meist manchmal, selten oft

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IKEA Berlin

Weil wir nach 5 Jahren in dieser Bude immer noch keinen Couchtisch hatten und die Dinger bei den Schweden so unfassbar günstig sind, dass man geradezu zwangsweise annehmen muss, dass die Sofenbeisteller von vierjährigen rumänischen Kindern in zwei mal zwei Quadratmeter-Baracken unter perpetuierter Lösungsmittelbeschallung geschreinert wurden, was man in manchen Momenten aber einfach mal verdrängen muss, denn man hat ja selber nicht so viel Geld, haben wir uns am letzten Sonnabend zu IKEA begeben, wo mir nach dem obligaten Hackballspachteln und dem sinnhaft verknüpften Klobesuch auffiel, dass im Waschbeckenraum (nennt man das so?) an der Wand ein Kondomautomat, kurz Kondomat, hing, was ich mit dem familienfreundlichen Image, das sich die Möbelhauskette so penetrant-smuggig auf die Flagge schreibt, gar nicht mal komplett inkompatibel assoziiere, also nicht weiter wild, wurde ich bei genauerer Betrachtung Gewahr, dass neben den drei Sorten Präservativen dort auch ein ominöser “Rubbel Ring” und eine Reisevagina (“TravelPussy”) für je 3 € zu erstehen waren, und ich sagte im Stillen zu mir selbst: WTF! und außerdem: Möbelhaus, im Interesse der Kinder — DER KINDER! — wähle deine Sanitärraumbestückungshandelspartner zukünftig bedachter.

Ikea: Pariser, Travel Pussy und Rubbel Ring

Bild

Schon seit einiger Zeit frage ich mich, woher das Idiom “eingefleischter Fan” stammt, denn etwas einzufleischen ist nun wirklich ein merkwürdiges Bild. Der Lösung näher gekommen bin ich nun: Auf einem US-amerikanischen Barbecue-Fanblog wird das Geheimnis des Einfleischens erklärt. Um genau zu sein, und das ist der Gipfel der fettgetränkten Lässigkeit, wird hier Fleisch eingefleischt. Und zwar doppelt, also quasi eingefleischtes Einfleischfleisch. Es ist so abartig. Ladies and Gents: die Bacon Explosion! [natürlich dem Wurstblog entnommen]

Weißwurst und Bier

Das kann doch nicht angehen, dass man die Schwarzen lobt und dann keine Gegenbeispiele anführt. In Bayern regiert leider immer noch der renitente kleine Bruder CSU. In der geht’s immer hoch her, kein Wunder bei der Mitgliederstruktur. Wer uns Nichtbayern dort schon alles auffiel: Westentaschennapoleons wie Effjott Strauß, ein Ede Stoiber, der mit Akten ins Bett geht und nun für Demokratieabbau verantwortlich ist, Markus Söder, ein Opportunist, der auch keine Widerlichkeit auslässt, sich beim Stammtisch anzubiedern, die geschasste “Krachlederne” Gabi Pauli, als Frau die auch mal widerspricht in der CSU ja sowieso Punk, und natürlich Günther “An jeder Ecke ein Terrorist und in Computerspielen sowieso” Beckstein. Eine CSU, die jahrzehntelang allein regierte, braucht dieses breites Spektrum an Persönlichkeiten natürlich zu Demokratiesimulationszwecken. Wäre ja schlimm, wenn alle in der Partei an einem Strang zögen, da könnte man ja auf die Idee kommen, man habe es mit einer Einparteiendiktatur wie bei den verhassten Sozialisten zu tun. Nein, natürlich ist das nicht vergleichbar. In Bayern gibt es ja nun wirklich keinen sozialen Druck, die “richtige” Partei zu wählen. Beziehungsweise kaum.

Für die Granden der CSU muss es ein Vabanquespiel sein, einerseits die stramm rechten Politikvorstellungen zu bedienen, die ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung offenbar hegt — andererseits aber über die Grenzen Bayerns hinaus zu demonstrieren, dass man selbstverständlich mit beiden Beinen auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehe (auch wenn man mit dem Grundgesetz so seine Probleme hatte und es bis heute nicht ratifizierte). Wegen dieses ambivalenten Verhältnisses zur Basis und zur Bundespolitik finde ich, dass das Lachen der Abgeordneten als Reaktion auf die folgende Rede auf dem letzten CSU-Parteitag, bei der die Maske ein wenig fiel, auch eine aufgesetzt-nervöse Konnotation hat: Obwohl solche Äußerungen dem Denken vieler unserer Wähler entspricht, könnte es nach außen durchaus peinlich wirken. Also besser kichern und vorgeben, dies sei irgendwie Comedy. Aber vielleicht sehe ja nur ich das so.


YouTube direkt: Normal | HiQ | Download

Falls jemand den Akzent nicht versteht, eine Kurzzusammenfassung: Bayern ist die CSU und andersrum. Der Freistaat wird von Freimaurern, den “roten” Medien sowie Nicht- und Falschgläubigen unterwandert, keiner schert sich um den Mittelstand. Deswegen sollte man mehr auf die Stammtische hören, denn da wird die Politik gemacht. Und auf Edmund Stoiber. Am besten wäre es, wenn sich Bayern von der Bundesrepublik abspaltete.

