin vorm Reichstag: „Alle sind geschockt“, Überblende: Zitierfähiger Satz von irgendeinem Innenheini, Zack – Fertig in 30 Sekunden, nächste Meldung Irak. Fast Food-Nachrichten. Das ist mir echt zu krass auf Dauer, da verblödet man doch bei, wenn man sich nur auf die Art informiert.

Dennoch gab es auch Positives zu sehen (Entschuldige, falls ich hier Buchstaben gewordene Ödniss auftische, aber TV ist ein erwähnenswertes Ereignis in meinem Leben). Harmlose Dokusoaps aus deutschen Zoos etwa, von denen es auf jedem dritten Programm eine eigene zu geben scheint. Wenn nicht der Ruf des Strands von Zeit zu Zeit an mein Ohr gedrungen wäre, hätte mir auch eine Woche voller bewegter Bilder von Robben, Affen und Kamelen als Entspannungsurlaub gereicht.

Anspruchsvoll, geradezu mitreißend war die 2001 entstandene Dokumentation „Hass und Hoffnung – Kinder im Nahostkonflikt“ über palästinensische und israelische Kinder und die Art, wie sie ihre jeweilige Gegenüber betrachten. Sie enthält Interviews, Ausschnitte aus dem Alltag der Kinder und eine direkte Konfrontation dieser zwei Lebenswelten, die so nah und doch fern voneinander sind. An diesem Film lässt sich hervorragend nachvollziehen, woran der Nahostprozess wirklich krankt, aber auch wo mögliche Lösungen liegen könnten. Er geht hart mit beiden Seiten ins Gericht, zeigt wie Extremismus entsteht, aber auch wie ein fairer Dialog Probleme lösen kann. Sehr empfehlenswerter Film.

Ebenfalls gut, wenn auch ein ganz anderes Thema behandelnd, war „Ohne Skrupel – Die Geschichte eines Zuhälters“. Sehr nah, da psychologische Elemente nicht ausgeklammert wurden, dem Mann Raum gegeben wurde, seine Geschichte und auch die möglichen Gründe darzustellen, denn solche eine Misanthropie muss Ursachen haben. Besonders hervorragend war der souveräne Umgang des Films mit der Frage individueller Schuld[1].

Und dann haben wir uns noch an’s nächtliche Wegdämmern zu den Malstunden des unfassbar freundlichen und begabten Bob Ross gewöhnt.

 

Flügel

Der Flug

Selten habe ich so wenig Aviophobie wie bei diesem Urlaub und den damit einhergehenden Flügen Nummero 5 und 6 meiner Biographie gehabt. So langsam empfinde ich den Thrill bei flatternden Tragflächen und luftlochbedingtem Rumgeeier nicht mehr als notwendig Harndrang fördernd, im Nachhinein wegen der dabei empfundenen Panikattacken therapierungswürdig, sondern – im Gegenteil – als „irgendwie schön“ und stattdessen wegen der Sucht erregenden Wirkung therapierungswürdig. Wie gut, dass Flüge so abartig teuer (mind. € 29) und schweineumweltsaumäßigverschmutzend sind, ich somit nur alle Jubeljahre in den „Flieger“ steige.

Schön auch: Der Anflug auf Berlin bei Dunkelheit. Ein wahres Erlebnis, nach überflogenen mittelmäßig interessanten Lichtpfützen wie Schdutgahd oder Leipzsch in das Lichtmeer der Hauptstadt einzutauchen.

 

Feli

Katzen

Ach, die Tiere! Es geht ihnen heute im allgemeinen viel besser als noch bei unserem letzten Aufenthalt in Spanien. Die ortsansässigen Katzenhasser scheinen zumindest zum Teil begriffen zu haben, dass eine Kastration für 5 Euro und das Abwälzen der Lebenshaltungskosten auf ob der kätzischen Flauschigkeit ergriffenen Touristen wie uns, easier ist als das Vergiften und Entfernen der Tierkadaver. Gut so! Unsagbar rührend war das Seitengässchen, vollgepfropft mit so ungefähr sechs rumdösenden Straßenkatzen, die sich uns näherten oder auch nicht. Wir waren schon drauf und dran, etwas Futter für diese entzückende Clique zu besorgen, als ein Eingeborener kam und brabbelbrabbelmiamigosbrabbelbrabbel den Tieren frischen Fisch vorsetzte. Es ging S. und mir das Herz auf! Katzen wollen gestreichelt werden, nicht ruchlos ermordet, merket euch das.

