Zwischen all dem Liebesgedüdel und Rechtsradikalenbeschimpfe will endlich auch mal wieder auf die Dolce Vita hingewiesen sein.
Die Steigerung von Genuss ist Luxus, die Steigerung von Luxus aber hat kein Wort, ist lediglich optisch darstell-, sowie sinnlich erfassbar. Ein wohlfeiles Beispiel dafür sind die gediegenen Werke der Lebensmittelfotografie aus den 70er und 80er Jahren, auf die Meskalinopolis zuletzt hinwies. In den Flickr-Gruppen “Vintage Cookbooks” und “Magically Revolting” findet sich diese zu Unrecht verkannte Art von Kunst zuhauf, meskalin lud auch selber einige hervorragende Exemplare hoch.
Guten Appetit.
Im Laufe einer Beziehung wird den Partnern manchmal klar, dass man sich zwar ergänzt und eigentlich alles stimmt, sich aber die Liebe zueinander verändert hat – aus Liebe ist Freundschaft geworden. So war es auch bei uns. Deshalb haben wir uns entschlossen, uns zu trennen.
Yvonne Catterfeld und Wayne Carpendale erklären sich Family Values schonend der Öffentlichkeit.
Weltfrieden ist, wie man ja weiß, nicht ohne bewaffnete Truppen zu erreichen. Da immer weniger junge Kerls sich jedoch in den Schützengräben des Planeten gegenseitig mit Splittergranaten, Mörsern, Streubomben, Bazookas, UZIs, Kalaschnikows und wie das Handwerksgerät der Bewehrten sonst noch heißen mag, gegenseitig bewerfen wollen, rückt auch das Ziel der Friedlichkeit zwischen den Völkern in immer weitere Ferne. Was also tun? In der Ukraine, man kennt und liebt sie für Beta-Carotin-gefärbtes Massenaufbegehren, Frisuren und einen Fußballspieler, hatte man eine Idee. Dem jungen Soldaten wird eine Werbespot-unterstützte Imagekur verpasst: Der Uberpimp, welcher schnieke Karren mit Sechsradantrieb fährt und häufiger der Vielweiberei als dem öden Kriegsgefecht frönt. Fazit: Fast so kuhl wie die estnische Werbung für Geflügelhackfleisch. Bestimmt wurden hernach die Verpflichtungsbüros gestürmt.
Auf der YouTube-Seite gibt es eine englische Übersetzung des Gesprochenen. Ich übertrag’s ins Deutsche, übernehme für die Richtigkeit aber teflon-like keine Haftung.
Mädel 1: Nimmst Du uns mit auf eine Fahrt mit dem BMW?
BMW-Fahrer: Sogar bis ans Ende der Welt.
Soldat: Hey, ich würde gerne etwas Wodka trinken, Mädels!
Mädel 1: Einen Moment …
Mädel 2: Wo lebst Du?
Soldat: Genau hier. Tagsüber auf der Arbeit, nachts in den Diskotheken.
Mädel 1: Welche Arbeit???
Soldat: Vertrag natürlich.
Blondine: Vertrag? Ehevertrag oder was?
Mädel 3: Der Armeeverpflichtungsvertrag, du Funzel.
BMW-Fahrer: He, wollten wir nicht eine Runde im Auto drehen?
Mädels: Vergiss es. Fahr doch alleine.
Erzählstimme: Es ist Zeit für neue Helden. Mit vertragsbasiertem Dienst in den ukrainischen Streitkräften.
[via]
Nachdem ich in der Urlaubsvertretung für Pantoffelpunk die Besucher mit nordkoreanischem Propaganda-TV mutmaßlich leicht an-erschreckt habe, hier nun, für treue Citronengras-TV-Gucker, die wirklich erschütternden Videos. Bizarre Werbefilme aus Estland! Sie stammen von einem gewissen Harry Egipt, der Ende der 70er bis Anfang der 90er aktiv war und heute, so sagt man, einen gewissen Kultstatus innehat. Dank an das Osteuropablog für’s Entdecken und Bekanntmachen. Die Beschreibungen auf den jeweiligen YouTube-Seiten, das sei hier noch erwähnt, sind sehr informativ. Los geht es.
1. Werbung für Kaugummi. Aus dem Westen reverse-engineered, zeitweise aber wegen der moralzersetzenden Wirkung verboten.
(YouTube-Direktlink)








