meist manchmal, selten oft

Wirklich spitze war’s heute beim Grebe-Rainald. Wer Zeit hat und in Berlin weilt, kann ihn sich morgen auch noch anschauen, im Tipi. Hier Konserve:

YouTube ist eine stets verfügbare und und kostengünstige Alternative zur Mehretagendiskothek für den Sonnabendabend. Und was kommt da? Buffalax! Jemand, der sich merkwürdige Musikvideos aus aller Herren Länder krallt und mit Untertitel versieht, die zeigen, was er als englischsprechender Mensch versteht. Klingt kompliziert, ja, aber man kapiert das Konzept schnell beim Anschauen. Und holla, was sind da für Zoten drin! Ernsthaft, mir fallen die Bilder von der Wand, selbst nach dem zehnten Anschauen.


YouTube direkt: Normal | HiQ | Download (?)

Wer sich fragt, wie nah die Untertitel am Original sind, kann sich ja mal die “buffalaxed”-Versionen von Moskau (Dschinghis Kahn) oder Marmor, Stein und Eisen bricht (Drafi Deutscher) antun und dabei die Untertitel mit dem Echttext vergleichen. Der Hit ist und bleibt aber Benny Lava mit immerhin gut 13 Millionen Aufrufen, das zeigen auch die Verhohnepiepelungen, die von der Original-Verhohnepiepelung mittlerweile existieren. Am lässigsten finde ich dabei den juten David Choi.


YouTube direkt: Normal | HiQ | Download (?)

So ähnlich hüpfe ich zu “Benny Lava” auch durch den Raum.

So kann’s gehen: Noch vor zwei Jahren ein unbeachtetes Mauerblümchen im Rossmann am Ostbahnhof, drittes Regal rechts, zweitunterste Reihe, von mir entdeckt und rein in die Kamera, von dort zu Flickr und in dieses Blog, danach irgendwie von hier nach da, einmal quervertikal-schräghorizontal durchs Internet, um schließlich vorgestern auf der wirklich tollen englischsprachigen Witzseite Cracked.com zu landen: Die Ideenwelt-Trockenhaube.

Es gäbe Längen drin, hat man mir gesagt. Egal. Hier mal wieder etwas aus dem Prosakeller, verfasst für unseren quietschfidelen Literaturzirkel. Ja genau.

Bananen. Nichts sonst.
Bild: arte_molto_brutta_2 (cc)

Herr Schlonzendorff betrat das Wartezimmer. Die Poster an der Wand zeigten diverse Ausprägungen gängiger Hautkrankheiten, wie er irritiert zur Kenntnis nahm. Dies musste wohl dem morbiden Humor des Herrn Doktor geschuldet sein. Jemand, der Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten war, musste schließlich einen morbiden Humor haben. Oder geistesgestört sein.

Das Wartezimmer war voll mit abblätternden Gestalten, zumeist bereits optisch als verrentet klassifizierbar. Her Schlonzendorff seufzte, meldete sein Eintreffen bei der Schwester und setzte sich. Warten. “Herr Schlonzendorff – bitte Kabine 4!” Die Wartezimmerkraft hatte eine Art, das R im Wort “Herr” zu rollen, es war eine Pracht. “Sicher wegen der Gewöhnung”, dachte er, griff sich zwischen die Beine, nahm den dort stehenden Rucksack aus Nappaleder und machte sich auf den Weg in besagte Kabine 4.

«Ende eines Straßenbahnfahrers» weiterlesen

<a href="http://nerdkern.de/track/guter-text">Guter Text by Nerdkern</a>

Das Lied steht unter einer CC-Lizenz. Und… Genau, guter Text.

Nerd Fight
Bild: Mild Mannered (cc)

Die beste Zusammenfassung liefert El Reg:

Zwei passiv-aggressive Nerds, jeder davon in seinem eigenen Interesse agierend, gerieten in eine Blogkeilerei. Der einzige Kollateralschaden, der dabei entstanden ist, sind ein paar Tausend Nachrichten auf Twitter und eine Handvoll orthodoxer Firefox-Nutzer, die feierlich gelobten, entweder die eine oder die andere Erweiterung zu deinstallieren — im sicheren Glauben, sie hätten einen Standpunkt zu einem wichtigen Thema eingenommen.

