
Ich könnte diesen Beitrag knallhart auf Berlinerisch verfassen, aber sind wir mal ehrlich, Folklore dieser Art wirkt immer albern. Einzige Ausnahme der Regel: die “Didi & Stulle”-Comics von Fil. Die Erlebnisse von Dieter Kolenda und Andreas Stullkowski werden in ihrem global recht derben Witz durch den rotzigen Slang nämlich bereichert. Alle zwei Wochen erscheint eine Seite der fortgesetzten Großstadtgroteske im Stadtmagazin Zitty und — da der Rest des Hefts oft unerträglich ist — dankenswerterweise jährlich in einem Sammelband. Bei uns im Haus ist Tradition geworden, dass der je aktuell erschienene Band unter dem Weihnachtsbaum liegt. Dieses Jahr erscheint schon Nummer “Achti” mit dem haarsträubenden Titel “Getötet vom Tod”, irgendwann so gegen Ende November, Anfang Dezember. Super: Der Reprodukt-Verlag, wo Fils Werk erscheint, hat jüngst in seinem Blog die ersten fünf Seiten daraus vorveröffentlicht. Etwas klein, aber mit Strg und + oder Leselupe haut det schon. Huch. Hier und da gibt’s auch noch Leseproben, aber aus anderen Epochen. Your mileage may vary.
Lanu von der BooCompany hat ein Preisausschreiben ins Leben gerufen. Wer ihr den besten Grund darlegt, warum Fernsehen tödlich sein kann, gewinnt ein pinkes T-Shirt, welches die Fernsehsendung “Dexter” bewirbt. Da meine Liebste und ich Freunde dieses schmackhaften Bissens Fernsehunterhaltung sind und ich finde, dass dieses Leibchen ihr gut zu Körper stünde, nehme ich auch teil. Meine Einreichung ist jedoch kein Text, sondern ein Comic. Der mag reichlich trashig rüberkommen. Ich muss mich dafür entschuldigen, aber jene Glanzzeiten, in denen ich diese Form der Unterhaltung stapelweise kreierte, sind etwa seit dem Physikunterricht der 13. Klasse vorbei.
Nichtsdestotrotz, hier ist mein Wettbewerbsbeitrag. Achtung, Blood & Gore! Mann mit Hut in: Fernsehen tötet (Klick für groß).
[Update:] Ja wie tight ist das denn? Ich habe gewonnen!