Diese in meinen Augen zwischen Entrückung und leichtem Wahnsinn wirkende Rede stammt von Georg Pfister aus dem Bamberger Kreistag, der wie es scheint bereits 2005 ein Redeverbot für Grünen- und SPD-Abgeordnete und die Wiedereinführung des Volksgerichtshofes (Stichwort: Todesurteile gegen die Geschwister Scholl, Klaus Bonhoeffer, Stauffenberg) gefordert hatte.

Okay. (dieses Okay ist exakt so auszusprechen wie Kevin Spacey es in “American Beauty” tut, als er Mena Suvari kennenlernt)

Bild: *Noema* (cc)

Schokobrunnen

Zwischen Inkontinenzslip und Möhrenzerhäcksler fand sich im der gestrigen Tageszeitung beiliegenden Drogeriemarktprospekt das Angebot eines Schokoladenbrunnens. Frage: Was ist das? Wozu braucht man es? Was besagt die “Funktionsanzeige”? Und welche “Deko” meinen die? Ich will ja googeln, aber ich trau mich nicht so recht.

Bitte nicht nachfragen, warum ich mir sowas bei YouTube angucke (das war nur ein blöder Zufall, Herr Wachtmeister, ehrlich!), aber dieser Kommentar ist irgendwie süß:

german songs are the best

Da muss ich mich gleich mal revanchieren und unter irgendwelchem skandinavischen Liedgut kommentieren:

swedish rockstars are the best

roxete
abba
ace of bace
refused
rednex

Außerdem — lieber Spammer, der du uns vorhin mit dem Betreff

Heutzutage, Sie wissen ja...

erfreutest: Impotenz war interessanterweise schon immer eine Vokabel mit Migrationshintergrund.

Wolle Clements Gesichtsmajuskel
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Meiden Sie Aspirin. Besuchen sie Sebastians Facepalm-Sammlung.

MantelKurios, kurios, diese neue italienische Modelinie, die ich im Wurstblog gefunden habe. Wie sieht denn das aus? Gar nicht so richtig, ne? Die Dame lächelt aber auch gequält. Man kann sich auch Shrimps anziehen, wie ja jeder spätestens seit Helge Schneiders “Ich habe mich vertan” weiß. Aber das sieht ja auch gar nicht aus.

In der folgenden Version des Songs kommt das gar nicht vor mit den Shrimps und statt 400 kg Mailänder Salami kauft er auch nur 100. Aber es handelte sich, glaube ich, ja auch erst um eine “Beta” und macht deswegen nix. Helge ftw!
 

fand das Blog Cartoon Brew in der Zeitschrift My Weekly Reader aus den pettycoaty-nierentischy 50er Jahren: Uncle Funny Bunny and Chumpy. Die Witze sind so schlecht, dass man schon wieder lachen muss. Einige der “Gags” kennen ehemalige Leser sicher auch aus der Sektion “Donalds Lachparade” im deutschen Micky Maus-Heft.

Uncle Funny Bunny and Chumpy

[via Boing Boing]

USB-Männer

Bart
Es ist Kunst.

Herrschaftszeiten, ich werde momentan nicht nur von Spamkommentaren nöliger Rentner überschwemmt, sondern — um gleich mal bei Wassermetaphern zu bleiben — YouTube spült mir gerade so viele schöne und schön schrullige Videos hervor, dass ich kaum an mir halten kann, sie hier kommentarlos zu embedden. Warum ich’s nicht tu: YouTube-Videos im Blog gehören sparsam, mit Bedacht, erläuterndem Kommentar und stets auch etwas verschämt gepostet, denn man will ja beim Leser den Eindruck aufrechterhalten, man sei nicht kreativ ausgeblutet, habe immer noch spannende Geschichten zu erzählen und durchlaufe auch mitnichten eine schreibfaule Episode. Heute aber ist mir dies alles “Ladde”. Flashvideomassaker!!!1

Jedenfalls… Globalisierung! Man hört ja ständig im Radio, dass Jet Set-Muttis ihre Bälger für die Konkurrenz auf dem internationalen Arbeitsmarkt rüsten, indem sie sie schon im Krippenalter mit Trainingsstunden in Mandarin konfrontieren. “Schina is’ eben ‘ne aufstrebende Industrienation, da passiert einfach grade wahnsinnig viel. Man muss da offen sein für neue Ansätze. Wir wollen, dass unser Leon optimale Schongsen später hat und lassen ihn deshalb eine Sprache lernen, die heute schon von einem Viertel der Menschheit gesprochen wird”. Totaler Schwachsinn, aber mich fragt ja keiner. Spitze hingegen, wie die Chinesen sich Englisch beibringen. Im TV, mit Sex & Crime! Na gut: Mit Aerobic & Crime! Bitte alle z’amm: Spare me my life! Spare me my life! [via]

«Learn English A Better Way. Kampfkunst gnadenlos. Flaniermeile zerbrochener Träume.» weiterlesen