meist manchmal, selten oft

Polizeiauto
Symbolbild: tragesessel4350 (cc)

Die folgende Geschichte ließ mich gestern echt aus den Latschen kippen. Zwei Bekannte von mir hatten geheiratet und ihre Flitterwochen in der Lüneburger Heide verbracht. So weit, so schön – herzlichen Glückwunsch an die beiden nochmal. Am fünften Tag ihres Aufenthalts jedoch wurde die Wohnung von Polizisten gestürmt. Ohne Erklärung der Gründe, Komplettdurchsuchung, wie in einem schlechten Film.

“Polizei, bitte aufmachen” rief es von draußen. Omar schloss die Tür auf und öffnete die Tür, als die Polizei auch schon in das Haus stürmte. Omar hielt einen Arm vor die Tür mit der Bitte “Einen Augenblick, meine Frau zieht sich grade an”. Ein großer Polizist in schusssicherer Kleidung drückte seinen Arm weg und ein älterer grauhaariger Herr (der befehlsführende Beamte) hielt Omar seine Dienstmarke vor das Gesicht. Der große und zwei andere Beamte preschten in der Zeit voran in das Haus. Der ältere Herr kam mit Omar in den Wohnraum. In der Zeit hatte ich es noch geschafft, mich anzuziehen und ging auf den Beamten zu und streckte ihm meine Hand zur Begrüßung entgegen, was aber nicht erwidert wurde. Omar und ich mussten uns dann hinsetzen aufs Sofa, während das Haus durchsucht wurde. Mindestens zwei Beamte gingen nach oben in die Schlafzimmer und kamen nach einer halben Minute wieder nach unten.

Warum das Ganze? Nun, die beiden sind Muslime. Kathrin ist Konvertitin und trägt ein Kopftuch, Omar sieht so aus, wie sich Lieschen Müller vom Dorfe wohl einen “Musel” vorstellt: Dunkle Haut, schwarze Haare, Bart. Und das, stellte sich heraus, war anscheinend ausreichend für einen Einsatz dieser Art:

Der ältere Beamte der Kriminalpolizei in Soltau setzt sich nun auf das Sofa gegenüber von uns und erklärte uns, jemand hätte am selben Tag folgende Indizien gemeldet: Am Sonnabend sei ein orientalisch aussehendes Pärchen “im Dunkeln” ohne Auto im Dorf angekommen. Das war alles. Beide Beamte, die mit uns sprachen machten einen netten und anständigen Eindruck auf uns. Dennoch war ich aufgrund der Verletzung unserer Privatsphäre tief erschüttert.

Halten wir mal fest: Die Islamophobie ist in der Lüneburger Heide an einem Punkt angelangt, dass bereits “anders” auszusehen, in Verbindung damit im Dunkeln unterwegs zu sein, Terrorverdacht auslösen kann. Dass die potentiellen Terroristen ohne fahrbaren Untersatz unterwegs sind, ist zudem verdächtig. Vielleicht will man ja den Eindruck erwecken, schlecht organisiert zu sein? Na gut, mag man da einwenden, das sind die Paranoia eines Einzelnen. Aber weit gefehlt – die Polizei als staatliches Exekutivorgan hält ebenjene Paranoia für so weit plausibel, dass sie gleich in GSG9-Manier nach dem Rechten schauen will.

Uns wurden nun Fragen gestellt (…)

Der Beamte verlangte unsere Personalausweise und fragte telefonisch irgendwo nach, ob gegen einen von uns etwas vorläge. Währenddessen stellte Omar ein paar Fragen an den großen kräftigen Herrn in der schusssicheren Weste. Er sagte uns, dass sie mit acht Beamten (die eigens zu diesem Einsatz aus den Betten geholt wurden) angerückt sind. Vier umstellten das Haus, während vier weitere in das Haus eindrangen. Die Beamtin stand während der ganzen Zeit des Gesprächs still im Hintergrund. Der ältere Herr Borchers hatte etwas Probleme, die Nummern auf dem Personalausweis zu lesen, da er seine Brille nicht dabei hatte, er bat den großen Beamten sie ihm vorzulesen. Dann gab er diese dann an die andere Person am Ende der Leitung weiter und merkte dabei noch anerkennend an, dass Omar fließend und akzentfrei deutsch spricht, also schon als junger Mann nach Deutschland gekommen sein müsse. Er fragte auch noch nach seinem Herkunftsland und seinem Beruf. Omar wusste nicht was die Frage soll, da er ja Deutscher ist.

