Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Die bislang größte Razzia gegen Benutzer des eD2K-Netzwerkes hat heute morgen stattgefunden. Die Schlagzeilen in der etablierten Presse sind natürlich ein Schlag ins Gesicht für alle, die legales Filesharing betreiben und tragen gut dazu bei, Filesharing weiter als grundsätzlich illegale Grauzone des Internets zu stigmatisieren.
Am besten informiert ist mal wieder gulli.com. Dort und bei heise kann man die Entwicklungen vermutlich am besten weiter verfolgen.
Betroffene sollten sich bei netzpolitik.org melden.
Ansonsten: Ich habe vernommen, dass ein gewisser Schutz gegen Download-”Spionage” von guten eMule-Mods wie Xtreme und ScarAngel ausgeht, die die aktuellste Version der Dynamic Leecher Protection und der IPfilter.dat (etwa wöchentlich in eMules Config-Verzeichnis speichern) haben. Dazu kann man auch noch PeerGuardian installieren.
Die ganz Paranoiden können dazu noch, etwa mit Sentry, Teile der Festplatte per Passwort sichern (selbst nicht getestet).
Trotz allem gilt: Endgültige Sicherheit vor Strafverfolgung bringt das alles nicht.
//edit:
Bitte auch lesen: F!XMBR zum Thema
[UPDATE:]
Heise weist darauf hin, dass die IP-Adressen der geschnappten Dateitauscher (“Diebe”, “Piraten”) von einem Server stammten, der mit einer dafür entwickelten Software die angebotenen Dateien mitloggte.
eMule läuft übrigens auch sehr gut ohne Serververbindung. Die Quellen bekommt man fast genauso schnall dank des dezentralen KAD-Netzes und Quellenaustausch.
Optionen -> Verbindung -> Häkchen bei “eD2K” weg
Es dürfte schwierig für die IFPI werden, zu beweisen, dass der Inhalt der Dateien tatsächlich dem Dateinamen entspricht. Im eD2K-Netz sind Datei (Hash) und Dateiname nämlich grundsätzlich voneinander getrennte Informationen.
Ein Beispiel:
So könnte man über die eD2K-Suche vielleicht etwa eine Datei finden, die den Namen “Geiles_neues_Album_von_dieser_finnischen_Rockband_da.rar” trägt, in Wirklichkeit aber das Urlaubsvideo der Familie Müller auf den Kanaren als DivX-AVI ist*.
Warum sollte das Urlaubsvideo von jemandem umbenannt worden sein? Nun, vielleicht wollte Familie Müller einfach nicht, dass jemand Fremdes das Video sieht, der auf’s Geratewohl nach “Urlaubsvideo” sucht. Darum haben sie Dateinamen und -endung einfach geändert und den eD2K-Link mit dem falschen Namen an Freunde und Verwandte geschickt und zusätzlich den echten Dateinamen per Mail – mit dem Hinweis, dass die Datei erst nach dem Herausnehmen aus dem Share zurück-benannt werden sollen. Soll’s geben.
Mir ist so etwas mal in negativer Hinsicht passiert: Ich wollte ein Video eines deutschen Komödianten herunterladen und habe versehentlich einen Kinderporno erwischt. Hab’s natürlich sofort gelöscht – aber hätte jemand diese Datei mitgeloggt, wäre ich vielleicht drangewesen (hab’s aber auch gemeldet).
Die IFPI müsste jetzt also alle Dateien selbst erst mal herunterladen und sichten (die liegen nämlich nicht auf den Servern), eh sie verifizieren kann, was da eigentlich wirklich drin ist. Denn: In dubio pro reo.
[2. UPDATE:]
Von vertraulicher Seite ist mir zugetragen worden, dass es sich bei dem Server der IFPI sehr wahrscheinlich um folgenden gehandelt hat:
Elite : dark-force-elite.org
IP:85.25.134.173, Port:4661
Zur Sicherheit sollte man aber am besten gleich alle deutschen Server aus der Serverliste löschen. Damit die nicht wieder hinzugefügt werden:
Unter Optionen -> Server ->
- “Serverliste beim Programmstart aktualisieren”
- “Server-Adressen vom verbundenen Server…” und
- “… von verbundenen Clients beziehen”
aus.
Wenn man wirklich nicht auf den Server-Connect verzichten will, kann man ein paar gute auch per Hand hinzufügen: Als sicher gelten nach wie vor z.B. die Donkey Server 1 und 2. Hier kann man sie direkt via eD2K-Link in eMules Serverliste eintragen.