Indes waren unsere Super Furry Animals daheim ein guter Grund, gegen Urlaubsende nicht in Depression, sondern in Wiedersehensfreude auszubrechen. Hach, sind wir ein harmonisches Pack!

 

licht

Kultur

Wer Andalusien „erleben“ will, also katalogfähiges, dem sei dringend anempfohlen, vorher die Fahrerlaubnis gemacht zu machen und vor Ort ein Auto zu entleihen. Wir allerdings haben keinen Führerschein, was also tun? Wir waren klug und setzten unsere weiterbildungstechnischen Ansprüche höchstens in vage Pläne um, so dass uns die Tourismushummel nicht allzu schmerzhaft in den Hintern biss (Hummeln stechen nicht, die beißen, wie eine Legende in meinen Kreisen, als wir noch Kinder waren, besagte…). Als wir erfuhren, dass eine Reise zur, sicherlich sehenswerten, Alhambra 70 Eier pro Nase kosten sollte war es dann auch ein leichtes, nein zu sagen zum Event Tagesausflug. Analog Gibraltar (wo man als Nichtraucher ja nicht mal lohnend zollfreie Billigkippen erstehen muss). Neenee, Strand bildet auch.

 

malaga

Málaga

Als ich damals diesen TP-Artikel über die schleichende Verschandelung der südspanischen Küstenlinie las, fehlte mir ein Bild vor Augen. Aber nun fuhren wir zwangsweise auf der Fahrt vom Flughafen zu unserem Ferienort durch Málaga. Diese Stadt ist – zumindest beim Durchfahren – in meinen Augen ein Abgrund an Hässlichkeit, eine Wüste an gleichförmig dahingeschissenen Betonquadern, kurzum: eine furchtbare Stadt. Nur versprengte Fincas und wenige Ruinen im Umland erinnern daran, wie es hier einmal ausgesehen haben mag. Ich verstehe das nicht, warum muss man Altes zerstören, nur weil man an das Neue glaubt? Schließen sich denn Funktionalität und architektonische Tradition aus? Oder bin ich bloß übersensibel und habe nur die falschen Ecken gesehen? Früher gab es mal eine Eissorte, die „Malaga“ hieß, von der hört man ja auch nix mehr.

Disclaimer: Nein, ich finde es nicht vermessen, anderer Nationen Städte zu bashen. Genuso tue ich es mit Hoyerswerda, Braunschweig oder Wuppertal, wenn mir danach ist.

 

Musik

Song des Urlaubs: Eindeutig „Books from Boxes“ von Maximo Park. Welch ein Hit!


(YouTube-Direktlink)

Oliven

Lecker, diese kleinen grünen Dinger. In Deutschland schmecken Oliven ja nicht, weswegen wir uns entschlossen, spanische zu importieren. Hier in Deutschland – Dose geöffnet, kleines grünes Ding gegessen – Hmm, lecker. Fazit: Der Geschmacksunterschied liegt an den Oliven, nicht an Deutschland. Leider über-isst man sich an den Dingern viel zu schnell, so dass die Entscheidung, sich die letzten Dosen für die Zeit um Weihnachten aufzuheben, nahelag. Vielleicht hängen wir sie ja an den Baum.

