Prost

Der Zufall wollte es, dass wir letztes Jahr zu Silvester kurzfristig von Friedrichshain nach Charlottenburg und zurück, beides vor Mitternacht mussten. Für Uneigeweihte: Das ist einmal horizontal durch Berlin. Ost-West-Ost. Amüsant dabei war, zu sehen, wie Touristenhorden in grölender Vorfreude gegen 9 zur Straße des 17. Juni pilgerten und wie betreten eben diese Horden auf dem Rückweg, so gegen 11, dreinblickten. Trotz Suff. Es war einfach zu voll auf der Meile.

Soll heißen: Falls noch irgendwer mit dem Gedanken spielt – tu’s nicht. Auf der Fanmeile im Sommer war’s warm und alle waren guter Dinge, da macht die Enge nix. Silvester am Brandenburger Tor hingegen ist unspektakulär, anstrengend und langweilig. Ich hab da den sogenannten Milleniumwechsel erlebt. Um Punkt 00:00 Uhr nahm ich eine ungewollte Sektdusche, es war kalt an diesem Abend und es dauerte ewig, bis ich zuhause war.

Bitte bewerft keine Leute mit Böllern und vor allem: werft sie nicht in Kinderwagen. Am besten lasst ihr es ganz. Es kostet, stinkt, nervt und Geister vertreibt man damit auch nicht.

Heute Nacht dürfen wir jedoch ansonsten über die Stränge schlagen. Morgen müsst ihr aber wieder brav sein, denn im nächsten Jahr werden wir alle DEN GÜRTEL ENGER SCHNALLEN.

In dem Sinne,

So this is the new year
and I don’t feel any different

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