Seid wachsam, Amerikaner!

Terrorgefahr Public Viewing
Terrorgefahr „Public Viewing“. Bild: tetedelacourse (cc)

Heute spielen die Türken gegen Schland. Dabei ist natürlich von Terror Massenzusammenkünften auszugehen. Am besten dürfte sein, man geht heute gar nicht auf die Straße, wenn man der US-Botschaft glauben schenkt:

Menschenmassen, die bisherige Deutsche oder Türkische Siege gefeiert haben, blockierten bereits Straßen und schüttelten Autos, welche versuchten, durch sie hindurchzukommen. Wir erinnern die Amerikanischen Bürger daran, dass selbst Massenzusammenkünfte und Demonstrationen, die eigentlich friedlich sein sollen, konfrontativ werden und möglicherweise in Gewalt ausarten können. Amerikanische Bürgern sind daher aufgefordert, Gegenden solcher Demonstrationen zu vermeiden und Vorsicht walten zu lassen, wenn sie sich in der Nähe solcher Umgebungen befinden. Amerikanische Bürger sollten sich mit Hilfe der Medienberichterstattung über örtliche Ereignisse auf dem Laufenden halten und sich stets ihrer Umgebung gewahr bleiben. (Übersetzung: ich)

Also, liebe US-Bürger: Heute abend stets das Transistorradio am Ohr (wegen Public Viewing-Gefahr, Ausschreitungen), keinen Döner kaufen (biologische Waffen, Gammelfleisch) und vor allem: Nicht in Kreuzberg oder Neukölln aufhalten (Stau, Schleudertrauma)!

[via Hauptstadtblog, Frederic bei twitter]

8 Kommentare

  1. da bleibt einem echt die spucke weg. da gibt es doch ganz andere gründe diesen ansammlungen fernzubleiben: besoffene menschen, die tun als hätten sie ahnung vom balltreten mit grässlicher schminke im gesicht.

  2. Genial paranoid! 😉
    Also ich habe es überlebt, einzige Gefahr Hörschaden, Schlaflosigkeit oder Alkoholvergiftung. 😉

  3. Ich war gestern, nachdem mich ein Freund darauf ansprach, dass er noch eine Karte habe, im Kino und habe mir das Spiel angesehen. Selbst als Nicht-Fan war es eigentlich sehr schön, vor allem, weil Türken und Deutsche friedlich nebeneinander (naja, im gleichen Saal) feierten und weil während der Bildstörungen eine Trommelkombo für Stimmung sorgte 🙂

    Letztendlich war es bei uns tatsächlich absolut ruhig und entspannt, nachher fuhren noch hunderte Autos durch die Innenstadt (und ich kam nicht raus….), wobei wieder Türken und Deutsche feierten und gleichermaßen fröhlich waren.
    Das Faustschütteln beider Seiten vorher war dann wohl doch eher freundschaftlich gemeint 🙂

    So hat (Passiv-)Fußball sogar mir Spaß gemacht 😀

  4. Ihr hattet wenigstens nur einen kurzen Bildausfall mit einer Telefonschalte zum Kommentator: hier in Österreich gabs im ORF zuerst eine Störungstafel mit der Information „wir entschuldigen uns für den Stromausfall im Burgtheater“ (was mir ein herzliches „Na und?“ entlockte: was brauch ich Strom im Burgtheater wenn in Basel ein Fußballspiel ist…?) gefolgt von einem Moderator der sich ein paar Minuten lang dafür entschuldigte dass er auch nicht weiß was los ist. Ein lustiges Volk, die Österreicher! 😉

  5. @ oasisUK:

    Ich hatte dich ja übrigens schon in Verdacht, dass du über irgendeine wichtige Vorrichtung Kaffee geschüttet hättest und für die Bildstörung verantwortlich wärst. Jetzt weiß ich, dass du’s nicht warst und bin beruhigt. ^^

    Sei froh, dass du die deutsche Übertragung nicht mitbekommen hast. Das Gute an Bélâ Rèthý (hoffe die Accents und Hausdächer sind richtig gesetzt) ist nämlich, dass er die meiste Zeit die Schnauze hält. Da kann gerade die übelste Schlacht auf dem Rasen herrschen und Rêthý ist still. Als das Bild jedoch ausfiel, während der Ton zumindest zeitweise zurückwar,musste er sprechen und das hat er wirklich nicht sehr souverän hinbekommen.

  6. Nunja, wir hatten im Kino erst kein Bild, dann eine Einblendung mit dem Hinweis, dass eine Störung vorliegt, dann ein Überlebensgroßen Portrait des Kommentators und ne Tonübertragung, die übrigens ne echt gute Quali hatte 😀
    Dann war das Bild wieder da, zeitweise der Ton weg, der Kommentator entschuldigte sich dafür, dass es im internationalen Fernsehzentrum nen Stromausfall gab und das Spiel ging weiter, bis zum nächsten Ausfall.

    Irgendwann hat das ZDF dann das schweizer Bild gesendet und den Ton selbst gemacht… Besser als nichts 🙂

  7. File not found.
    Kommt wenn ich auf den Link klick 🙁

    Aber als Amerikaner hätt ich ja im ersten Moment auch Angst wenn
    die sich mit so vielen zum Public Viewing treffen: „Im englischen Sprachraum bezeichnete der Begriff […] die öffentliche Aufbahrung eines Toten.“

  8. Die haben nichts besseres tun. Im eigenen Land die Waffengesetze lockern (wo nächtlich viele Menschen erschossen werden) und bei uns das Public Viewing anprangern. haha

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