Sparwitze, über die ich nicht lachen kann

merkel

Ein Kind reicher Eltern ist diesem Staat bis zu 25.200 Euro wert. Ein Sprössling von Hartz IV-Empfängern ist hingegen wertlos, so besagt es das heute vorgestellte Sparpaket der Nebelregierung Merkel-Westerwelle. Ich verstehe es nicht, dass jemand mit einem Monatseinkommen von 2.700 Euro und einem möglicherweise arbeitenden Partner 1.800 Euro des ohnehin unsozial verteilten Elterngelds für die ersten 14 Monate im Leben des ach so dringend benötigten Nachwuchses bekommt, während ein ALG II-Empfänger-Kind hingegen zukünftig komplett leer ausgeht.

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Das mit dem iPad wird nix (mir ist keine bessere Überschrift eingefallen)

ipad-userBißchen spät, aber das will ich mal noch in die Welt pusten: Ich schreibe ja für mehrere Onlinemagazine, die sich für Technik und neueste Gerätschaften interessieren. So weit, so öd’. Nun sehe ich im beruflichen Kontext mit angemessener Besorgnis, dass gerade etliche Hersteller Tablet-Rechner zusammenstellen und hochrüsten, um dem iPad Konkurrenz zu machen. Da werden Milionen begraben. Es handelt sich dabei, und da hebe ich mahnend-pathetisch den Finger, um einen Fehler! Lasst uns doch mal den Karpfen mit Rama bestreichen: Das wird nix.

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Der Wartezeit ein Schnippchen schlagen

much am phoneBasti erwartet gerade ein neues Telefon, das ihm per Post zugestellt werden soll. Ich nehme an, er wartet noch und hat es heute nicht bekommen, sonst hätte er nämlich Facebook und Co. schon mit sinnlosen Fotos zugemüllt. So würde ich es zumindest tun, wenn ich ein neues Telefon bekäme, was ich hoffentlich demnächst auch tue, worauf ich mich aber nicht freue. Warum denn dies? fragt sich da der Uneingeweihte. Lasst mich also kurz mein unbedachtes Erläuterungs-Potpourri darreichen.

Es war so: Heute unterhielten Basti und ich uns in einem Chatprogramm über dieses ganze Handywarten, Fokus auf die Vorfreude. Wirste ja kirre bei, wenn du das Ding im Internet bestellst und jeden Tag dem Klingeln des Postmanns harrst. Kann meinetwegen auch ‘ne Frau sein. Jedenfalls hatte ich dann einen Gedanken, den ich so passabel fand, dass ihn hier niederschreiben möchte, nämlich den, dass je weniger man sich auf das anzuliefernde Ding freut, desto eher es kommt. Die Anlieferungszeit t in Tagen verläuft also, so besagt meine Theorie, linear zur Vorfreude v in Dezihibbel. In eine knackige Formel gegossen:

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KI/Stephanie

Als der Berliner Rundfunk direkt nach “Life is Life” noch den anderen fussballstadionkompatiblen Gassenhauer, nämlich “We will rock you”, in die Welt schmoss, war man kurz geneigt zu vergessen, dass die Playlist vom Computer-gestützen Zufallsverfahren aus einem Pool von etwa einhundertfünfzig Tracks generiert ward. Die Chance für diese Kombination hatte eins zu einhundertneunundvierzig gestanden. Konnte das noch ein Zufall sein?

Egal. Ich wusste übrigens gar nicht, dass Prinzessin Stephanie von Monaco neben dem irgendwie ja dann doch coolen Irresistible noch Lieder hatte. Hatte sie aber, nämlich viele. Die gucken wir uns hier auf den Abend gerade auf YouTube an (“Mach mal Young ones everyone an, mann!”), und eins ist scheeler als das an. Die Kommentare meiner Liebsten (“Ich habe keinen Respekt mehr vor dem Adel”) heben diese Qual allerdings in den erträglichen bis albern-zotigen Bereich. Völlig umkommentiert kann man das Video zu “Flash”, sozusagen das Flash-Video, der monegassischen Kurfürstin betrachten, um sich währenddessen das eine oder andere Schmunzeln wegen der Frisuren, des merkwürdigen Texts, der Band, der kabellosen Instrumente, der komischen Musketier-Zwischenbilder usw. nicht verkneifen zu können/wollen:

Ein sehr schlimmes Detail am Rande sei hier noch verewigkeitet. Genau sowas, wie das was da in dem Video herumscharwenzelt, kommt kleidungstechnisch gerade wieder in Mode. Mark my words: Ab Herbst sieht man in Berlin-Mitte Schulterpolster.

Worüber ich mir neulich mal Gedanken machte

Der Italiener hat’s gut, der kann seinen Patriotismus bereits beim Essen kultivieren. Die typisch italienische Mahlkombi Tomaten-Mozarella-Basilikum verströmt nämlich bereits qua Farbwahl südländisches Flair, denn diese Eintünchung entspricht natürlich der italienischen Landesfahne. Ebenso ist’s beim Spanier, der, ein bisschen Fantasie vorausgesetz, eine rot-gelbe Paella in sich hineinschiebt. Als US-Amerikaner hat man prinzipiell Zugriff auf jede Farbe, wenn man isst, und man isst ja viel als US-Bürger, wenn man deren Leumund Kredibilität zuspricht. Ein Menü sich vorzustellen aus roten Marshmallows, Mayonnaise und – äh, – blauer Fanta liegt nicht so weit, wie mancher Transatlantiker im Politikressort großer deutscher Wochenpublikationen behaupten täte. Nun frage ich aber: In welchem typisch deutschen Gericht finden sich die Landesfarben wieder, auf dass man dem Wir-sind-wieder-wer, das da in ein paar Wochen garantiert im Feuilleton kolportiert wird, auch lukullisch Rechnung tragen kann? Verbrannte Bratwurst mit Ketchup und Senf, schlage ich vor. Guten Appetit, Schland.