Sollte irgendein naives Seelchen bis zu diesem Punkt noch davon ausgegangen sein, die Beamten hätten hier nur ihre Pflicht getan – man müsse ja vorsichtig sein seit Sauerland, Kofferbombern, 9/11 usw. usf. etc. pp – müsste derjenige spätestens an diesem Punkt einsehen, dass es sich um plumpen und stupiden Rassismus handelt, der da den Polizisten beseelte. Ich meine – Hallo?!?! – “Sie sprechen aber gut Deutsch” zu einem Deutschen zu sagen ist eine Form der Konstruktion von “Andersheit”, die in anderen Ausprägungen schon viel zu oft in der Geschichte Menschenleben gekostet hat. Und überhaupt… Kotzen möchte ich, wenn ich sowas höre!

Für mich ist dieses Ereignis absurd und schockierend zugleich. Absurd deswegen, weil Kathrin und Omar so ziemlich das absolute Gegenteil von gängigen zerrbildern des Islam darstellen: Beide sind studiert und modern. Weder wollen sie irgendwen bekehren, noch sind sie intolerant Andersgläubigen gegenüber. Kathrin trägt ihr Kopftuch aus freien Stücken, beide sind durchaus kritisch manchen muslimischen Strukturen gegenüber. Beide bemühen sich um Dialog und Transparenz, versuchen ihre Erfahrungen als Muslim in Deutschland in Weblogs öffentlich zu machen (Kathrin schreibt auf musafira.de, Omar auf toomuchcookies.net).

Schockierend finde ich die Geschichte, weil ich immer mehr, auch im Alltag, den Eindruck gewinne, dass dieses Zerrbild vom Fundamentalisten und möglichen Attentäter (die zwar existieren mögen, aber in einer verschwindenden Minderheit) die Sicht deutscher Nicht-Muslime auf Menschen islamischen Glaubens als Negativfolie kontinuierlich stärker beherrscht, dies sogar das Handeln von Institutionen wie der Polizei betrifft. Was soll das? Sind wir wirklich schon wieder so weit?

Zurück zu Kathrins Schilderung der Ereignisse:

Ich fing an zu weinen, weil ich diese ganze Aktion nicht fassen konnte und geschockt war. Ich fragte ihn was diese Aktion denn jetzt sollte? Er sagte, dass dies mit einer ganz normalen Kontrolle – wie etwa der Alkoholkontrolle bei Autofahrern – zu vergleichen sei. Wir konnten nicht fassen, dass es einen solch großen aufwändigen Polizeieinsatz aufgrund dieser lächerlichen “Indizien” gab. Das Telefon klingelte und es schien nichts Nennenswertes über uns zu geben, was wir dem Kommentar “Leider haben wir tatsächlich ein Paar in ihren Flitterwochen gestört” entnahmen. Ich fragte den Beamten in was für einem Land wir eigentlich leben und er antwortete “In einem sicheren”. Zum Schluss wurde uns dann auch die Hand gereicht.

Ganz ehrlich, Sicherheit ist das letzte, was uns durch diese Aktion vermittelt wurde …

… und nur allzu verständlich dass die beiden deswegen ihre Flitterwochen abbrachen. Dass die Bouverlardjournaille hier keine Topstory wittert, schließlich sind die Opfer ja Muslime, ist zu erwarten (aber vielleicht auch besser so). Hoffentlich hat das Ereignis aber trotzdem ein kleines Medienecho zur Folge und ein Nachspiel für die dortigen Entscheidungsträger. Eine Entschuldigung pekuniäre Entschädigung für den vermiesten Urlaub wäre das Mindeste, was die beiden erhalten sollten.

[Update:]

[2. Update:]



77 Kommentare
28. Oktober 2007
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Krass…



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[...] Provinzcowboywillkür gegen Jungvermählte Zwei Bekannte von mir hatten geheiratet und ihre Flitterwochen in der Lüneburger Heide verbracht. So weit, so schön – herzlichen Glückwunsch an die beiden nochmal. Am fünften Tag ihres Aufenthalts jedoch wurde die Wohnung von Polizisten gestürmt. Ohne Erklärung der Gründe, Komplettdurchsuchung, wie in einem schlechten Film. [...]



Lotta
28. Oktober 2007
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Was für ein Wahnsinn.
In seinen Grundzügen erinnert mich das an den Bohei der um die Idomeneo-Absetzung gemacht wurde. Wie es u.a. seinerzeit Omar dokumentiert hat, reichte auch dort ein Anruf.

Eine anonyme Anruferin hatte im Juni über die Hotline der Bundespolizei ihre Bedenken vorgetragen. Nach dem Anruf erstellte das Landeskriminalamt eine Analyse, die den “Idomeneo” als “eine Gefährdungslage mit schwer abzuschätzenden Folgen für die öffentliche Ordnung und Sicherheit” einschätzte. Körting bestätigte gestern, dass er dies der Intendantin in einem Telefonat mitgeteilt habe.

