StudiVZ-Blog defaced

Um mich mal als Newsaggregator zu prostituieren: Mit wenig zählbarem, aber einem nicht zu leugnenden ideellen Schaden wurde vor einer guten Stunde das Blog von StudiVZ.de/.net vom CCC defaced, also gehackt. Der Beitrag ist gerade geschlossen worden, der Text ist weiterhin hier nachlesbar, ein Screenshot ist hier zu finden. Wie gesagt – spektakulär, aber weit weniger schadhaft für die eine Million Nutzer des Portals als z.B. die mögliche öffentliche Verfügbarkeit von als persönlich klassifizierten Daten (Alle wichtigen Details im Wikipedia-Artikel), die – Gott, lass Gnade walten – besser nie in die Hände irgendwelcher Personalchefs gelangen. Karriere verhagelt aufgrund zwielichtiger Gruppenmitgliedschaften? Diese Schreckensvision ist gar nicht mal so unrealistisch, wenn man bedenkt, dass bereits die kompletten Benutzerdaten aller Benutzer heruntergeladen und analysiert wurden.

Ein ernst gemeinter Rat: Abmelden da. Besser spät als nie.

[via]

5 Kommentare

  1. Sehr spannende Geschichte, mit ein bisschen Benimm wäre das zu verhindern gewesen, ich hab mir auf jeden Fall gerade mal ein Notebook bestellt. 😉

  2. ach was, jetzt erst recht! ansonsten sollte jeder gleich das internet meiden. dsl? abmelden da. besser spät als nie.

  3. TITLE: Ach du nu wieder…
    Wie war das beim Dude? Deutsche Nihilisten!
    Aber Du hast mit Deiner durch die Blume geäußerten Kritik auch recht, sich auf Kosten von StudiVZ Profilieren ist einfach dieser Tage. Jedoch erreicht ZG auch einige Kommilitonen, die sonst keine Blogs lesen, weswegen ich das hier grad mal wichtig find‘.

  4. wenn, dann sollte man zu einem überlegten und selbstbestimmten umgang mit seinen persönlichen daten AUFRUFEN. denn das problem der datensicherheit besteht überall. und die frage, wie viel man von sich dem internet preis gibt, muss jeder für sich selbst herausfinden. das ist kein studivz spezifisches problem. es ist nur gerade ein leichtes ziel, geht aber am eigentlichen thema vorbei. meiner meinung nach.

  5. He Leute, geht verantwortungsbewusst mit euren Daten um!
    – wie jetz ^^
    Na, zum Beispiel nirgendwo anmelden, wo man euren vollen Namen wissen will. Den auch in Blogs z.B. nicht freiwillig hergeben.
    – wtf??? wieso dat denn???
    Na, weil man euch dann in Windeseile z.B. ergoogeln kann. Weil man pipi-einfach Sachen über euch rausfinden kann, die aus anderen Lebenssphären stammen. Weil Ihr nicht wisst, wo eure Daten sind, was mit denen gemacht und mit welchen anderen Daten verknüpft werden.
    – omg, mir doch latte. wenn ich was ins internet reinschreibe, will ich doch, dasses gelesen wird.

    usw.

    Die „Jugend von heute“ kann erstaunlich ignorant sein, was den Schutz ihrer eigenen Privatsphäre angeht. Ich denke, die beste Methode ist immer noch, sie direkt mit konkreten Situationen zu konfrontieren, wo solche Nachlässigkeiten fatal sein können. Die Angst vor Nachteilen auf dem Strich Arbeitsmarkt ist so eine, die typisch für diese Zeit ist und die ich denen deswegen im Artikel oben vor den Latz knallen wollte, als Nachdenkanreiz und weil sie auch auf nix anderes hören (wenn überhaupt). Gerade StudiVZ eignet sich auch gut zur Veranschaulichung. Ergo: Gleiche Meinung, andere Methode.

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