Sitcom ohne Konservenlachen

jesichtIch mag Sitcoms eigentlich nicht. Okay, How I Met Your Mother ist eine Ausnahme. Aber so im großen und ganzen sind mir Aldi US-Klamaukstaffetten suspekt. Ein Grund ist sicher dieses ständige Hintergrundgeblöke vom Band, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob der Sinn darin besteht, selbst den etwas auf den Kopf gefallenen anzuzeigen: Achtung, witzig, jetzt lachen oder eher die Szenerie künstlich aufzupeppen, weil Lachen ja schließlich sicher ansteckend ist, so wie Gähnen, selbst bei unlustigen Scherzen. Der Durchschnittsfernsehgucker, der denkt ja auch nicht viel beim Glotzegucken, ich weiß das von mir, da wirkt das subkutan sicher ganz gut, wenn da schon ein Fakepublikum sitzt, das einem das Sinnieren ob und wenn ja wie lustig eine Szene ist, abnimmt. Letztens bin ich bei YouTube auf ein paar Ausschnitte aus Sitcoms gestoßen, bei dem die Konservenlachen mit Mitteln modernster Technologien entfernt wurden. Am beeindruckendsten fand ich das bei “Big Bang Theory”, einer Sendung, die ich noch nie gesehen habe, es aber wahrscheinlich auch nicht tun werde.

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Das eiserne Kreuz mit dem inneren Reichsparteitag

Ich kannte die Redewendung nicht. Vielleicht kann sich der eine oder andere, der sich beim Stefan Niggemeier in den Kommentaren jetzt über die billige Empörungsrhetorik in “den Medien” aufregt, mal drüber nachdenken, wie es ist, unverhofft und unfamiliär mit diesem Idiom, ausgerechnet bei einer Fußballübertragung zum ersten mal mit ihm konfrontiert zu werden. Ich zumindest habe aufgehorcht, mich gewundert, und – ja – auch ein wenig empört.

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Sparwitze, über die ich nicht lachen kann

merkel

Ein Kind reicher Eltern ist diesem Staat bis zu 25.200 Euro wert. Ein Sprössling von Hartz IV-Empfängern ist hingegen wertlos, so besagt es das heute vorgestellte Sparpaket der Nebelregierung Merkel-Westerwelle. Ich verstehe es nicht, dass jemand mit einem Monatseinkommen von 2.700 Euro und einem möglicherweise arbeitenden Partner 1.800 Euro des ohnehin unsozial verteilten Elterngelds für die ersten 14 Monate im Leben des ach so dringend benötigten Nachwuchses bekommt, während ein ALG II-Empfänger-Kind hingegen zukünftig komplett leer ausgeht.

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Das mit dem iPad wird nix (mir ist keine bessere Überschrift eingefallen)

ipad-userBißchen spät, aber das will ich mal noch in die Welt pusten: Ich schreibe ja für mehrere Onlinemagazine, die sich für Technik und neueste Gerätschaften interessieren. So weit, so öd’. Nun sehe ich im beruflichen Kontext mit angemessener Besorgnis, dass gerade etliche Hersteller Tablet-Rechner zusammenstellen und hochrüsten, um dem iPad Konkurrenz zu machen. Da werden Milionen begraben. Es handelt sich dabei, und da hebe ich mahnend-pathetisch den Finger, um einen Fehler! Lasst uns doch mal den Karpfen mit Rama bestreichen: Das wird nix.

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Der Wartezeit ein Schnippchen schlagen

much am phoneBasti erwartet gerade ein neues Telefon, das ihm per Post zugestellt werden soll. Ich nehme an, er wartet noch und hat es heute nicht bekommen, sonst hätte er nämlich Facebook und Co. schon mit sinnlosen Fotos zugemüllt. So würde ich es zumindest tun, wenn ich ein neues Telefon bekäme, was ich hoffentlich demnächst auch tue, worauf ich mich aber nicht freue. Warum denn dies? fragt sich da der Uneingeweihte. Lasst mich also kurz mein unbedachtes Erläuterungs-Potpourri darreichen.

Es war so: Heute unterhielten Basti und ich uns in einem Chatprogramm über dieses ganze Handywarten, Fokus auf die Vorfreude. Wirste ja kirre bei, wenn du das Ding im Internet bestellst und jeden Tag dem Klingeln des Postmanns harrst. Kann meinetwegen auch ‘ne Frau sein. Jedenfalls hatte ich dann einen Gedanken, den ich so passabel fand, dass ihn hier niederschreiben möchte, nämlich den, dass je weniger man sich auf das anzuliefernde Ding freut, desto eher es kommt. Die Anlieferungszeit t in Tagen verläuft also, so besagt meine Theorie, linear zur Vorfreude v in Dezihibbel. In eine knackige Formel gegossen:

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