Ideas never realized (II): WordPress-Plugin zum Verschmelzen von Kommentarsektionen

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Foto: 123 look at me (cc)

Die Ausgangslage: Neben dem Hauptblog haben viele, die mit Leidenschaft und Ausdauer bloggen, irgendwann eine Sammlung von Zweit- oder Gruppenblogs, in denen ebenfalls veröffentlicht wird. Wenn man für mehrere Blogs parallel schreibt, kommt man irgendwann an den Punkt, an dem man aufgrund von thematischen Überschneidungen überlegt „Hm, in welchem von den fünfen soll ich das Geschriebene nun veröffentlichen? Passen tät’s überall“. Die naheliegendste Lösung wäre selbstverständlich, den Artikel in mehrere, gar alle Blogs gleichzeitig zu posten! Mit Blogging Clients wie BlogDesk ist das eine Frage von ein, zwei Klicks und damit vollkommen unkompliziert.

Das Problem: (Im folgenden gehe ich der Einfachheit halber nur von zwei verschiedenen Blogs A und B aus) Wir haben den gleichen Beitrag, aber verschiedene Blogs mit einer unterschiedlichen Klientel und unter jedem Artikel einen eigenen Kommentarbereich. Die Kommentatoren auf Blog A bekommen nicht mit, was die Kommentierenden in Blog B schreiben und vice versa. Blöd ist das, weil Leser verschiedener Blogs oft auch verschiedene thematische Schwerpunkte haben und sich gegenseitig andere Perspektiven des gleichen Problems aufzeigen könnten, aber leider nichts voneinander wissen. Hier setzt meine Idee an.

Die Idee: Ein Plugin „ComMelt“ (Wortmix aus „comment“ und „melt“. Einfallsreich, nicht?), welches die verschiedenen Kommentarsektionen zusammenführt. Ein Kommentar, der in Blog A abgegeben wurde, erscheint automatisch ebenfalls in Blog B (und andersrum), so dass eine Diskussion „über die Grenzen hinweg“ stattfinden kann.

Technische Durchführung: Zumindest in WordPress ist es ohne weiteres möglich, sämtliche Kommentare eines Beitrags per RSS auszulesen. Denkbar wäre, die URL des Feeds vom Beitrag in Blog B[1] im Adminbereich des Blogs A einzutragen, woraufhin alle Einträge aus Feed B, zeitlich geordnet, in die Kommentarsektion von Blog A eingefädelt werden.

Am Ende des Artikels bzw. als erster Kommentar wird noch automatisch ein kleiner Hinweis eingefügt, dass der Beitrag in mehreren Blogs parallel veröffentlicht wird und hier die Kommentarsektionen von URL A und B verschmolzen sind. „Fremdkommentare“ könnten durch variierende Hintergrundfarben oder ein kleines Symbol gekennzeichnet werden.

Mögliche Probleme:

  • SEO-Spammer: Für Leute, die nach hohen Suchmaschinenplazierungen gieren, wäre es natürlich sehr einladend, mit einfachem Aufwand, gleich doppelt ihre Links zu plazieren. Um das zu verhindern, könnte man bei den „fremden“ Kommentaren statt des Links zur URL, die der Kommentator angegeben hat, einfach einen Direktlink zum Kommentar in dem Blog angeben, wo er ursprünglich erschien.
  • Timeouts: Was, wenn einer der Kommentarfeeds plötzlich nicht erreichbar ist? Ich bin mir nicht sicher, glaube aber, dass WordPress bzw. das integrierte MagpieRSS bereits die Möglichkeit hat, RSS-Feeds lokal zwischenzuspeichern. Das wäre nicht optimal, weil dabei nicht gegeben wäre, dass alle Feeds in Echtzeit geholt werden, aber … besser als nix.
  • Theme-Anpassungen: Weiß nicht, ob die wirklich nötig sind. Wenn, nun ja … Notwendiges Übel.
  • Diskussion lückenhaft im RSS-Feed: Es soll ja Leute geben, die Kommentarfeeds auch im herkömmlichen Sinne abonnieren. Die hätten in selbigen nur eine lückenhafte Diskussion vor sich. Die Lösung wäre ein vom Plugin automatisch generierter, zusätzlicher RSS-Feed, der alle Beiträge enthält und in der Nachricht am Artikelende verlinkt wird.

Soweit zur Idee. Möglicherweise findet sich ja ein findiger, WordPress-kundiger PHP-Coder, dem sie gefällt und ein entsprechendes Projekt anschiebt. Die Herren Bueltge oder Michael vom Software Guide vielleicht?

Zum Verständnis: In der Rubrik „Ideas never realized“ veröffentliche ich in Zukunft Ideen aus verschiedensten Bereichen die ich mal hatte, zu deren Realisierung mir aber leider die Ressourcen, die Lust und/oder das benötigte Fachwissen fehlen. Einfach, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Sie sind im Sinne der auf dieser Seite verwendeten Creative Commons-Lizenz frei. Soll heißen: Wenn du diese Idee aufgreifen möchtes, tu dir keinen Zwang an. Wenn Du sie jedoch kommerziell nutzen willst, damit also Knete machst oder machen willst, bitte ich um Kontaktaufnahme zum Zweck einer Absprache zur Gewinnbeteiligung *lechz*.

  1. Bei WordPress-Blogs muss man, um die URL eines Kommentarfeeds zu bekommen, an die Artikel-URL nur noch /feed/ anhängen [zurück]

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