Wegen des Anrufs irgendeiner islamophoben Dame (vielleicht dieser hier?) entzündete sich also ein Staatsakt während dem Deutschland sich vor aller Welt als armes, um seine Freiheit kämpfendes Opfer gerieren konnte. Einfach widerlich.
Es überrascht mich nicht wie weit der Rassismus inzwischen (wieder) gediehen ist,  aber es schockiert mich doch sehr. Mir wird durchaus mulmig, wenn ich bedenke wo das enden könnte. In Anbetracht all des Menschenhasses, der mittlerweile  gesellschaftlich wieder erlaubt ist und von vielen "Intellektuellen" gefördert wird. Sei es der Hass auf Arbeitslose oder der Hass auf Moslems.
Und zu viele, die zwar (noch) nicht hassen, gucken aber doch viel zu oft gleichgültig weg oder wiegeln ab.



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[...] (via) [...]



toss
28. Oktober 2007
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[wirren Spam-Kommentar gelöscht -maloXP]



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[...] Film extrem komisch daherkommt, nimmt in der deutschen Realität beängstigende Formen an. maloXP über Omar und Katrin, deren Flitterwochen aufgrund lächerlichster plumpester [...]



29. Oktober 2007
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Ich bin für ein Verbot für Fensterbankkissen und für Zwangsrolläden.

Vor 2000 Jahren wurden fremde Pärchen, die zu Fuß un im Dunkeln in Dörfer kamen, auch schon abgewiesen, und am Ende waren das dann Jesus' Eltern. Hat denn daraus niemand etwas gelernt?

Als Beamter würde ich den Anrufer fragen, warum er mich wegen so einem Quatsch von der Arbeit abhält.



mickey
29. Oktober 2007
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mh…das is wirklich sehr abgefahren.aber das die beiden jetzt nicht gerade ein händeschütteln (bei immerhin einem "gsg9" einsatz) zu erwarten haben , oder vielleicht ein freundliches "na wie geht's , können wir vielleicht nen kaffee haben ? " war ja wohl klar , oder?
die ganzen einsatz team leute kannten ja wohl , nachdem sie auch wahrscheinlich gerade aus ihren betten kommandiert worden waren auch nicht die situation (flitter wochen).
natürlich ist es echt krank , das man eine wohnungsdurchsuchung startet , nur weil greti und pleti bei der örtlichen polizei angerufen haben.
auf der anderen seite , is ja eigentlich nichts passiert.naja….



29. Oktober 2007
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Omar sieht so aus, wie sich Lieschen Müller vom Dorfe wohl einen “Musel” vorstellt: Dunkle Haut, schwarze Haare, Bart.

Ist das die Vorstellung, die Otto Normal aus der Stadt von Lieschen Müller vom Dorfe hat? Mich überfiel beim Lesen dieses Artikels gerade das Bedürfnis, dieses Bild aus meiner (derzeit ländlichen ;o) Perspektive noch etwas nachzuzeichnen:
1. Lieschen Müller ist, was ihre muslimischen Mitbürger angeht, genausowenig von Bildern aus ihrer Phantasie abhängig wie Otto Normal aus der Stadt, denn auch in deutschen Dörfern leben Muslime, die sich Lieschen Müller aus der Nähe angucken kann ;o).
2. Auch in deutschen Großstädten gibt es (leider viel zu viele) rassistische Idioten. Und manche von denen arbeiten auch da bei der Polizei.

Ansonsten finde das Ereignis, was Du hier beschrieben hast, zwar echt erschütternd, aber ich bin nicht wirklich überrascht, so etwas zu lesen. Nach der muslimfeindlichen Stimmung, die hierzulande, besonders in  den letzten Jahren (nach 2001), kontinuierlich von Seiten der Politik und Medien geschürt wurde und wird, war das zu erwarten. Und wenn in dieser Entwicklung nicht bald eine Kehrtwende herbei geführt wird, befürchte ich auch noch Schlimmeres. Machmal möchte ich einfach nur laut schreien: Politiker, Medienmacher, Otto Normal und Lieschen Müller kommt endlich zur Besinnung und erinnert Euch daran, wohin das führt!



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[...] (Via) [...]



29. Oktober 2007
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@ mickey: Und wenn die einzelnen Beamten noch so freundlich waren, der Einsatz im Verhältnis noch so adäquat ablief – es zeigt sich in dem Ereignis ein struktureller Rassismus, den man nicht bagatellisieren muss. Du schreibst, das nichts passiert sei. Nun, dass das Vertrauen in den Rechtstaat für die beiden (und übrigens auch andere wie mich) nachhaltig erschüttert wurde, dass die Flitterwochen von Omar und Kathrin (die eigentlich eine der schönsten Zeiten im Leben sein sollten) saumäßig verdorben wurden, gar traumatisch endeten, ist nicht "nichts".



