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Auch ein Herman

Über Eva Hermans Geschlechterrollenrevisionismus habe ich mich vor anderthalb Jahren mal in einem Kommentar im FUCKUP-Blog ausgelassen. Muss ich dazu noch etwas ergänzen? Eigentlich nicht, denn das Thema ist ja auch schon wieder “durch” auf der Karte der Tagesaktualitäten, aber trotzdem – ich finde, da muss noch etwas Mostrich meinerseits drauf.

Grundsätzlich vertritt Eva Herman – mit einem “r” und einem “n” – also die Position, es gäbe eine metaphysisch (weiß nicht ob sie das religiös oder genetisch begründet) legitimierte Geschlechterordnung und jemand – natürlich die doofen 68er – trügen Schuld am Fall jener Mauer zwischen den durch die Evolution unverrückbar eingepflegten spezifisch männlichen und weiblichen Verhaltensweisen.

Das ist nicht nur völliger Blödsinn, das ist auch eine komplett illiberale Einstellung. Denn Herman plädiert somit nicht für die Wahlfreiheit des Lebensstils, sondern für Unterordnung in eine externe Ordnung. Frauen sollten ihr zuliebe nicht die Möglichkeit haben – platt ausgedrückt – sich für den Herd zu entscheiden, sondern hätten sich gefälligst in die Vorbestimmung zu fügen. Dass sie das als Normativ versteht, verkleidet sie passabel, aber die Militanz, mit der sie den (bei weitem nicht optimalen) Status Quo der Gleichstellung von Frauen und Männern angreift, enttarnt’s doch.

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