Hey teacher, don’t leave them kids alone

Von Lehrern wird einerseits im zunehmenden Maße verlangt, dass sie Rollen und Aufgaben der Eltern übernehmen, andererseits sollen sie die jüngere Generation fit machen für die (so zumindest in der Breite wahrgenommenen) Anforderungen von Markt und Globalisierung. Das ist ein unlösbarer Konflikt, woran viele Lehrer scheitern. Ergebnis: Das Prestige des Lehrerberufs ist nicht das Beste. Dessen Bild wird heute geprägt von jenen Fällen, die frustriert sind, desillusioniert, die möglicherweise tatsächlich ihre Profession verfehlt haben.

Dabei gibt es auch genug andere Beispiele für Menschen dieses Berufsstandes, so wie dieses.

[via rb@fb]

Prison Break

Faszinierender Artikel über ein Gefängnis in Norwegen, in dem der Knast eine Insel, die Gefangenen keine Insassen, sondern Bewohner sind, der Resozialisierungsgedanke das Credo der Anstalt ist. Es gibt kaum Wachen, kaum Bewegungseinschränkungen und maximale Selbstorganisation. Nur 16 % der „Insassen“ werden rückfällig – so wenig wie nirgendwo sonst.

Ich finde, dass man solche Modelle auch bei uns ausprobieren sollte; allein politisch durchsetzbar wird das niemals sein – egal, wie niedrig die Rückfallquoten der Gefangenen sind.

Kingslayer mit Wurstdurst

Eine gute Salami, an der hat man bekanntermaßen was. Das findet auch dieser Knabe, den der Game of Thrones-Gucker als Jaime Lannister kennt. In diesem kuriosen Werbespot aus den Neunzigerjahren musste dessen Darsteller Nicolaj Coster-Waldau, nun ja, Schulden der unangenehmeren Art zurückzahlen. Wie gut, dass es Wurstgedanken gibt, die einen zu übermenschlichen Taten der Selbstrettung befähigen. Weiterlesen →

2 Guys, 1 Tower

Auch die meisten derjenigen, die schwindelfrei sind, müssen zugeben „dieses Kribbeln im Bauch“ (Pe Werner) zu empfinden, wenn man aus großer Höhe auf den Erdboden schaut. Nein, ich stürze mich da jetzt nicht runter, aber auf eine angenehme Art gruselig zu wissen, dass ich es könnte. Man sollte meinen, dass so ein Computerbildschirm als Trennwand zwischen Tiefe und Realität ausreichend wirksam wäre, um jenes Mulmigkeitsgefühl grundsätzlich zu unterbinden. Aber: Das Video hier ist maximalimmersiv, und damit nur jenen zu empfehlen, die wirklich nicht schwindelfrei sind. Kippste noch vom Stuhl sonst.

[via]

Apple-Bashing

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Gerade wird in der Technologiegerüchteküche diskutiert, ob es in der nächsten Version von iOS die Möglichkeit geben wird, seine Videos bei Vimeo, seine Bilder bei Flickr hochzuladen.

Die eigentliche Nachricht hier ist nach meiner Lesart gar nicht mal, ob und wie Apple die Funktionalität seines Mobil-OS erweitert, sondern dass sie es auch in iOS 7 nicht hinbekommen (wollen), eine offene Schnittstelle zu integrieren, über die man Daten, also Text-, Bild- und Videoinformationen weiterteilen kann. Das Argument, Apple wolle seine Nutzer nur davor bewahren versehentlich Blödsinn zu verzapfen, ist hier natürlich Unsinn, denn Restriktionen für die Zulassung von Apps gibt es im App Store genug, da könnte man ja auch noch ein „Kein Sharing mit [Porno-/illegalen/irgendwie anders bösen] Absichten“ als neuen erhobenen Zeigefinger einfügen.

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Do ut des

times-square

Ich gebe zu, das Surfen im Netz mit einem Werbeblocker ist bequem. Habe ich früher auch gemacht. Heute arbeite ich in der Internetbranche und verdiene mein Geld damit, dass es Online-Werbung gibt. Dass sich Menschen Werbung ansehen und auf diese klicken. Zumindest, dass sie diese nicht blockieren.

Um „verdiene mein Geld“ genauer zu umreißen: Nein, ich arbeite nicht in einer SEO-Klitsche, die für Sechseurodiestunde Nonsens-Texte ins Netz pumpt und Suchmaschinen verstopft. Ich habe 2011 mit drei Freunden eine Firma gegründet. Wir haben mit viel Herzblut eine Webseite aufgebaut, mit der Vorstellung irgendwann davon leben zu können. So mancher hat unseren Traum für naiv erklärt, wir haben es trotzdem getan.

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BVG-Ärger und WLAN

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In den letzten Wochen wird auf den Linien der Berliner Verkehrsbetriebe wieder häufiger kontrolliert. Neulich ging ich den Ballonjackenhäschern auch mal wieder in die Fänge. Gegenüber meiner guten und tatsächlich der Wahrheit entsprechenden Angabe, warum ich ohne Ticket fuhr (Lange Geschichte zusammengerafft: hatte mein übertragbares Monatsticket der Frau am Vortag übertragen, aber leider vergessen, es mir zurückzuholen) zeigte man sich unnachgiebig und gab mit illiterat-berlinernd zu verstehen, dass ich „denn beim nächstn Mal ehmd bessa dran denkn“ müsse. 40 Euro weg. Doof gelaufen, selber schuld, die machen ja auch nur ihren Job, wischte ich meinen Ärger fort.

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