Lotta
29. Oktober 2007
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@mickey
Wenn während deiner Flitterwochen ein feindselig-paranoides Einsatzkommando ohne auch nur einen Hinweis auf eine mögliche Straftat (von einem feindselig-paranoiden Menschen "informiert"), deine Bude stürmt und dir und deiner Frau durchweg das Gefühl vermittelt rechtlos zu sein, dann würde ich den Satz "is ja eigentlich nichts passiert" noch mal von dir lesen wollen.
Ab wann wäre denn in deinen Augen etwas passiert? Wenn einer angeschossen worden wäre, die Türen zertreten, Haarbüschel ausgerissen?

Und na klar, jeder gute Bürger ist so nett und verständnisvoll, dass er duldsam alles verzeiht, was sich die Staatsgewalt so einfallen lässt. Natürlich kann man von GSG9-Hanseln keinen Respekt erwarten. Wo kämen wir denn da hin?!



29. Oktober 2007
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@Iris: maloXP hat als Berliner Stadtkind eine natürliche Abscheu gegen Schwaben und Landeier. Hihi…

(Das sollte man wirklich nicht zu ernst nehmen, im Artikel sind ganz andere Dinge, die ernst genommen werden müssen)



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[...] Provinzcowboywillkür gegen Jungvermählte [...]



29. Oktober 2007
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Da freue ich mich schon auf die Fingerabdrücke auf meinem zukünftigen Ausweis und die zentrale Speicherung :-(



29. Oktober 2007
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Die Willkür des Stereotypen…

Nein, es sind nicht die Hautfarbe des einen, oder das Kopftuch der anderen, die eine Hochzeitsreise eines jungvermählten Paares in Deutschland zum Albtraum haben werden lassen.
Am Donnerstagabend hatten wir grade eine Partie Scrabble beendet, die ich…



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[...] dann sind die auch noch Muselmanen. Das geht ja gar nicht. [...]



29. Oktober 2007
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[...] einige Fragen zu dem Vorfall und ein Freund der beiden fasst alles lesenswert und zutreffend an dieser Stelle zusammen. (entdeckt via Spreeblick) Posted in Gedankenwelt | Tagged Diskriminierung, Polizei, [...]



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[...] daraufhin ihre Flitterwochen abgebrochen. Und eine Entschuldigung, gar eine pekuniäre, wie maloXP sie sich wünscht, wird es nicht geben. Nicht hier. Hierzulande werden solche Leute [...]



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[...] welch absurden Folgen Kontrollwahn gepaart mit Paranoia führen kann, zeigt die Geschichte der etwas anderen Flitterwochen eines jungvermählten Paares. [...]



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[...] Citronengras Tags für diesen Artikel: Überwachungsstaat – [...]



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[...] –> Hausdurchsuchung [...]



Rhabarber
30. Oktober 2007
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Die Angst ist mittlerweile scheinbar tief in der Gesellschaft verankert – natürlich auch in den Köpfen derer, die in solchen Situationen einen klaren Kopf behalten müssten.

Hätte der "Entscheider" bei der Polizei seinen Verstand gebraucht, dann hätte er den "Indizien"-Geber beruhigt. Hier wurde aber rein emotional gehandelt. Das darf sich der Staat schlicht und einfach nicht erlauben!



Rhabarber
30. Oktober 2007
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Ich bin übrigens der gleichen Meinung wie Iris in ihrem Kommentar. Deutschland muss aufpassen wo das hinführt.



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[...] MaloXp, Watchblog Islamophobie, Wwwut, Paul, si tacuisses, Steffen, Kurokasai, Schieflage, Sven Scholz, [...]



30. Oktober 2007
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Die Saat der Hassprediger ist schon längst aufgegangen, da können sich Stefan Herre und seinesgleichen ihre feuchten Hände grinsend reiben.



30. Oktober 2007
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das ist doch ein geschickter Schachzug des Innenministers. Man erstecke das Übel im Keim, sprich: Versau den "Terroristen" die Hochzeitsnacht, verhindere so Nachwuchs.
Der Mann ist ein Genie :P



30. Oktober 2007
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Würden sich die anständigen Moslems von den radikalen vernehmlicher abgrenzen, gäbe es auch den Generalverdacht, der zu solchen Aktionen führt, nicht.



30. Oktober 2007
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Genau. Sind ja selbst schuld, dass sie behandelt werden wie Dreck. War ja schließlich auch beim Kurnaz so… Super, Herr Petereit.



30. Oktober 2007
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Nein. Der Kurnaz war ja nicht mal Deutscher.



Lotta
30. Oktober 2007
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Äh, Dieter… was genau hat "Deutschsein oder nicht" jetzt damit zu tun?

Ansonsten hab ich bei che noch einen zum Thema passenden Beitrag gefunden: Polizei überfällt Flüchtlingsunterkunft.