In eMule gibt es die Einstellung, dass jeder die angebotenen Dateien sehen kann. Diese sollte man grundsätzlich unter Optionen -> Dateien -> “Freigaben sichtbar für:” auf “Niemanden” stellen.
Und noch was: Das Anbieten von 8000 MP3-Dateien via eMule ist nicht nur in rechtlicher Hinsicht fahrlässig, sondern auch technisch blöd. Dabei wird unnötiger Overhead erzeugt und viele Server weigern sich eh, so viele Daten zu indizieren. eMule ist eine Tauschbörse, die auf größere Dateien ausgerichtet ist, weswegen in Puncto Musik sowieso eher ganze Alben in Archivformaten getauscht werden.
[3. UPDATE:]
(Beim nächsten Mal mach ich einen neuen Artikel auf – versprochen
Höchst interessant: golem.de interviewt einen Anwalt, der auf Schadensersatzansprüche der Industrie spezialisiert ist. Auch er sieht die Musikindustrie in der Beweispflicht und erklärt, dass einzelne Dateien keine ausreichender Beleg für eine Copyrightverletzung aller angebotenen Daten sind, von denen schließlich nur der Dateiname bekannt ist.
[4. UPDATE:]
(Ich hau’s doch noch mal hier rein)
Falls hier ein falscher Eindruck entstanden ist:
Niemand ist sicher, geloggt zu werden und Post vom Staatsanwalt zu bekommen. Man kann aber gewisse Maßnahmen ergreifen, um die Risiken zu verringern.
Aber auch folgendes möchte ich unterstreichen:
Paranoia sind unbegründet. Noch geht man in der Masse der Filesharer, auch der deutschen, unter.
Und noch eine Klarstellung: Bevor ich die vermutete IP des Servers aus Hürth wusste, stand sie schon im offiziellen eMule-Board.
* Das ist übrigens auch der Grund, warum im eD2K-Netz so viele Fake-Dateien unterwegs sind.Eben bei Technorati auf der Startseite entdeckt: Wil Wheaton empfiehlt sein eigenes und andere Blogs.
Wer ist denn Wil Wheaton? Na, Wesley Crusher, man! Die vermutlich meistgehasste Figur in Star Trek – The Next Generation. Komisch, habe gerade wieder angefangen, TNG zu schauen.
Aber was der gute schreibt, hat wirklich Fuß und Hand (äh).
Ja, nett! Hat Thommi Orner auch ein Blog? Ich glaub ja nicht.
Vor Jahren traf ich mich jedes Wochenede mit meinem Kumpel B. Er war einer der ersten, die ich kannte, die vom Amiga 500 auf den PC umsattelten. Nach Gianna Sisters und Rick Dangerous kamen also plötzlich Spiele wie Worms oder Sim City in unser Leben* und auf die 500 MB-Platte seine 386ers.
Zu dieser Zeit gab es in unserem Leben zwar noch kein Internet, aber dafür Shareware-CDs am Zeitungskiosk. Auf denen tummelte sich so manche Perle, aber auch ziemlich viel Müll.
So kam es, dass wir das Spiel Bananoid von 1990 auf der Romware Games Vol. I entdeckten. Das Spiel war ein Breakout-Klon und in dem Sinne selbst erklärend. Trotzdem war eine Readme-Datei beigelegt, auf Englisch und auf Deutsch. Die deutsche Version war eine direkte Übersetzung aus dem Englischen. Eine Maschinenübersetzung!
Was soll ich sagen – Diese Datei begleitete mich mehr als zehn Jahre. Liebeskummer, pubertäres Aufbegehren, nix zu Essen im Haus… Wann immer es mir schlecht ging, öffnete ich diese Readme Datei und konnte fortan wieder lächeln.
Bananoid – Tätigkeit benötigt
1) a Maus & Treiber installiert
2) a VGA Karte mit 256K
3) vorgeschlagen 10MHZ+ 80286 Maschine
Bananoid ist a breakout-Stil Spiel mit hoch (360 x 240) Auflösung MCGA Grafiken, eine oversized (544 x 240) spielen Feld und Maus-nur kontrollieren benutzend Seite-flipping für the Bildschirm kontrollieren. The fallend Blöcke Resultat in unterscheidend paddle Effekte, meist gut – eine schlecht. ich kennen Wir’neu- alle a klein Müde von Wand-Block-paddle-Pille Spiele, aber the Idee war einfach — the Grafiken Treiber waren was interessiert mir. The Geschwindigkeit ist kontrolliert von senkrecht zurückverfolgend, so an a Maschine langsamer als a 12MHZ 286 the Spiel mag erscheinen faul. O gut… aber an a schneller Maschine, the Spiel arbeitet at zunächst 60 Rahmen pro zweite. Dort ist nur Daten für sieben Stufen. das’s genug zu demonstrieren MCGA wie a funktionsfähig Spiel Modus an VGA Karten.
