A Tale from the Mac Hell

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“Bleistift rulez! Bleistift rulez!”

“Ich bleib beim Kugelschreiber.”

“Aber der schmiert doch immer ab.”

“Der Kuli ist dafür aber billiger. Und wenn er leer ist, kann ich einfach die Mine auswechseln.”

“Einen Bleistift musst Du nur anspitzen und er funktioniert einfach!”

“So schwer ist der Kuli auch nicht zu verwenden. Ich drück einfach nur auf’n Knopf und dann kann ich damit schreiben.”

“Ich will gar nicht schrieben, ich will ja zeichnen.”

“Kruzitürken, warum machst Du mich dann an?”

“Weil: Bleistift rulez!”

Normale Konsumartikel als Identitätsstifter finde ich albern. Bei Arbeitsgeräten wird’s dann aber absurd. Und doch… (die Kommentare!)
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Irgentwie komishce DVD-Cover

Manchmal ist einem einfach langweilig. Zum Beispiel früher im Schulunterricht, da hat man dann die Tische bemalt. Es gibt auch Bundestagssitzungen, die so öde Dinge wie Optimierungen der Hartz IV-Gesetzgebungen besprechen. Nur zu verständlich, dass man da lieber Panini-Bilder tauscht.

Wenn man in einer Videothek arbeitet, die recht klein ist, hat man auch manchmal Langeweile – gerade im Sommer. Kaum ein Kunde wagt sich – weiß wer warum – bei brütender Bräsigkeit in die heiligen Hallen des visuellen Wohlfühlens. Irgendwann kommt der Moment, da jede Tageszeitung gelesen und jede mitgebrachte Speise verschlungen ist. Dann beginnt man, die Ware genauer zu betrachten, die man da Tag für Tag an den Mann bringt…

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Freitag der 13. - Teil VIII - Todesfalle ManhattanDiese DVD-Hülle hier zum Beispiel. Die wohl bekannteste Horrorfilmreihe aller Zeiten trägt im Titel den Namen des bekanntesten Stadtteils der bekanntesten Stadt der Welt. Und schreibt ihn falsch. “Manhatten” bitte hinten mit “a”. Vielleicht war der Layouter ja gerade in Gedanken?

“… Ich könnte jetzt an der Costa Brava Würstchen grillen und müsste nicht das Coverbildchen für den Relaunch des dämlichen achten Sequels einer mit den Jahren qualitativ immer mieser gewordenen B-Horror-Reihe zusammenschludern. Ich bin so ausgebrannt. Fühle mich, als ob ich in die Arme Gevatter Todes falle. Mann – hätten die mir doch bloß diese Woche frei gegeben!”

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Frankenfish DVD-Cover

“Frankenfish” habe ich tatsächlich mal gesehen. Naja, zumindest zur Hälfte. Der Name und die Covergestaltung sagen an sich schon genug über den Film aus. Und man wird nicht enttäuscht: Hölzerne Darsteller, missratene Dialoge, die Handlung ein müder Weißer Hai-Abklatsch und Spezialeffekte auf dem Niveau von “Mann fällt ins Wasser” -> “Wasser färbt sich rot”. Eine super Komödie also.

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Reine Chefsache DVD-Cover

“Reine Chefsache” ist einer dieser Filme, die man unbedingt mal sehen möchte – gesetzt, der hypothetische Fall träte ein, man würde vor die Wahl zwischen einer Beinamputation und dem Schauen dieses Films gestellt. Das Cover ist ein unmissverständlicher Beweis dafür, was mit Photoshop heutzutage alles möglich ist. Zum Beispiel Menschen so natürlich aussehen zu lassen, als seien sie gerade aus Lehm geformt worden. Lediglich am Pantene-Pro-V gestählten Haar der Dame links ist erkennbar, dass in dieser Bildmontage irgendwas mit den Lichtquellen nicht stimmen kann.