30. Oktober 2007
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@ Dieter: Ach stimmt, ich vergaß, das Recht auf menschenwürdige Behandlung und ordentliche Gerichtsbarkeit erwirbt man ja erst mit dem deutschen Pass. Was das andere angeht… Darf ich fragen, ob du dich stets wenn du auf die Straße gehst, grundsätzlich von allen Gewalttaten, Verbrechen u.Ä, distanzierst, die irgendwer deiner Nationalität oder Konfession verübt? “Guten Tag, was darf’s sein?” “Ein Pfund Hackepeter, zweihundert Gramm Bierschinken und mit den Kreuzzügen hab ich nichts zu tun”.



30. Oktober 2007
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@Lotta: Nichts, natürlich.

@maloXP: Was soll die Frage? Bist Du Antisemit?



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[...] Provinzcowboywillkür gegen Jungvermählte “Polizei, bitte aufmachen” rief es von draußen. Omar schloss die Tür auf und öffnete die Tür, als die Polizei auch schon in das Haus stürmte. Omar hielt einen Arm vor die Tür mit der Bitte “Einen Augenblick, meine Frau zieht sich grade an”. Ein großer Polizist in schusssicherer Kleidung drückte seinen Arm weg und ein älterer grauhaariger Herr (der befehlsführende Beamte) hielt Omar seine Dienstmarke vor das Gesicht. [...]



30. Oktober 2007
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@Dieter: Bist du dumm?



30. Oktober 2007
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@.markus: Nein. Du etwa?



30. Oktober 2007
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(meine Frage scheinst du nicht verstanden zu haben)

"Bist du Antisemit?"

Das!



30. Oktober 2007
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@.markus: Ich habe Dich schon verstanden. So betrachtet, ist eher davon auszugehen, dass Du mich nicht verstanden hast. Ich gebe mal einen Tipp: Hackepeter, Bierschinken, Kreuzzüge.



30. Oktober 2007
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Ich lass das jetzt mal so stehen, hihi!

Nein, warte!

Erklär mir, wie du da auf Antisemitismus kommst. Bitte!



30. Oktober 2007
ad

@.markus. Nee, Du. Hast Recht, Lassen wir mal so stehen, gnihi.



30. Oktober 2007
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Das kannst du mir nicht antun. Ich steh da echt auf dem Schlauch. Ich komme nicht drauf. Hilf mir!

Eitelkeiten beiseite, sags mir ins Gesicht!



30. Oktober 2007
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@.markus: Manchmal muss man sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. Später wirst Du mir danken!



30. Oktober 2007
ad

Du kannst jetzt doch nicht kneifen? So sehr ich auch nachsinne ich komme nicht drauf, habe aber den schrecklichen Verdacht, dass auch du es schon wieder vergessen hast – ja?

Jetzt komm, wir können doch über alles reden!

(Tschuldige Malo für meinen Kommentaramoklauf ;) )



30. Oktober 2007
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@.markus: Spielst Du Ego-Shooter?



30. Oktober 2007
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Nicht ablenken, antworten!



30. Oktober 2007
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Sudoku kann's jedenfalls nicht sein…



hm
30. Oktober 2007
ad

Wieso "Polizeiwillkür"? Dient nur unser aller Sicherheit. Da brauch man sich selber nicht gleich wieder als armes Opfer darstellen und die anderen als böse Ausländerfeinde.

Trotz deutlicher Hinweise im Text oben bin ich nicht in der Lage, einzusehen, dass Muslim-sein und Deutsch-sein sich nicht ausschließen. Ferner bin ich bereit, für eine abstrakte Form von “Sicherheit” grundsätzliche Werte wie Menschenwürde und Rechtstaatlichkeit zu opfern, bin damit höchst empfänglich für faschistische Ideologien und ein ideales Ziel neokonservativer Propaganda.

Wären Europäer mit einem Flugzeug in eine pakistanische Moschee gestürzt, dann würden dort vermutlich gleich alle Europäer gelyncht. Passiert hier sowas? Nein. Also.
Die Lektüre von verblödeten Blogs wie “Politically Incorrect” hat mir so dermaßen das Hirn verbrannt, dass ich anstatt nachzudenken lieber rassistische Projektionen anwende, davon ausgehe, dass es eine uniforme muslimische Welt gibt und zudem die bei “Vergeltungsmaßnahmen” des 11. September gegen die Zivilbevölkerungen in Afghanistan und dem Irak kollateral Getöteten (deren Assoziation ich mit meiner Metapher unweigerlich heraufbeschwöre) in meinem dichothomen und geschlossenen Weltbild gepflegt verdränge.



30. Oktober 2007
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Ups. Ich verstehe. ;) Mein Schlauch, mein Fuß. Aber bei deinem "Kurnaz-Deutsch-Ding", dachte ich du wärst allgemein so dämlich. Hast es mir ja nicht leichtgemacht.



