meist manchmal, selten oft

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NCC-1701-DIn Star Trek, dessen (beste) zweite Serie S. und ich gerade wieder schauen, existiert ein Gesellschaftsmodell, dass nicht durch ökonomische Logik bestimmt ist. Es ist nicht der Zwang, ohne Leistung nicht weiterexistieren zu können, der den Menschen antreibt, Arbeit zu verrichten; es ist nicht das Verlangen, eine immer abstrakter werdende Entität wie Geld auf dem Rücken der Ausbeutung und ideologischen Verhohnepiepelung anderer zu akkumulieren, der das Individuum antreibt, nach oben zu kommen. Keiner muss, nachdem man sich auf der Erde einige Jahrhunderte lang die Köppe eingeschlagen hat, auf unserem blauen Planeten mehr Hunger leiden. Die Versorgung übernehmen Replikatoren, die aus — ich nehme mal ganz stark an, klimafreundlich gewonnener — Energie Essen erschaffen. Natürlich wird auch noch mit echtem Gemüse gekocht, aber nötig ist es nicht mehr. Dem möglicherweise dem Menschen in der Tat innewohnenden Bedürfnis nach Selbstoptimierung, Wettbewerb und Eigenverantwortung wird entsprochen, indem geistiger Fortschritt die Leitmaxime geworden sein wird: Jeder ist seines Glückes Schmied und man schmiedet besser, wenn man weiß, dass man im Notfall aufgefangen wird. Der Mensch zieht ins All, macht andere Planeten bewohnbar, er strebt nach Wissen, er erforscht seine Welt und zerstört sie nicht. Das ist, was Selbstverwirklichung im 24. Jahrhundert bedeutet. Klar gibt es äußere Bedrohungen (Wahlweise die Klingonen, Romulaner, Borg, das Dominion), aber so etwas schweißt zusammen.

Vielleicht ist diese Form des Zusammenlebens, die Orientierung an gesamtgesellschaftlichen Fortschritt und Wissenserweiterung, eine reale Option für die Zukunft, nach der es sich zu streben lohnt? Klar, Nahrungsmittelreplikatoren sind utopisch. Aber wenn wir eins und eins zusammenzählen, reicht das Essen global schon jetzt aus, um alle zu ernähren.

Dieser kurze Gedankengang ist als Antwort an Martina gedacht, die unter .markus’ wirklich hochnotlesenswertem Beitrag “Kapitale Fehler” (ernsthaft: bitte lesen!) die Frage stellte, welche Gesellschaftsmodelle neben den zwei im letzten Jahrhundert dominierenden Wirtschaftsordnungen überhaupt noch denkbar seien.

FDP-Chef Guido Westerwelle hat der großen Koalition vorgeworfen, mit der Einigung auf einen Mindestlohn für Briefzusteller Instrumente der DDR zu übernehmen. «Wenn wir die Löhne künftig vom Staat festsetzen lassen, wie es jetzt durch die Koaltion bei der Post geschieht, dann ist mir das zu viel DDR», sagte er der «Landeszeitung für die Lüneburger Heide». «Das ist Planwirtschaft.» (der Westen)

Muss man das kommentieren? Nö.

Nachdem ich in der Urlaubsvertretung für Pantoffelpunk die Besucher mit nordkoreanischem Propaganda-TV mutmaßlich leicht an-erschreckt habe, hier nun, für treue Citronengras-TV-Gucker, die wirklich erschütternden Videos. Bizarre Werbefilme aus Estland! Sie stammen von einem gewissen Harry Egipt, der Ende der 70er bis Anfang der 90er aktiv war und heute, so sagt man, einen gewissen Kultstatus innehat. Dank an das Osteuropablog für’s Entdecken und Bekanntmachen. Die Beschreibungen auf den jeweiligen YouTube-Seiten, das sei hier noch erwähnt, sind sehr informativ. Los geht es.

1. Werbung für Kaugummi. Aus dem Westen reverse-engineered, zeitweise aber wegen der moralzersetzenden Wirkung verboten.

(YouTube-Direktlink)

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