The right Maus Knopf advances Sie a Ebene (wenn Sie
geschehen zu sein bored mit the eine Sie’neu- an), und the linke Knopf ist benutzt für alle Ball-Ausgabe und missles-fires.
fallend Block Farbe Wirkung
grau – klein paddle
rot – lasers
Grün – “klebrig” paddle
hell blau – langsam Spiel
gelb – frei Leben
blau – doppelt paddle
Purple – nächstes Ebene
Bitte verstehen, Dieses war nur a wenig Tag Entwurf, so Dort sind mehr als a wenig “1.00″ type Fehler.
- Rechnung
für Diese von Sie mit a Paradies VGA Karte (nicht the Pro, aber the normal eine) und a Multi-Synch Monitor, versuchen the fulls.EXE.
Dieses gebraucht the 33MHZ (?) Punkt Uhr und reicht a Auflösung von approx. 600 * 480 mit 256 Farben. Dieses gebraucht meist alle 256K an the Karte zu Anzeige eine Bildschirme Wert von Information. Sie mag haben zu switch the overscan zu packen es alle an zu the Bildschirm at
einmal.
—————————— ENDE —————— R/Sch ——
Ich verstehe übrigens voll und ganz, dass der Name des Programmierers, Bill, in “Rechnung” übersetzt wurde. Schließlich war das ja nur a wenig Tag Entwurf.
* Ich weiss, Du Besserwisser – sowohl Worms als auch Sim City gab’s auch für den Amiga.
—–
Was ist eigentlich masochistischer? Sich die musikalischen Beiträge anzuschauen? Oder die Punktewertung?

Man erkennt sie ja meistens dann doch recht schnell. Es sind nämlich alle. Ich auch. Wir hausen zwischen lauter Individualisten, die sich in erster Linie deswegen individuell fühlen, weil sie ihr Gegenüber in seinen Bemühungen, individuell zu wirken, imitieren. Dabei aber die einfachsten Gedankenschritte nicht bereit sind zu unternehmen, weil man dabei ja erstmal das eigene Verhalten hinterfragen müsste. Relität gibt’s nicht in objektiv, sagen die Konstruktivisten. Die machen wir uns selber. Jeder für sich.
Was ich meine?
Die quasireligiöse Verehrung für iPods und andere Apple-Produkte. Ob des Designs gerät man dabei in Verzückung. Dabei findet man die Dinger potthässlich* (oder nichtssagend) und nur weil alle anderen sagen, man fände das schön, ist es eben schön. Man übersieht dabei gerne, da man mit dem Kauf der ach so hübsch designten Produkte viel zu viel Geld einem Konzern in den Rachen schmeisst, der ähnliche Absichten verfolgt wie andere große böse Konzerne, nur eben eine geschicktere Werbetaktik fährt: Der Konsument ist nicht dumm, er ist nur leicht manipulierbar und auf der Suche nach Lebensgefühl und Identität, die er bereit ist, gegen Geld einzutauschen. Man würde doch so gerne Punk sein. Drum sprüht man sich sein iBook halt bunt an.
Indie-Mixtapes. Oasis gehört drauf. Tomte. Und Coldplay. Und: Ein Tape muss es sein. Wegen der Romantik, respektive: des Stils. Immerhin musste ich mir bis jetzt noch nicht anhören, dass der Klang der MC so viel wärmer (TM) sei, wie bei diesen uralten unförmigen schwarzen Dingern da.
Bloß hat die Mehrheit heute gar keine Kassettendecks mehr. Höchstens noch die-die-auf-Romantik-wert-legen. Die-die-Rock’n'Roll-sind.
Anti-Alles, und das unhinterfragt. Wie mich sowas ankotzt. Politische Einstellung: ja klar, und das dann auch dogmatisch. Ja keine Diskussion aufkommen lassen, die einem die andere Position näherbringen könnte. Auch wenn man sich damit ins eigene Bein schießt. Die Regel, dass auf einem bestimmten Schulhof in Berlin Deutsch gesprochen werden soll ist natürlich ein unzulässiger Assimilationsversuch von deutschtümelnden Rechtsradikalen, statt eine basisdemokratisch beschlossene Maßnahme, um die Chancen von Migranten zu erhöhen.