Kublai Khan
30. Oktober 2007
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Mensch Markus, hättste den Dieter nich erst noch als Nazi beschimpfen können bevor Du den Witz verstehst ;-)

Mein Rudelführer Dieter bat mich, hier noch einen Strahl an die Wand zu setzen. Um ehrlich zu sein, diesen Witz mit dem Antisemitismus reißt der Boss schon immer und ich hab ihn nie verstanden, aber er ist ja politisch inkorrekt und deswegen bestimmt gut. Besser ich werfe anderen Leuten fehlende Witzversteh-Kompetenz vor, als mich hier öffentlich zu entblößen. Ach ja, ein Godwin’s Law-Querverweis kommt auch immer gut. So einfach ist das, in einer Diskussion die Oberhand zu behalten…



30. Oktober 2007
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Bisschen peinlich die Sache, gebe ich zu. So über die Ironiefalle zu stolpern. Aber man kennt die Menschen ja nicht und welchen unfassbaren Müll und welche konstruierten Argumente man gerade im Bereich der Islamophoben zu lesen bekommt, da muss man ja abstumpfen und reflexartig deren reflexartigen Antisemitismusvorwurf verbal entgegnen.

Der "Herr hm" ist ein Mensch der Kategorie "C&P". Den Kommentar durfte man auch schon bei Basicthinking lesen.



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[...] Provinzcowboywillkür gegen Jungvermählte – Citronengras Jagdszenen in der Lüneburger Heide. Mich wundert, wie verwundert manche darüber sind. (tags: Artikel Stasi2.0 Politisch Terrorismus) [...]



hm
30. Oktober 2007
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Jaja danke für die "Bereinigung" meines Beitrags.

War klar das hier nur ausgeteilt wird und die Meinung anderer nicht erwünscht ist, sofern sie nicht der eigenen entspricht.

Das zum Thema Toleranz…



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[...] Provinzcowboywillkür gegen Jungvermählte | Unglaublich, dass so etwas passieren kann. Das Flitterwochenquartier eines jungvermähltes muslimisches Paar wird morgens von der Polizei gestürmt, weil Anwohner ein südländisches Pärchen nachts ohne Auto in ein Haus haben gehen sehen. Dass solche Paranoia in ländlichen Gefilden mit zur Gepflogenheit zu gehören scheint, geschenkt, aber dass sich die Polizei aufgrund eines solchen “Verdachts” zu einem Einsatz hinreißen lässt, ist Wahnsinn. Unbedingt lesen! Schreibe einen Kommentar oder hinterlasse einen Trackback: Trackback Adresse. [...]



30. Oktober 2007
ad

Ooooch, "hm", weinst Du jetzt etwa? Ich für meinen Teil finde ja, Du solltest dankbar sein, dass deine "Message" überhaupt noch lesbar ist. Alleine dafür, dass Du hier eine invalide E-Mailadresse angegeben hast, hätte ich den von dir verfassten Müll bei besserem Wetter fachgerecht entsorgt. In der Tat genieße ich hier Hausrecht und toleriere bei weitem nicht jeden Dreck. Was Kommentare angeht, bin ich erztotalitär. Entspricht das etwa nicht deinem Zerrbild vom Linksfaschistomultikultigutmenschen? Darfst gerne eine Eingebung an Henryk M. Broder oder Stefan Herre verfassen, wenn dir das nicht passt. Und dich mit der hier herrschenden Kommentarpolitik beschäftigen. Das gilt übrigens für alle anderen PI-Nelken gleichsam, die hier noch aufschlagen.



30. Oktober 2007
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Nachdem nun alle Unklarheiten beseitigt sind, darf ich auf einen ganz ähnlichen Fall hinweisen, den ich jüngst in meinem Blog darniederschrieb.

Die Protagonistin lebt inzwischen im Kirchenasyl.



Aki Arik
31. Oktober 2007
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Irgendwie kommt leider alles genau so, wie es viele nach 9/11 befürchtet hatten. Aus diesem Grund habe ich damals die Organisation  „AWARD“ (Dialog der Kulturen) ins Leben gerufen. Viele, wie z.B. das  watchblogislamophobie, warnen ständig vor einer zunehmenden anti-islamischen Hetze in Deutschland. Aber die großen Medien sind einfach stärker und beeinflussen mit ihren Medienkampagnen das Denken der Bevölkerung. Dagegen wirkt der Islam-Dialog (hier eine Anerkennung an H.-M. Gloël und Ali-Nihat Koc) oft wie ein Kampf gegen Windmühlen. Deswegen finde ich es gut, dass solche Berichte auch hier, in der überwiegend unpolitischen Blogosphäre veröffentlicht werden.Welche sind die Beteiligten in dieser Geschichte: Ein junges Paar, „orientalisch aussehend“, „Jemand“, der eine Meldung macht und mehrere Kriminalbeamte. Das „Verbrechen“: Nachts, “im Dunkeln”, in einem Dorf ankommen. Ob der Polizist nun Rassist ist oder nicht, fast noch erschütternder empfinde ich diese dämonische Banalität, die „Banalität des Bösen“, mit dem (wieder), ohne großen Protest der Bevölkerung, elementare Grundrechte Stück für Stück, wie im Vorübergehen, vernichtet werden. Solange wir unsere Verantwortung an all dem nicht begreifen, werden unsere Volksvertreter „in unserem Namen“ weiter derartige Gesetze beschließen.  