Wenn die Künstlichkeit des Bildes wenigstens konsequent durchgehalten worden wäre! Dann wäre vielleicht eine Bewertung als Kunst im Sinne von “Kunst”, nicht von “künstlich” drin gewesen. Leider aber ist Dennis Quaids Gesicht rechts wie gehabt so zerfurcht wie eine dieser, stets seltsam deplatziert wirkenden, urbanen Kunstskipisten. Apropos deplatziert: Der Praktikant in der Mediendesignschmiede möge sich doch zumindest mal vom Azubi erklären lassen, wer von den dreien Scarlett, wer Dennis und wer Topher ist. Die Anordnung der Namen, die über den Köpfen stehen, verwirrt vermutlich nämlich nicht nur mich.

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DVD-Cover: Friday Night Lights

Ich weiß, da recycle ich hemmungslos. Aber der Spruch rechts oben ist einfach zu toll.
Ghettoromantik plus Leistungsromantik plus Hollywood-Pathos gleich logischer Unsinn.

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house-of-dead

Mein heimlicher Favorit allerdings ist der brandneue Gruselschocker “HoD”. Nicht nur, dass die unter Beibehaltung grammatikalischer und orthographischer Fehler korrekt übersetzte Aufschrift “Haus von Toten – Sie Kämpfen für Leben” lautet. Nein, es ist auch das Design mit dem verloren geglaubten dritten Wildecker Herzbuben im Vordergrund, der das Messer ableckt, mit dem er kurz zuvor noch Blutwurst in Scheiben geschnitten hat, welches das Herz des Videothekars vor Freude hüpfen lässt. Auch der im Hintergrund geschickt platzierte Totenkopf im Pagodengebäude zeugt davon, wie sinnvoll Multimedia-Umschulungen als ABM für ehemalige Bergarbeiter sind: Kaum.

Situationskomik

Wir sind auf dem Weg zum Stammspäti, um Bier für den Abend und Wasser für die Nacht zu erstehen. Man passiert eine Wohnung, durch dessen offenes Fenster eine Deckenvertäfelung erkennbar ist.

Sie: “Deckenvertäfelungen sind scheußlich.”

Ich: “Die haben aber eine stark isolierende Wirkung.”

Sie: “Weil die Freunde dann ausbleiben, die einen sonst besuchen würden?”

Mutti, Vati, ich muss euch was sagen…

Ich bin deutsch.

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Wo wir gerade beim Thema sind, ein Nachwurf auf den von den Medien angefeuerten Neopatriotissimus bei der WM sei gestattet:

Das Verhalten der Fans ist ein bedeutender Maßstab für die Selbstaufgabe des Menschen. Je wertloser das Individuum sich fühlt, desto mehr sucht es Anlehnung an den Erfolg eines ihm äußeren Objektes: der Firma, des Vereins oder der Nation. Dieser Schritt geht mit der eigenen Objektwerdung einher. Deshalb wird Nationalismus immer nur so »unbefangen« sein wie der Ententanz bei »Haxenwilli« auf Mallorca.

Je »unbefangener«, desto bedrohlicher wird die Lage für den, der nicht mitspielt. Alle sollen mitmachen, weil die Masse ihre Verblödung ahnt und sich von dem, der nicht mitmacht, beobachtet fühlt. Das löst einen schmerzhaften Reflex aus, der nur ruhig zu stellen ist, wenn der Abweichler mitmacht oder nicht mehr existiert. Abweichung vom Konsens, vom stumpfen, an den Sieg gekoppelten Frohsinn, wird als Sabotage oder Intrige empfunden. Nun sind 95 Prozent stolz auf Deutschland. Die Passanten im Hamburger Schanzenviertel klatschten Beifall, als achtjährige Mädchen aufmarschierten, als seien sie vom »Bund Deutscher Mädel«, und sangen: »Die Nation steht hinter euch!«

Aus dem fantastischen Artikel Voodoo in Schwarz-Rot-Gold, Jungle World 28/2006

Links gegen die Hitze (#4)

Links

Falls sich wer wundert: Es erscheinen im Zitronengras-Blog derzeit nicht allzu viele, und wenn, dann nicht allzu geistreiche Einträge, weil es heiß ist. Genauer: Um kurz vor 8 herrschten heute früh kurz vor 30°C. Deswegen, hier erneut, eine Abspeisung mit Null-, da Meta-content. Aber vielleicht ist’s ja trotzdem gut.

