KI/Stephanie

Als der Berliner Rundfunk direkt nach „Life is Life“ noch den anderen fussballstadionkompatiblen Gassenhauer, nämlich „We will rock you“, in die Welt schmoss, war man kurz geneigt zu vergessen, dass die Playlist vom Computer-gestützen Zufallsverfahren aus einem Pool von etwa einhundertfünfzig Tracks generiert ward. Die Chance für diese Kombination hatte eins zu einhundertneunundvierzig gestanden. Konnte das noch ein Zufall sein?

Egal. Ich wusste übrigens gar nicht, dass Prinzessin Stephanie von Monaco neben dem irgendwie ja dann doch coolen Irresistible noch Lieder hatte. Hatte sie aber, nämlich viele. Die gucken wir uns hier auf den Abend gerade auf YouTube an („Mach mal Young ones everyone an, mann!“), und eins ist scheeler als das an. Die Kommentare meiner Liebsten („Ich habe keinen Respekt mehr vor dem Adel“) heben diese Qual allerdings in den erträglichen bis albern-zotigen Bereich. Völlig umkommentiert kann man das Video zu „Flash“, sozusagen das Flash-Video, der monegassischen Kurfürstin betrachten, um sich währenddessen das eine oder andere Schmunzeln wegen der Frisuren, des merkwürdigen Texts, der Band, der kabellosen Instrumente, der komischen Musketier-Zwischenbilder usw. nicht verkneifen zu können/wollen:

Ein sehr schlimmes Detail am Rande sei hier noch verewigkeitet. Genau sowas, wie das was da in dem Video herumscharwenzelt, kommt kleidungstechnisch gerade wieder in Mode. Mark my words: Ab Herbst sieht man in Berlin-Mitte Schulterpolster.

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