Jan
31. Oktober 2007
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Mensch, mensch, mensch
Schaltet doch einmal einen Gang runter. Tagtäglich werden in Deutschland Menschen zu Unrecht verdächtigt. Häufig reichen minimale Hinweise. Bei einem Thema wie dem islamischen Terror ist man halt noch nervöser.
So what?
Mir ist es lieber, die Behörden reagieren ab und zu mal über, als einmal zu spät.
Der Blick auf den real exitierenden Islam (im Gegensatz zu der "islam ist frieden"-Märchen in Talkshows und Islamkonferenzen) zeigt, dass 1. extremes Mißtrauen gegen diese Ideologie notwendig ist und 2. unser Gesellschaftssystem ob seiner Freiheit und Liberalität weiterhin in jeder Hinsicht überlegen ist.

Mensch, mensch, mensch.
Meine kulturalistischen Drecksansichten in anderer Leute Blogs zu posten, versehen mit der auf PI üblichen und von Henryk Broder miserabel kopierten pseudosarkastischen Häme a la “Islam ist Frieden” (höhö. hö.), verschafft endlich auch mir mal eine Erektion. Misstrauen ist aber auch angebracht. Mir ist es lieber, die SS, äääh, Polizei verschifft das unwerte Leben gleich nach Guantanamo, als dass ich mich mal psychoanalytisch damit auseinandersetze, warum ich so ein abartiges Menschenbild habe. Ich meine, wo kämen wir denn da hin, wir reden hier immerhin von AL QAIDA. In unserem sauberen und in jeglicher Hinsicht überlegenen SCHLAND!



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[...] solche nachrichten häufen sich. antrax alarm wegen eines liebesbriefes und polizei stürmt ferienhaus, weil zwei deutsche, die die “falsche” religion haben ohne auto in ihre flitterwochen fahren. noch dazu sind die beiden wohl nicht blond blauäugig. da stürmen wir lieber erst mal deren ruhe.. [...]



31. Oktober 2007
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Mir hat gerade eine Bekannte erzählt, eine schwarze britische Schriftstellerin sei in Berlin von der Polizei aufgegriffen, gefoltert und im Rollstuhl auf eine befahrene Straße geschubst worden, und die verantwortlichen Beamten ließen sich jetzt nicht ermitteln. So etwas ist in Deutschland schlichtweg ALLTAG. No justice, no peace!



Hermann-Marcus Behrens
31. Oktober 2007
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Hier wird ganz flott vorverurteilt: Die Polizisten sind die Rassisten, das Pärchen die guten, die unschuldig der Polizeiwillkür ausgesetzt wurden.

Ich gebe nur zur Bedenken, dass wir alle kein Hintergrundwissen haben.

Aber interessant ist schon, was man über Omar Abo-Namous nachlesen kann, so heißt der gute Mann, der da in der Ferienwohnung von der Polizei besucht wurde.

Hier schreibt er z.B. einen Leserbrief zu einem Artikel auf quantara.de. Er stellt richtig, dass die sprachliche Verwendung des Begriffs  Terroristen in einem Artikel der Webseite falsch sei. Es würde sich vielmehr um "bewaffnete Widerstandskämpfer" handeln, die gegen eine Besatzungsmacht kämpfen würden. Anschläge seien zwar zu verurteilen, aber nur die gegen Zivilisten.

Link: qantara.de/webc...p/_c-603/i.html

Da soll sich jeder selber mal Gedanken machen, wem die Polizei da einen Besuch abgestattet hat.

Ich kann Google bedienen. Dabei bin in stundenlanger Recherche auf einen Eintrag gestoßen, der Omar Abo-Namous bereits als – jahaaaa! – Gedankenverbrecher enttarnt: Ein mit vollem Namen unterschriebener Leserbrief von 2004, der sich kritisch gegenüber der an einem dichotomen Freund/Feind-Schema ausgerichteten Definition von Terrorismus hinsichtlich der Titulierung von Aufständischen im Irakkrieg gegen die US-Besatzung äußert und ein bisschen mehr Differenzierung erbittet. Dieser Mann ist ganz gewiss eine Gefahr für unsere wertlichen Weste, Verzeihung – westlichen Werte™ und der besorgte Anwohner hat das schon ganz richtig erkannt. Drüben bei mir äußere ich auch noch Besorgnis über die Verharmlosung von Flaggenverbrennungen durch diesen Mann. Schwarz-Rot-Gold, in Flammen, und der Mann findet das nicht so schlimm! Ich weine heute noch, wenn ich an die 30 Protestler in Malaysia denke.