Oder: Scheiss Globalisierung zu rufen, was aber nach Feiff Gobaffismng klingt, weil der Big Mac noch nicht ausreichend eingespeichelt ist.
“Slipknot” oder “Linkin Park” auf seinem Rucksack eingenäht zu haben und über Jamba-Kiddies/DSDS-Gutfinder zu lästern.
Im Armani-Anzug das Edelhandy zu zücken. In der S-Bahn.
Ein Weblog zu betreiben. Als Ersatz für SMS oder um den Stammlesern mitzuteilen, dass mal wieder ein äußerst ereignisarmes Wochenende vorüberschritt. Noch schlimmer: Um jedem mitzuteilen, wie geil man ist, welches tolle neue Auto man fährt, wie man aussieht, lebt und was man so für wichtig hält. Dazu ein paar Linktipps, die man dem einen A-Blog klaut, um dann trackzubacken – für zwei, drei Hits mehr.
In den politischen Wortbeitrag im Radio, der im Grunde eine einfache Aussage enthält, aus Gründen der Seriösität Fremdwörter einzuflechten, dabei aber “redundant” und “obsolet” zu verwechseln. Sich so zum Affen machen, es selber nicht zu merken, was aber nicht schlimm ist, weil eh alle weghören. Lieber nachher nochmal über Politikverdrossenheit und Werte schwadronieren.
Neulich bemerkt: Die ersten Kinder der Pokemon-Generation sind jetzt volljährig. Ist aber Wurst, ich war die Knight Rider- und Jean Claude van Damme-Generation.
Since I was born I started to decay.
*
An dieser Stelle wäre mir ein Spitzen-Wortwitz eingefallen.… ist, wenn bestimmte Politiker bestimmte familienpolitische Maßnahmen als zu starken Eingriff des Staates in die Privatsphäre der Menschen ablehnen,
aber andererseits auf Gesetzesvorlagen onanieren, die die Praxis unangekündigter Kontrollen der Lebensverhältnisse von Arbeitslosen weiter verstärkt.
Lass ma den Mind Flow optimieren, Alder.
In einem Gespräch mit jemandem, der “sich auskennt” hatte ich neulich das Problem, gar nicht richtig umreissen zu können, was einem die Benutzung von RSS*-Feeds eigentlich bringt. Klar ist, dass es etwas bringt. RSS ist für mich eine neue Form, Medien zu konsumieren. Eine Form, die den Nachteil, den Onlinemedien gegenüber den etablierten in Papierform haben, zumindest abmildert. Selektives Lesen nämlich wird durch RSS möglicher. In einer Zeit, in der Sekunden und Sekundenbruchteile entscheiden, ob man gewillt ist, sich mit etwas zu beschäftigen, in der wir mit Informationen zugeschüttet werden und in der der durchschnittliche Websurfer trotzdem nicht mehr als 10 Webpages regelmäßig konsumiert, bieten RSS-Feeds eine Art Anker, der mehr ist als “nur” ein Link oder “nur” eine XML-Datei.
Das klingt etwas esoterisch. Komm, Konsument, wir fangen im Kleinen an.
Wenn ich meinen Browser anwerfe, scrolle ich fast immer als erstes durch meine gesammelten Feeds im Firefox. Dort stehen die jeweils aktuellen Meldungen, Beiträge und Nachrichten, RSS-Feeds aktualisieren sich nämlich ständig von selbst. Das sieht dann z.B. so aus:

(Es gibt einen Haufen anderer RSS- bzw. Newsreader. Auf die gehe ich jetzt aber nicht ein. Bei mir sind die Feeds im Webbrowser, das finde ich am komfortabelsten.)
Wunderbare Sache, ich bleibe immer irgendwo hängen und “bilde mich”. Natürlich sehe ich erstmal nur die Überschriften der Artikel bzw. Nachrichten, aber da sich die Schreiberlinge am “anderen Ende” dieser Tatsache bewusst sind, wählen sie die Headlines auch dementprechend. Zentrale Aussage? Eyecatcher? Appetizer? Der Einfluss der Werbetreibenden auf die Webkultur ist nicht zu leugnen. Mag man das bewerten wie man will, aber hinter der Headline steckt ja immer noch Inhalt. Da man sich selber die Feeds aussucht, ist schon mal eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle notwendig, um für sich selber die Wertigkeit des Angebots, welches man “abonniert” (bzw. nicht abonniert – zentrale Entscheidungssituation), einzuordnen. Das ist gut.
