Archiv für das Schlagwort ‘Download’

Bild: takomabibelot (cc)
Cliff Bolling aus Oregon sammelt Schellackplatten. Da die Musik der Öffentlichkeit auf herkömmlichem Wege nicht mehr zugänglich ist, digitalisiert er nach und nach sein Archiv und stellt die Musik als MP3 ins Web. Trotz tausender Songs habe es bisher noch keine Copyrightbeschwerden gegeben.

Bollings Archiv ist leider nicht gerade hübsch, etwas unübersichtlich nach Titeln geordnet und listet auch die Jahreszahlen nicht auf. So bleibt einem nur, sich mehr oder weniger blind durch die schiere Masse an Jazz, Swing, Country und was noch so in den 30ern und 40ern angesagt war, zu wühlen. Macht aber nix, denn es geht ja um die Musik und mit der kann man sich stundenlang beschäftigen. Darunter befinden sich übrigens auch Songs von Louis Armstrong und Nat King Cole. Tip: Mit dem delicious Playtagger-Bookmaklet[1] kann man sich die Tracks direkt auf der Webseite anhören.
Anspieler:
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International Novelty Orchestra: After the Ball is Over (Download)
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Benny Goodman: Bei mir bist du schön (Download)
[via Gulli]
- den Link unter “Browser button” in die Favoritenleiste des Browsers ziehen [zurück]

Ein kleiner Musiktip: Man kann das “Trennungslied” von PeterLicht, ein Vorgeschmack auf das am 5. September erscheinende Album “Melancholie und Gesellschaft”, als MP3 kostenlos in guter Qualität herunterladen. Dazu einfach hier bei Motor Music den Code “lipemo” eingeben. Langjährige Leser dieses Blogs wissen, dass ich ein Faible für den Kölner Liedermacher mit der naiv-weisen antikapitalistischen Attitüde habe und leiten daraus ab, dass ich mich auf die neue Platte wie Bolle freue.