 

centro_infantil

Political (In-)Correctness

Auf dem Hinflug saß ein kleiner Junge hinter uns, der in nervösen Flugsituationen schon mal die deutsche Nationalhymne in der Schlumpfentechnoversion vor sich hinsummte. Er krähte und bellte ständig Zeugs und ähnlich wie bei Hühnern und Hunden weicht das leis gedachte „Ach wie putzig“ bei Dauerberieselung mit deren akustischer Produktion einer leicht gereizten Genervtheit. Den Vogel ab schoss das Balg kurz vor Gibraltar als seine offenbar nicht erziehungsberechtigte Begleiterin scherzhaft (haha) fragte, ob man denn nicht doch lieber nach Afrika wolle. Nein, antwortete das Kind ehrlich, es habe Angst vor „den ganzen Schwarzen“ die dort residierten. Faszinierend – er verlieh seinen Vorurteilen Ausdruck, verwendete aber dabei eine politisch korrekte Ausdrucksweise. Übersteigert könnte man das in unzensierten Gedankenspielereien einen „humanen Rassismus“ nennen, was ja fast noch lässiger wäre als ein „linker Neoliberalismus“.

Aber wer bin ich, über einen kleinen Jungen zu richten? Das möchte ich denen überlassen, die das beruflich machen. Die Feuilletonage möge sich doch nach der kompletten Demontage von Eva Herman und Pastor Meisner bitte auf das verdorbene und aus ihrer kolonialen Vergangenheit nicht das Geringste gelernt haben zu scheinende Volk der Spanier einschießen. Die wagen es nämlich täglich eines der Wörter – ja, im wahrsten Sinne – in den Mund zu nehmen, die dem eben erwähnten Knaben, wegen der 68er und so, gar nicht kennenzulernen erlaubt war:

Bimbo Sandwich
Dieses – ja, ausgerechnet – Weißbrot liegt in Spanien in jedem „Supermercado“ im Regal. Es dürfte hingegen in Deutschland nur „unter der Ladentheke“ verkauft werden. Oh, apokalyptische Fiesheit der Political Correctness!

 

strandblinzeln

Der Strand

ist eine Art langgezogener Ort, an dem sich Heerscharen von Siliziumkörnern – es gibt sie dort wie Sand am Meer – versammeln, um ihr letztes Gefecht zur endgültigen Panierung der Menschheit zu schlagen. An unserem Strand waren die Sandkörner grobkörniger – man könnte sagen, wir hatten einen Steinstrand statt einem Sandstrand, wobei – so ganz kommt das auch nicht hin. Sand zersetzte hier und da die schöne Uniformität des Bodenkiesels. Aber egal, denn ob es nun Geröll ist oder Schlamm, den man nach einem Strandmittag in die eigenen vier Wände schleppt, kommt auf ein ähnliches hinaus. Der Strand eignet sich aber auch ganz hervorragend zum Flanieren ohne Planschintention. Wenn nicht gerade Party-Freitag ist und die ganzen spanischen Touristen machen, dass man sich inmitten des Gemurmels und der Lichter deplaziert, geradezu verloren vorkommt. Flanieren. Dort, wo die grelle Beleuchtung durch Flutlichtmasten nicht hinreichend hinreicht. Die wurden damals aufgestellt wegen der inneren Sicherheit. Zur Bekämpfung von illegaler Einwanderung und Rauschgiftschmuggel und ganz sicher auch unzüchtigen Verhaltensweisen von Touristenpärchen wird seit drei Jahren die gesamte Küstenlinie taghell erleuchtet. Das muss Unsummen kosten! Als das gerade neu eingeführt war, unterhielten wir uns mal mit einem ortsansässigen, aber deutschstämmigen Drogenschmuggler, den das in der Tat nur mittel tangierte. Zerstörtes Romantikpotential allerorten, nur nicht in unserer kleinen Ecke, in der zwar keine Drogen schmuggelnden Marokkaner miteinander Sexualität hatten, wir aber mal mit zweien der merkwürdigen ortsüblichen Einliterflaschen Bier anstießen. Hat keiner gesehen, deswegen nicht peinlich. Was soll man noch sagen? „Cruzcampo“ schmeckt besser als „San Miguel“.