Man scrollt also durch seine Feeds. Vorteil ist jetzt, dass man die Seiten nicht einzeln aufzurufen braucht, sei es durch Eingabe der Adresse oder Klicken auf einen Favoritenlink. Man sucht sich die Meldung stattdessen heraus, die einem aufgrund der Überschrift interessant erscheint. Meiner Meinung nach wird dadurch der Inhalt gegenüber der Präsentation aufgewertet. Und das kann ja so schlecht nicht sein. Man vergleiche: Scrollen durch 13 Feeds (so viele habe ich momentan abonniert), Dauer etwa 60 Sekunden. Das Aufrufen sämtlicher Seiten verbraucht ungleich mehr Zeit (5 Minuten? Mindestens!) und auch Traffic.
Klar? Unklar? Macht nichts. Probieren wir’s doch mal aus.
Der Einfachheit halber gehe ich jetzt mal vom Firefox als Browser aus. Den gibt’s auf allen wichtigen Betriebssystemen, die Installation geht flott vonstatten und es sollte ihn sowieso jeder benutzen. Gut, ich kenne Opera und Safari nicht, aber wenn die wirklich gut sind, haben sie sowieso RSS-Unterstützung.
Nachrichtenseiten, Onlinemagazine, Foren und Weblogs sind heute fast alle mit RSS-Feeds ausgestattet. Irgendwo auf einer solchen Seite findet sich immer ein kleiner Link “Feed (RSS)”, “Newsfeed”, eine kleine “RSS”-Buttongrafik oder so. Genau hinschauen lohnt!
Na, wo ist der Feed auf dieser Seite?
Richtig, rechts in der Leiste. Unter “Feeds”
Jetzt kommt der Kasus Knaxus. Wer immer schonmal daran interessiert war, was dahinter steckt und unvoreingenommen auf den Feed klickt, ist erstmal verwirrt. Nur so Kram, bunte Schrift auf grauem Hintergrund, mit dem man nichts anfangen kann. Das ist die XML-Datei im Klartext. Muss uns aber nicht interessieren, wir brauchen nichts anderes als die genaue Adresse (URL) des Links. Der Browser (bzw. Newsreader) weiss dann schon, was er damit anfangen kann. Also: Rechte Maustaste auf den RSS-Link -> “Link-Adresse kopieren”. Diese Adresse befindet sich jetzt in der Zwischenablage und sieht z.B. so aus:
http://zitronengras.twoday.net/index.rdf (RSS-Feed dieses Blogs)http://www.tagesschau.de/newsticker.rdf (Nachrichtenticker von tagesschau.de)http://newsfeed.zeit.de/ (Newsfeed der Zeit)http://feeds.feedburner.com/Bildblog (Bildblog.de-Feed)

Leider können wir den Feed im Firefox nicht einfach so zu den Favoriten hinzufügen. Da wird uns sonst nämlich schon wieder diese doofe mausgraue Seite angezeigt. Stattdessen wenden wir uns an den Lesezeichen-Manager, der im Firefox-Menü unter – Überraschung! – “Lesezeichen” erreichbar ist. Unter “Datei” wählen wir dort den Punkt “Neues dynamisches Lesezeichen”. Dynamisch deshalb, weil der Feed sich mit jeder neuen Meldung ändert und laufend vom Browser aktualisiert wird.

Im aufpoppenden Fenster wählen wir einen für uns eingängigen Namen, z.B. “Die Zeit – Newsfeed” für den RSS-Feed der Zeit, oder vielleicht einfach “Zeit”. Kürzere Namen sind praktisch, wenn man viele Feeds in der Lesezeichenleiste unterbringen möchte, die Buttons sind dann nicht so breit. In “Feed-Adresse” fügt man nun die eben in die Zwischenablage kopierte URL ein: Rechte Maustaste -> “Einfügen” sollte reichen. Mit “OK” bestätigen und fertig.
Der letzte Schritt sollte sein, den RSS-Link im Lesezeichen-Manager an der richtigen Stelle zu positionieren. Dazu ziehen wir den eben erstellten Feed (Ordner-Symbol) im auf der rechten Seite in den Ordner “Lesezeichen-Symbolleiste”. Dort kann man übrigens auch die Anordnungt der bisher aufgenommenen Feeds ändern, Unterordner erstellen (in meinem obigen Beispiel z.B. “Div. Blogs”) und mehr.