Da soll sich doch jeder mal selber Gedanken machen und meinen Namen bei Google eingeben.



31. Oktober 2007
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Die Hannoversche Allgemeine hat das Thema nun auch bearbeitet:
haz.de/newsroom...l/art185,147712



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[...] Provinzcowboywillkür gegen Jungvermählte Stichwörter: Logbuch, Demokratie [...]



Hermann-Marcus Behrens
31. Oktober 2007
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Du hast noch was übersehen, als Du Dich "drüben bei mir" umgeschaut hast: Bei mir kann jeder in den Kommentaren schreiben, was er mag. Und ich ändere, sperre oder gehe auch nicht unsachlich auf Kommentare ein, nur weil sie mir nicht passen.



31. Oktober 2007
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Tja Hermi, mein Recherchegott, du hast mit deiner "Meinung" auch keine konzertierten Spamaktionen von der PI-Mafia zu befürchten. Ich musste in diesem Thread schon ganz andere Kommentare löschen bzw. nicht freischalten. Insofern: Für dich wie für alle anderen auch gilt das hier.



micha42
1. November 2007
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Hallo,

für den Herrn “Sie sprechen aber gut deutsch” hätte ich vielleicht auch ein paar deutliche Worte übrig.

Grundsätzlich ist es aber so, dass die Polizei Anzeigen, auch den dämlichsten, und sogar wenn auch die Beamten selbst sie vielleicht für bekloppt halten, nachgehen müssen. Und insbesondere wenn es nicht um Lappalien geht, auch bei (vorsichtig gesagt) schwachen Verdachtsmomenten. Sprich: der Einsatz an und für sich (wie gesagt: gewisse intelligente Äußerungen bestimmter Beamter mal ausgeklammert) war dann unvermeidlich.

Für mich gebührt somit mindestens 90% aller Kritik an dem Ganzen den paranoiden “lieben aufmerksamen” Nachbarn.



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[...] Flitterwochen endeten für Omar und Kathrin mit einer Hausdurchsuchung: Omar und ich mussten uns dann hinsetzen aufs Sofa, während das Haus durchsucht [...]



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[...] Provinzcowboys statt Flitterwochen: Wie schnell man zum Terrorverdächtigen wird [...]



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[...] Deutschland: 9/11-Cowboys retten die Dorfidylle [...]



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[...] Lesenswertes aus den Kommentaren zu den Flitterwochen eines “Terroristen”-Pärchens auf citronen…. Abgelegt unter: Wahrnehmung, Verhaltensmuster, Text&Sprache Stichworte: Auslaenderfeindlichkeit, Dummheit, Fremdenhass, Intoleranz, Kollateralschaden, Mengenlehre, Text&Sprache, Uneinsichtigkeit, Verhaltensmuster and Wahrnehmung   Von Silke Schümann am 13. November 07, 22:28 pm [...]



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[...] Citronengras.de: Willkür gegen Jungvermählte [...]



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[...] Pärchen, das während der Flitterwochen in seinem Ferienhaus von der Polizei überrascht wurde (Citronengras berichtete) oder an die Andrej H. Geschichte. Wie soll ich mich in einem Staat sicher fühlen, der seine [...]



Nülls
27. November 2007
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Provinzcowboywillkür (jetzt) auch in Bayern:
mdr.de/fakt/5039319.html



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[...] taz hat den Fall von Kathrin und Omar aufgegriffen, die ihre Flitterwochen in einem norddeutschen Ferienhaus verbrachten und von einem [...]



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[...] Da berichtet uns MaloXP eine Räuberpistole der besonderen Art. Zusammen mit der Geschichte von Andrej H. und anderen, puzzelt sich da in “Dalli-Klick” Manier ein Bild zusammen, das nichts, aber auch gar nichts Gutes ahnen lässt: Click [...]



3. Januar 2008
ad

“Sind wir wirklich schon wieder so weit?”

Ja, sind wir!

(Aber ich werde eine Antwort haben, wenn mich meine Enkel dereinst fragen, warum!)



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[...] global ist, die Staatssicherheit anders heißt, vernetzt und wesentlich besser organisiert ist. Omar war Opfer des staatshysterischen Terrorwindmühlenkampfes und hat etwas Kluges [...]



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[...] letzten Jahr hat mich auch der Fall von Kathrin und Omar auf die Palme gebracht, die ihre Flitterwochen in der Lüneburger Heide verbringen wollten. Ein [...]



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