Was kann ich nur noch in meine Venen pumpen, um den energischen Bässen des kommenden Songs auch nur im Ansatz gerecht zu werden? Spring herum, weine, wirbel mit den Armen ruft sie mir zu, die Musik, aber nix geht mehr. Kraft heißt Bratzes Platte und die Single “Jean Claude” ist ganz klar *d*e*r* [file under:] auf Deutsch gesungene nachdenkliche Elektrostampfer des ausklingenden Jahres.
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(Direkt-Download: last.fm | Bandseite | empfohlen: Coral Cache)
Militärische Orden, kirchliche Weihen, Pfadfinderabzeichen und Ritterschläge gebühren ihnen aber, neben der musikalischen Qualität, dafür
- zum Teil aus Clickclickdecker zu bestehen (der andere Teil – Der Tante Renate – hat wohl auch einen Namen, der mir aber bis dato nicht vertraut war)
- zu bloggen und ihre Single für umme in die Welt zu werfen
- Konzerte mit dem “Wolf” zu veranstalten.
Ist das geil! Man will glatt wieder 19 sein.
Bratze @ Wikipedia (grad erst den Stub erstellt eine Sofortlöschungsdiskussion provoziert) | last.fm | MySpace | Amazon
Neulich waren The Boxer Rebellion Vorprogramm von Voxtrot. Letztere waren ziemlich gut, aber die Vorband… Wow, mich hat schon lange nicht mehr eine unbekannte Band so mitgerissen. Um genau zu sein seit Kashmir nicht und das ist nun auch schon eine Olympiade her. Ich könnte jetzt in die Metaphernbox greifen und ein paar Aquarelle malen, warum die Musik so geil ist, aber ich tu’s nicht, denn das wirkt immer so aufgesetzt, die Zeiten sind vorbei. Okay, eine “gönne” ich mir doch: Das ist Wintermusik.
Man sollte ihnen eine Chance geben, wenn man Radiohead mag, aber auch so Progzeuch wie Dredg. Kashmir wären ebenfalls eine Referenz, Blackmail in ihren ruhigen Momenten, Interpol, Editors (bei denen haben sie auch schon eröffnet) und vielleicht kennt ja einer noch die Cooper Temple Clause, sowas eben.
Durch Zufall, nämlich hier, bin ich jetzt drauf gestoßen, dass die Band ihr 2005er Album “Exits” bei lastfm komplett zum kostenlosen Download anbietet. Wie freigiebig ist das denn? Ich sag mal: Deal. Mein Lieblingsstück von der Platte ist “World without End” und das hörste dir am besten mal selber an.
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The Boxer Rebellion: Website, bei Amazon und bei MySpace. Einen Wikipedia-Eintrag gibt’s noch nicht.
In Frankreich wird eine neue Behörde gegründet, die Filesharing verfolgen soll. Bei mehrfacher Zuwiderhandlung sollen Internet-Anschlüsse sanktionierend gekappt werden. Applaus gab’s von der Contentmafia Contentindustrie, die die entsprechenden Entscheidungen freilich massiv angeschoben hatte. Als Zuckerbrot für den redlichen Untertan gibt’s ein Verbötchen von DRM. Mehr bei der Tagesschau und gulli.
Ich glaube nicht, dass sich Filesharing, trotz solch enormer politischer Eingriffe, noch in irgendeiner Weise eindämmen oder gar wirkungsvoll verhindern lässt. Eher dürften sie befördern, dass die User auf anonyme Systeme wie ANts P2P und MUTE oder in Freundesnetzwerke wie ExoSee und AllPeers (das seit meinem enttäuschten Resumée von vor einem Jahr ziemlich poliert wurde) wechseln, mal ganz abgesehen von den guten alten transportablen Festplatten, deren Kapazität sich auch nicht verringert. Was bleibt ist ein fader Eindruck davon, wie viel Einfluss Lobbyisten auch in Frankreich haben (Verweis auch nochmal auf das Verbot in Frankreich, Software zu programmieren, die zum illegalen Tauschen urheberrechtlich geschützten Materials verwendet werden könnte), welche Gängelung und Kriminalisierung der Bürger im Namen der Wirtschaft möglich sind und welch größenwahnsinniger Freak zu sein Sarko immer wieder zu beweisen imstande ist.
[Update:] Heise berichtet auch. Interessant, neben den nun staatlich forcierten, aber bereits heute veralteten Techniken zur Filesharing-Filterung, die die Provider einsetzen sollen, ist Sarkos Militär-/ Kriegsmetaphorik:
Wie der französische Präsident Sarkozy am gestrigen Freitag sagte, sehe er die Vereinbarung zwischen dem Staat, den Internetprovidern und den Contentanbietern einen “entscheidenden Schritt für den Fortschritt des zivilisierten Internet”. Hier gebe es eine “neue Grenze”, ein “neues Reich zu erobern”. Wenn man nicht handeln würde, entstehe mit den Breitbandverbindungen für die Filmindustrie dieselbe Gefahr des wirtschaftlichen Niedergangs wie für die Musikindustrie. Man riskiere, eine “wirkliche Kulturzerstörung” zu unterstützen, wenn man nicht mit “intelligenten Mitteln” einschreite.
Ein kleiner Napoleon, oder?

Foto: viewfrombaxter (cc)
Traurigerweise ist das Thema Amoklauf gerade wieder aktuell, drum möchte ich auf einen sehr empfehlenswerten der (auch sonst sehr hör-baren) Vortragsmitschnitte vom “Gegenstandpunkt” hinweisen. Hier der Erziehungswissenschaftler Dr. Freerk Huisken zum Thema
Erfurt, Emdstetten: Der nächste Amoklauf kommt bestimmt –
Über erwünschte und unerwünschte Behauptungsstrategien von Konkurrenzverlierern
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Teil 1: “Singuläre Taten verwirrter Einzelgänger” (Direkt-Download)
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Teil 2: Wie wird man Schulverlierer? (Direkt-Download)
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Teil 3: Die Sache mit dem Selbstbewusstsein (Direkt-Download)
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Teil 4: Demonstrative Rache aus verletzter Ehre (Direkt-Download)
Download des gesamten Vortrags in einer MP3-Datei
Hinweis: Die Download-Links habe ich über den Coral Cache umgeleitet, um den Server von argudiss zu schonen. Falls irgendwas damit nicht klappen sollte: Einfach händisch das .nyud.net aus der URL entfernen.
Sollte der geneigte Hörer hernach immer noch der Meinung sein, Nichtigkeiten wie die sogenannten Killerspiele seien solchen Ereignissen singulär kausal vorangestellt, der darf sich gerne noch mit der ZDF-Beinahe-Satire “Mama, Papa, Zombie” aus den Achzjern konfrontieren, die die Verrohung der Jugend richtigerweise an der grassierenden Verbreitung von VHS-Kassetten mit Splatterhorrorstreifen festmacht.
The Verve kuscheln wieder in alter Besetzung miteinander und stellen 14 Minuten Proberaummitschnitt dem Papierkraken NME zur Verfügung, was aber in dem Fall nix macht, weil sich das deswegen jetzt jedermann runterladen kann. Persönliches Fazit: Toll! Klingt etwas psychedelischer als Ashcrofts Soloplatten und ist was für jene, die die Band nicht nur für den einen Song auf dem Sondtrack dieses einen schlimmen, schlimmen Films mögen. Und The Verve gehören einfach zusammen. [via]
[Update:] Beim NME ist der Download entfernt worden. Stattdessen kann man die Session aber noch bei Rapidshare runterladen.
Der Rapidshare-DL Ist leider gekickt worden. Technisch bewanderte Zeitgenossen mögen in den einschlägigen Tauschbörsen gucken.