Natürlich darf man Feed-Lesezeichen auch im “normalen” Lesezeichen-Ordner platzieren. Dort stehen sie allerdings an nicht so einer exponierten Stelle und werden wahrscheinlich seltener aufgerufen. Finde ich zumindest. Letztendlich ist das aber auch dem Gusto des Konsumenten überlassen. Sprich: Jedem das seine.
Und nun: Viel Spaß beim Umgewöhnen! =)
* ATOM-Feeds sind im Grunde das Gleiche, ich zähl die mal mit dazu. Kenn mich aber auch nicht genügend aus, um den Unterschied zu erklären. —–
Herrlich,
ein Ehepaar, irgendwo in Iowa, bekommt Besuch aus Deutschland. Dieser meckert über amerikanische Airlines, stinkt, findet Hitlers Arbeitsmarktpolitik gut und schaut sich deutsche Pornovideos an, während die Gastfamilie in die Kirche geht*.
Now I know I was right. Germans are disgusting, Germans are lost. In my opinion there is no hope for Germans to get to Heaven.
So sieht’s aus.
Lesen & Staunen
* Mit ‘nem Hammer kriegt man ein PAL-VHS sicher auch in einen NTSC-VHS-Player. //edit: Oh, ist wohl nur Satire. -> Kommentare auf nerdcore.de
Aber gut gemacht! 
—–
Ehrlich gesagt hab ich ja genug davon. Alles ist heute “2.0″ (zweipunktnull? tupointzero? tu dot oh?). Vor etwa sieben Jahren war alles “2K” (tu käi). Erinnert sich da noch jemand dran? Na egal.
Auf folgenden Seiten erscheint mir dieses alberne Suffix mal adäquat. Es geht darum, mit einfachen Mitteln (Webbrowser, Maus) etwas feines online zu kreieren. Wie’s halt mit Papier und Stift (wahlweise: Wasserfarbe, Plaka oder Edding) nicht geht. Und auch mit dem Internet Explorer 3.0 nicht.
*°-

Auf jacksonpollock.org lassen sich mit ein paar Mausbewegungen und einigen Linksklicks (Farbänderung) ziemlich schräge Bilder mit reichlich Farbspritzern kreieren. Das ist zwar etwas sinnfrei, kann einen aber schon mal für fünf Minuten beschäftigen.
*°-

Mittelfristig unterhaltsamer ist da schon das ScratchPad – eine Flash-Anwendung, mit der man mit vielen anderen Menschen auf der Welt gleichzeitig rumkritzeln kann. Wenn man dabei Glück hat, kann man nicht nur Schmierfinken beim Kritzeln von stilisierten Geschlechtsorganen und Hakenkreuzen beobachten, sondern richtige Kunstwerke im Manga-Stil erblicken. Doof, aber auch gut: Hier malt man unter Zeitdruck, nach einer Zeitspanne von 90 Sekunden werden die Werke gelöscht.
*°-

Aus der gleichen Schmiede kommen die wandernden Kühlschrankmagnete. Wandernd deswegen, weil man sie nicht nur selber verschiebt, sondern das auch viele andere Leute tun. Etwas beängstigend, wieviel Faszination von so einem Quatsch ausgehen kann. Meine GKVLZ*: 5 Stunden. Es gehen auch schon mal Gespräche von dem Ding aus. Sowas wie “HI” – “SEX” z.B. Andere hingegen scheinen das entspannende Moment darin zusehen, die Buchstaben nach Farben zu ordnen oder in die Ecken zu verschieben.
Eingentlich heisst die Seite “Just letters”. Mir fällt aber ein wirklich schöner Web 2.0-Alternativterminus dafür ein: Virtual Social Refridgerator Magnet Management. Vielleicht reicht aber auch Boredom 2.0.
*°-
Äh ja – ich will keine Werbung machen. Aber es hat schon was, seine eigene Fresse auf Panini-Bildern zu sehen. Das könnte dann z.B. so aussehen (Symbolfoto, das bin nicht ich!):

All diesen Angeboten ist gemein, dass man die kreierten Werke nicht speichern kann. Macht aber nichts. Ein rechtzeitiger Druck auf die [DRUCK]-Taste (rechts neben F12) speichert einen Screenshot in der Zwischenablage, der in eine beliebige Bildbearbeitung eingefügt [STRG + V] werden kann – egal ob’s Paint oder Photoshop ist.
* Geschätzte kummulierte verschwendete Lebenszeit —–