 

himmelpalmen

Temperaturen

Wenn ich darüber jetzt etwas schreibe, mache ich alle neidisch. Vor allen Dingen mich selbst, denn ich bin ja wieder daheim. Also gut: Auch nachts stets über zwanzig Grad, tagsüber sehr warm, aber nicht zu heiß, sondern eher so genau richtig warm. Argh! Neid! Erträglicher wäre das Wiederankommen übrigens gewesen, wenn sich die hiesige Gasanstalt nicht entschieden hätte, kurz vor unserem Urlaub den Gasdruck zu erhöhen, weswegen in den Leitungen unseres Mietshauses massenweise Lecks gefunden wurden und wir auch nach Ankunft bis zur endgültigen Reparatur durch den schlechtgelauntesten Handwerker der Welt noch eine Woche ohne Warmwasser und Heizung dahinvegetieren mussten. So macht die Akklimatisierung gleich doppelt Spaß!

 

diesiger_tag

 

Wellengang

Der war auch mal schärfer, vor allem an dem Tag, als ein kleines Windchen blies. Ein Mordsspaß!

 

Zeitungen

Die Süddeutsche Zeitung war das einzige annehmbare Blatt am Orte, jedoch fällt einem beim Lesen immer wieder auf, dass der insbesondere in Studentenkreisen gute Ruf des Blattes nicht rundherum gerechtfertigt ist. Ich las viel redundantes, viel albernes und wenig Begeisterndes. Und auch widerlichen Kulturkriegpathos im Zuge der Terrorvereitelung („Nun hat auch Deutschland seine ‚home grown terrorists‘. Aus zwölf Kanistern mit Wasserstoffperoxid wollten sie tödliche Autobomben herstellen. (…) Die Bilder von den blauen Fässern, die Berichte der Polizei über die monatelange Observation der Verdächtigen lassen keinen Zweifel daran, dass der Heilige Krieg nach Deutschland gekommen ist“) und Propaganda für den, ich sag mal, Sicherheitsstaat, jeweils aus der Feder von Annette Ramelsberger, die ich ab sofort in meine streng geheime Liste der Journalisten aufnehme, die ich zum Kotzen finde. Werter Herr Prantl, auch wenn man um das Image einer Zeitung bemüht ist, die ein Thema multiperspektivisch betrachtet, muss mann gottlob nicht alles tolerieren. Und natürlich auch in diesem Blatt, so wie es an den Tagen unserer Anreise überall der Fall war – ein RAF-Dossier! So wie es vor einigen Monaten bei den Diskussionen um die teils erfolgten Entlassungen von Mohnhaupt und Klar schon sein musste und so wie es in einigen Monaten sein wird, wenn Eichingers RAF-Film in die Kinos kommt. Und ich bin mir sicher, dass in den allermeisten dieser kolossalen Dossiers gewisse Randdetails nicht erwähnt werden, die die Taten der RAF zwar nicht rechtfertigen, diese aber in einen Kontext einfügen, der den Deutschen Herbst für Nachgeborene wie mich nachvollziehbarer machen könnten. Gehört das in eine Urlaubsbetrachtung? Na selbstverständlich!

ball in palme

  1. „individuelle Schuld“ ist eigentlich ein Pleonasmus, dem Thema werde ich mich demnächst vielleicht mal widmen [zurück]

4 Kommentare

  1. Schön, schön! (Überlege, ob ich mir die Idee mit den alphabetisch geordneten Schlagwörter klaue 😉 )

    Neidisch bin ich nicht, auch wenn ich den Strand in Italien gerne öfters gesehen hätte. In Süditalien ist das Schöne, dass sich wenig deutsch Touristen dorthin verirren und als Handwerker hat man auch sowieso mehr Respekt. Die Deutschscham beschränkte sich somit auf mangelnde Sprachkentnisse…

  2. Puh, eine hohe Messlatte für meinen Urlaubsbericht, der eigentlich hauptsächlich aus Bildern bestehen sollte… 😉

  3. Pingback: Endlich Urlaub - Craplog.de

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.