meist manchmal, selten oft

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Und wir fragen uns eben noch: Warum ist denn hier so viel Polizei am Ostbahnhof und was soll das mit dem Absperrband vor dem McDonalds und warum kommt hier ‘ne Durchsage, dass alle den Bahnhof verlassen sollen? Da haben die den Bombenheini geschnappt! Und wir waren live dabei, toll.

Hey, dachte ich, wie komm ich denn zu der Ehre? Auf den Internetseiten zweier Zeitschriften für die pubertierende Jugend, namentlich denen von “Yam!” und “Mädchen”, fand sich ein Artikel, beiderseits gleichen Inhalts, der mich verlinkte. Er thematisierte die “Bloggermania”, jenen “neue(n) Trend im Web”, wie fetzig[1] das sei und toll. Dabei wurde Citronengras neben zwei mittelmäßigen und einem guten anderen als Lieblingsblog von Denise (20) angegeben, “die selbst eine coole Page hat” und Tips (“Ich mag witzige Alltagsituationen”) zum Schreiben eines Webblogs (sic!) feilbot. Das alles fänd’ ich ja noch halbwegs schmeichelhaft, wenn… Ja – wenn da nicht ein störendes Detail wäre. Yam! und Mädchen werden vom Axel-Springer-Verlag vertrieben und mit diesem Pack will ich nun absolut überhaupt nichts zu tun haben.

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  1. Das Wort “fetzig” habe ich hier absichtlich eingefügt, denn ich gehe steil auf abgegriffene Wendungen der Jugendsprache. Im Prinzip machen auch diese Zeitschriften nix anderes – das wiedergeben, wovon die Redakteure glauben, es sei modern, ohne Rücksicht darauf, dass ein Begriff der Jugendsprache in dem Moment obsolet ist, da mehr als drei Erwachsene ihn in ihren aktiven Wortschatz eingemeinden. Dann schon lieber altmodisch, aber dazu stehen. [zurück]