
Momentan versuche ich, meine Bloglesegewohnheiten umzustellen. Anstatt auf allen Rechnern verteilt Feeds im Firefox als Dropdown-Menü zu abonnieren, habe ich jetzt den Versuch unternommen, lokal und browsertechnisch unabhängig zu werden. Statt obige Feedwüste, zumindest etwas lesbarer gemacht mit dem sehr nützlichen Firefox-Plugin LiveClick, weiter zu pflegen, installierte ich mir den Open Source-Online-Feedreader Gregarius (bei vcpi entdeckt – Danke!) mit dem sehr übersichtlichen Liliana-Theme. Das war ähnlich trivial wie eine WordPress-Installation. Trotzdem muss ich mich an diese Art, Feeds zu lesen, noch gewöhnen. Einerseits ist das schön übersichtlich – ungelesene Beiträge oben, AJAX, schnelle Übersicht, wo’s neue Posts gibt, hinzufügen von neuen Feeds per Bookmarklet, trafficarme WAP-Version zum mobilen Lesen[1] und so weiter. Andererseits kann man natürlich nicht mehr die Kommentare bei Blogposts sehen und auch das fehlende “Outfit”, das Design-Drumherum der einzelnen Blogs, lässt Identity lacken. Aber schon Urgroßtante Irmgard gab mir folgende Weisheit mit auf den Lebensweg: Man kann eben nicht alles haben.

Wer mag, kann mal reinschauen und sich selbst ein Bild machen:
Ist natürlich “beta”, am Outfit schnibbel ich sicher noch rum und die Feeds sind auch noch nicht komplett. Aber so ungefähr kann man sich das vorstellen.
P.S.: Kleine Frage. Die aktuelle Version von Gregarius ist schon steinalt, obwohl das Programm immer noch gepflegt wird. Weiß einer, wie man ein SVN-Build erstellt? Irgendwie stelle ich mich dafür zu blöd an.
//edit: Problem gelöst! Hier auf “Zip-Archive” klicken. Yay!
- toll in Verbindung mit der 90°-Displaydrehfunktion in der neuen Beta von Opera Mini [zurück]
tunix vom eselkult.tk-Blog weist auf eine Veranstaltung am 30.3. im Berliner Mehringhof von FairSharing.de hin:
Jean-Baptiste Soufron von den Audionautes und Elizabeth Stark von Freeculture Harvard werden Vorträge halten und über die Situation und die vergangenen Debatten berichten.
Gehnwadahin? Dagehnwahin!
Die Situation in Frankreich jedenfalls ist haarig wie nie. War vor kurzem noch die Rede von einer Kulturflatrate und einer damit einhergehenden de-facto-Entkriminalisierung von Filesharing, scheinen nun die Lobbyisten das Heft in die Hand genommen zu haben. Man plant ein Verbot von Software, die zum illegalen Datenaustausch verwendet werden kann – beziehungsweise deren Entwicklung.
Die größten Auswirkungen dürfte ein beschlossener und nicht mehr für eine erneute Debatte geöffneter Änderungsantrag entfalten, der aufgrund seiner Herkunft und Lobby-Unterstützung allgemein nur noch als Vivendi-Universal-Paragraph bezeichnet wird. Ihm zufolge soll mit bis zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von bis zu 300.000 Euro belegt werden, wer “wissentlich” und öffentlich Software verbreitet, die “offensichtlich darauf ausgerichtet ist”, den unautorisierten Zugang zu geschützten Werken oder anderen Objekten zu gestatten. (heise.de-Newsticker)
Was “offensichtlich” heisst, ist unklar. Browser, E-Mail und FTP kann man jedenfalls nicht verbieten. Die französischen eMule-Modder jedoch fühlen sich “offensichtlich” so bedroht, dass sie, wie man hört, – wenn überhaupt – nur noch im “Untergrund” weitercoden können/ wollen.