  • Dass der Spiegel in meinen Augen das ranzigste Wurstblatt der westlichen Hemisphäre ist, habe ich an diesem Orte schon mehrfach betont (1, 2, 3). Deswegen freut mich auch, den Eindruck zu haben, dass sich anderswo die Kritik mehrt. Da sind z.B. die Geistesverwandten von F!XMBR, die zu Recht feststellen, dass der Spiegel in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch den Ruf einer linken Postille genießt. Absurd, wenn man sich die neuesten Absonderungen von Gabor Steingart reinzwingt. Muss man aber gar nicht unbedingt.

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DER SPIEGEL: v.l.?

  • SPIEGELkritik.de, als Watchblog gegründet, hat indes mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Nicht, dass es ihnen an Qualität mangelte, wie von vielen aufgeschnappt und weiterbehauptet wird. Auch BILDblog mag nicht das schlechteste Vorbild sein. Nein, es ist die jetzt.de-NeoCon-Elite, zum Beispiel der solipsistische siegstyle (den ich schon zu meiner Zeit auf jetzt.de gehasst habe), die nicht müde wird, zu betonen, wie überflüssig, sinnlos, Korinthen kackend und langweilig diese Seite gefunden werde – und das in gefühlten 746 Kommentaren pro Beitrag. Trollsoufflé, gähn.
  • Viel wichtiger allerdings: Wie das mit dem WC funktioniert. Hier eine Anleitung, wenngleich nur auf japanisch:

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  • “Das Leben als Dorsch kann schnell zu Ende gehn,
    die Meeresfrucht wird vor ihrem Schöpfer stehn´
    Auch meine Zeit wird kommen, ich bin schon ganz benommen,
    doch bis es soweit ist, ess ich Sushi”

    (Aus “Sushi”, gesungen von Mario Andrich, was sich aber anhört wie Rammstein und wirklich ein Börnersong ist, man kann es sich auf der Seite herunterladen, die durch einen Klick auf das Wort “Makrele” im nächsten Satz erreichbar ist)
    Makrele.
    (oder direkt anhören?)

  • Das wirklich allerlustigste, was ich in letzter Zeit gehört habe, waren die letzten beiden Podcasts im BatzLog. Batz und Murmel latschen durch Tiergarten und Fanmeile und reden wirres, schwuppiges (p.c.?) Zeug. Mir fielen die Bilder von der Wand. (Alter Altonaer Alternativterminus für: Ich habe sehr gelacht.)
    Für die’s nicht besser wissen: Auf folgenden Seiten auf die blauen Pfeile klicken.
    Klick 1Klick 2
  • Lemmings! (in erstaunlichem DHTML)

Jetzt aber…

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Über Links zum Torerfolg (#3)

Links

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Ein Nachmittag unter Tieren

Gestern spontan mit der Liebsten und der großen, gelben Kühltasche im Tierpark Berlin gewesen. Fünf Stunden umherflaniert und trotzdem nicht alles gesehen. Ein wirklich schöner Nachmittag und sehr zu empfehlen.

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Virginia-Uhu (Groß?)

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Eine kleine Raubkatze, Name leider vergessen (Groß?)

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Schwarzschwanz-Präriehunde (Groß?)

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Ein Vogel (Groß?)

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Politiker im Bundestag Schweine, chillend (Groß?)

Alle Tierparkfotos bei Flickr.