kaLINKa kaLINKa (#5)

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Neulich mal Tagesthemen gestreamt. Anne Will so: „… wurden in der Nacht wieder 20 Israelis verletzt“. Anne Will nicht: „… wurden in der Nacht wieder einige Libanesen von Bomben zerfetzt und hunderte obdachlos gemacht“.

Empört bin ich nach wie vor. Der Batz bringt’s in seinem Podcast von gestern auf den Punkt. Journalisten schwafeln mit Politikern, Politiker schwafeln mit Journalisten. Politiker schwafeln mit anderen Politikern und Journalisten mit selbst ernannten Nahostexperten(TM). Es geht um Taktiken, Ideologien, um Diplomatie und um das Recht auf Selbstverteidigung(TM). Währenddessen nippeln in Nahost auf beiden Seiten Menschen ab, weil ihnen Bomben auf Haupt und Haus fallen. Immerhin, es gibt auch bei der Tagesschau-Redaktion Leute, die das nicht ganz aus dem Auge verlieren. Die sind aber auch vor Ort.

Indes, Zerstreuung brauchen wir und Erfrischung. Warum? Damit man auch morgen noch klaren Kopfes diskutieren kann. Deswegen now to something completely different.

Screenshot: Raiden X
  • Ich war immer schon Fan von 2D-Shoot ‚em Ups. Hab damals auf dem Gameboy R-Type, Nemesis, Solar Striker und vor allem diese merkwürdigen Levels in Super Mario Land geliebt, aber sowas von. Und jetzt gibt’s da dieses Flash-Zock Raiden X. Macht das Laune, ey. Leider hab ich’s schon durch.
  • In letzter habe ich zwei Filme gesehen, die auf dem ersten Blick nicht viel miteinander gemein haben, auf dem zweiten aber schon: Attentat auf Richard Nixon mit Sean Penn und Helge Schneiders Jazzclub. Beide beschreiben Antihelden, die auf verschiedene Weise nicht mit unserer ach so geilen Leistungs- und Arbeitsgesellschaft klarkommen. Um das zu kompensieren, …
    Die folgenden Zeilen markieren, um gespoilt zu werden.
    … plant Sean Penn, den bescheuerten Präsidenten zu ermorden, während Helge lieber auf einen anderen Planeten abhaut, um dort in Ruhe Jazzmusik zu machen.
    Beide Filme sind übrigens gut.

Packhard Jennings in Form einer Ikeaesken Gebrauchsanweisung zur Verschönerung der Arbeitswelt an: Back to the Roots & Anarchy lautet die Devise quasi und gefällt. [via cipha]

  • Boah, wie heiß dat is‘. Kürzlich verreckte leider unser Ventilator. Ist aber vielleicht auch ganz gut so.
  • Hip Hop ist größtenteils blöde. Die ganze Attitüde, die Ghettoromantik, mit der Chauvinismus und Selbstdefinition über Erwerbbares an die – zumeist gar nicht so finanzschwache – Zielgruppe vertickt wird, kann verheerende Folgen auf die geistige Gesundheit von Heranwachsenden haben. Folgendes also bitte nicht zu Hause ausprobieren. Wobei – wer fickt denn schon stinkende Mütter?
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    • Aber es gibt ja auch guten Hip Hop. Vieles, was aus Hamburg kommt, find ich ja toll, Eimsbush und so. Auch auf den Nachwuchs kann man sich verlassen. Troimah und Panik aus Aachen zum Beispiel sprühen vor Witz und Schläue. Tracks herunterladen geht bei der Anti-Alles-Aktion. Stellvertretend hier der Verweis auf Dogmen und Vokü sowie den schlimmen (!) Ohrwurm Spanische Fliege, der dann doch auch wieder kein Hip Hop ist.

    4 Kommentare

    1. Die Gebrauchsanweisung zur Verschönerung der Arbeitswelt ist ja großartig 😀 aber auch der Hiphop aus Aachen. Danke für die Tipps!

    2. zu 1: Mit R-Type für das SEGA Master System habe ich auch wertvolle Stunden meiner Kindheit vergeudet. Und an das von dir angesprochene Super-Mario-Land-Level kann ich mich auch noch sehr gut erinnern!

      zu 2: Zu Helge Schneider empfehle ich „Jagd auf Nihil Baxter“.

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