Hab ich gerade irgendwie aus Zufall entdeckt: Die “Rote Raupe”-Mixtapes. Gratis Musik für etwa, um mal ein Klischee zu bemühen, den Nachmittag am See. Vielleicht auch: Weinend in der Ecke kauern. Auf der letzten, nämlich der vierten Ausgabe befinden sich u.A. der große Mr. clickclickdecker, die Lokalmatadore delbo, die immer so seltsame Texte haben, Home of the Lame, mit denen bzw. dem man oasisUK feucht im Schritt kriegt und Tom Liwas prachtvolles “Für die linke Spur zu langsam”. Hör mal, wie schön das ist:
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Apropos Weinend in der Ecke kauern: Da war heute ein Pärchen, die saßen auf der Treppe neben der Sparkasse, sie weinte und er tröstete sie. Wir fragten uns im Geheimen nach dem Grund für ihre Traurigkeit, wie man das eben so macht. Verlässt er sie? War etwa einer gestorben? Vielleicht haben sie kein Geld mehr? Meinte S so: “Vielleicht muss er in den Krieg.” Stimmt, denk ich noch, das kann’s ja heutzutage auch sein.
Was ist der wichtigste Dokumentarfilm unserer Tage? Und: Was läuft eigentlich grundsätzlich schief in unserer Welt?
Antwort: The Corporation gucken, schlauer werden. Geizen tu ich ja nie an Superlativen, aber der Film ist’s echt wert. “The Corporation” betrachtet das Konstrukt Konzern so, wie ihn auch die Juristerei sieht: Als Person. Das allerdings auch aus psychologischer Perspektive – anschaulich, geschickt und inspirierend. Eine großartige Dokumentation, ein wahrer Augenöffner. Das beste: Der Film darf nunmehr legal kostenlos heruntergeladen werden. Per Torrent. Auf Englisch zwar, aber leicht verständlich – und demnächst werden sicher auch deutsche Untertitel auftauchen. [via, via, via]
Torrent-Datei: Klick.
Downloaden geht mit jedem Torrent-Programm. Ich empfehle µTorrent, oder – für Unrasierte Faule den frischsten Opera-Browser. Zum Abspielen des Films gilt im Zweifelsfall der Player VLC als narrensicher.

(Bild von Sebibrux entwendet) Berliner Fenster: You know what I’m saying?
Die Band Ganz Großes Tennis ist jung, lustig und hat einem Berliner Heiligtum gehuldigt. Der allseits beliebten Berieselung mit aussagekräftigen Bildern und kurzen Sätzen in der U-Bahn: Dem Berliner Fenster.
Dieses wird gefüttert mit Content aus der Räuberpostille BZ, die – erstens – nicht mit der Berliner Zeitung verwechselt werden sollte und – zweitens – eine von vier Tageszeitungen in Berlin aus dem Hause Springer ist.
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Ganz Großes Tennis – Dumm (Berliner Fenster) (MP3, 1.46 MB, 3:11 Min.)
Die Band erreicht man unter ganzgrossestennis.tk. Obig verlinkten Song habe ich mühevoll aus einem Radioauftritt extrahiert, der auf der Seite der Jungens zum Download angeboten wird. Die aktuelle Platte ist für’n Appel (5€) und ‘n Ei (1,70€ Versand) genau da erhältlich. Geht’s geiler?
