Der Spiegelfechter hat eine hübsche Polemik über die Maßnahmen zum Schutz einer Gesellschaft geschrieben, die zuvor, scheint’s, hilflos röchelnd vor den Nikotinfaschisten im Staube kroch.
[Eine skurrile Situation], die in Niedersachsen schon Normalität ist: In einer neuerdings schlechter gefüllten Kneipe musste eine Trennwand gezogen werden, um den Rauchern ein Habitat zu schaffen. In dieser Rauchzelle sitzen Raucher und Nichtraucher eng beieinander und haben ihren Spaß so wie früher – der einzige Unterschied ist die schlechtere Luft, da sich der Rauch trotz Lüftung auf einen kleineren Luftraum verteilt, womit niemanden ein Gefallen getan wurde. Der große Nichtraucherbereich, samt Theke, ist fast menschenleer. Die wenigen Gestalten an der Theke bekunden auch, ihnen wäre es lieber, wenn wieder geraucht werden dürfte – die saubere Luft sei zwar nett, ersetze aber nicht die verlorene Gemütlichkeit und der neuerliche Separatismus der Masse spalte die Gesellschaft. Ist es das, was die Politik will?
Zu häufig erwische ich mich dabei, zu denken, man wolle nur noch eben diesen Blogeintrag lesen, diesen Artikel überfliegen, in diesen Thread posten und dann ab, auf den Balkon. Etwas später bin ich dort, realisiere, frage mich, was ich hier will, atme ein, schaue runter, atme aus, gehe wieder rein und frage mich, was dieser Balkon in Zukunft wohl für ein Funktion haben könnte. Rastlos zum Kühlschrank. Geöffnet, geschlossen – vor den Rechner, Ablenkung gesucht. Und das auf Endlosschleife. Den ganzen Tag.
Er war eine Qual, dieser erste Tag im Leben eines Nichtrauchers, nach langer Abstinenz von der Abstinenz.





