Pfiffel

Heute im Radio „Die da“ von den Fantastischen Vier (1992) gehört, baß erstaunt darüber, dass ich den Text immer noch mit, äh, -rappen kann.

Ich war damals gerade zweistellig geworden und meine ersten bewussten Kontakte mit Musik waren die Songs, die immer während unseres vormittaglichen Eislaufunterrichts zum Test der Anlage im Bochumer „Eis-Treff“ liefen. Der war gegen spätem Nachmittag seinerzeit Teenie-Treffpunkt Nr. 1. Heutige Bürokauffrauen flirteten damals zum ersten Mal mit heutigen Versicherungskaufmännern. Es lief ABBA (Dancing Queen), Snap (Rhythym is a Dancer), Culture Beat (Mr. Vain) und eben Fanta 4. Kaum jemand dürfte damals geahnt haben, dass diese Herrschaften einst ein Musikgenre deutscher Hip Hop begründen, das ein dreiviertel Jahrzehnt lang kreativ wachsen sollte – lyrische, politische, gewitzte Wurzeln schlagen – um dann in selbstherrlicher Negativ-Sozialromantik als Vorstadtjugendlichensozialisation zu verdörren.

Es ist schade drum.

2 Kommentare

  1. … und das Rödelheim Hartreim Projekt (lol) war bestimmt auch schon eher da. Klar. Okay, ersetz das btte mit „… Mainstreamfähig machen würden“.

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