(…)

Der wahre Grund dieser Meinungsverschiedenheit ist etwas, das ich “Nerd-Grundsätze” nenne. Nerd-Grundsätze sind Richtlinien, die nur ausgelöst werden können durch ein Stück Programmcode, öffentliche Standards oder Nutzungsbedingungen. Ein Beispiel: Ganz gewiss wird Sie nie ein Polizist auf den Boden werfen und Sie mit seinem Freund, dem Elektroschocker, bekannt machen, nur weil Sie eine Website crawlen lassen und dabei die robots.txt missachten.

Ein wunderschöner Text. So etwas auch mal zum Nahostkonflikt, bitte. [Englische Version]

Unsere Öffnungszeiten

Wundervoll. Gefunden beim Atari-Frosch.

sneeze
Bild: Nick Holliday (cc)

Und jetzt stellen wir uns bitte mal alle vor, was passiert, wenn die Schweinegrippe einen Status erreicht, bei dem die Ansteckung von Mensch zu Mensch normal ist, Millionen Menschen sich infizieren und die Anzehl der Toten nicht mehr einzeln gemessen sondern in Tausenden angegeben wird. Pandemische Panik? Atemmasken allerorten? Quarantänezonen in Großstädten und Seuchenbekämpfungsteams in Ganzkörperkondomen?

Die Influenza, also die Otto-Normal-Grippe, fordert nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts jährlich 5.000 bis 15.000 Tote in Deutschland und das interessiert, Verzeihung für die alberne Assoziation, kein Schwein. Wenn wir uns also bitteschön alle mal etwas beruhigen könnten?

Ursula von der Leyen

Und Du auch.

Frau von der Leyen erläutert, wes Geistes Kind diejenigen Spießgesellen unter uns sind, die die technisch ausgefuchsten Maßnahmen zum Filtern von Internetseiten zu umgehen imstande sind.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

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Okay, mal ganz abgesehen davon, dass es eine etwas merkwürdige Aussage ist, dass 20 Prozent der Internetnutzer “zum Teil schwer pädokriminell” sein sollen, gibt unsere werte Familienministerin hier doch im Grunde unumwunden zu, dass die Website-Filterung überhaupt keinen Sinn hat. Denn wenn jemand schon seit Jahren in diesem “widerwärtigen Geschäft” aktiv ist und ohne Probleme trotzdem die gewissen Webseiten aufrufen kann — was soll dann diese Sperrmaßnahme überhaupt bezwecken? Den Otto-Normal-User schützen? Ein solcher wird wohl kaum durch Zufall auf einer Seite mit kinderpornographischen Inhalten landen. [Update:] Das gesamte Interview gibt es übrigens bei Radio Eins.

Whatever… da es nicht unsexy ist, auf der dunklen Seite der Macht zu stehen, hier noch eine Anleitung, dies zu erreichen:


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[Interview-Snippet via Netzpolitik auf Twitter]

Team Fortress 2 ist neben Lohn, Brot und Doppelplusunlust Hauptgrund für meine Abstinenz in Sachen Bloggen momentan. Auf die Gefahr hin, dass es die wenigsten interessiert, hier ein paar Impressionen aus diesem phänomenalen FPS (dt.: Killerspiel), das einen so verdammt herrlichen Stil, Spielwitz und hintergründigen Humor besitzt, dass ich seit Monaten daran hängenbleibe, bei jedem vorbeifahrenden Teltow-Fläminger Auto in Verzückung gerate und sogar GTA IV zeitweise im Boden der Zeitverschwendungsoptionen verscharrt halte.

Tipp: Lest auch das tolle TF2-zentrierte Weblog ubercharged.net.

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