Leider zurück

malaga-katzen

Nein, es war auch nicht alles super in den letzten zehn Tagen. Irgendwo dann aber doch zerreisst es mir das Herz beim Betrachten des Rückflugs-Vor- und -Nachher. Zunächst der spanische Taxifahrer, der einem die zwei 21-Kilo-Koffer und den zusammengestauchten Buggy förmlich aus den Händen riss, in das Auto hievte und uns fröhlich brabbelnd bei zwanzigirgendwas Grad vor das Zielterminal am Flughafen Málaga fuhr. Die dichte Wolkendecke mit Ach und Not durchdrungen, in Berlin gelandet und die letzte verbliebene Taxe gefunden, die einen Kindersitz besaß. Der Fahrer stand mit finsterer Miene neben der Heckklappe und ließ mich die Koffer hinein wuchten. Dann machte er Anstalten, ohne mich loszufahren, weil ich ihn einige Sekunden warten lassen musste, um den Kofferttrolleypfand zurückzuerbeuten. Hernach quittierte er schließlich die Nennung des Fahrziels mit … Schweigen. Oh Berlin, du Weltstadt, wo nichts eben ja heißt! Oder nein – kontextabhängig halt.

Man fuhr uns durch die Berliner Gräue des nun unzweifelhaft begonnenen deutschen Herbstes, der Taxifahrer hustete gelegentlich vor sich hin und dann standen wir zweite Reihe vor der Tür. Als meine Frau mit Kleinkind auf dem Arm zwei Sekunden zu lang dafür benötigte, die etwas undurchsichtige Mechanik zur Kleinbus-Türöffnung zu betätigen, belegte die gegrunzte Formel „Roteknopfrunterdrücken!“ immerhin, dass er doch des Sprechens mächtig war; und so war das eben auch eine Heimkehr nach Maß.

2 Kommentare

  1. Ist das ein Katzenhotel oder Malagas Katzenaristochratie?

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.