meist manchmal, selten oft

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Meine Freunde meinten immer, es handele sich um Showkämpfe. Aber warum etwas derart abfeiern, wenn es ja doch inszeniert war? Heute weiß ich, warum. Die Inszenierung selbst war das Faszinorium. Starke Männer. Hulk Hogan, der sein Shirt zerreißt. Und amerikanische Werte.

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1.: Wegen solcher Videos

2.: Wegen solcher Kommentare

besch

Herrschaftszeiten, ich werde momentan nicht nur von Spamkommentaren nöliger Rentner überschwemmt, sondern — um gleich mal bei Wassermetaphern zu bleiben — YouTube spült mir gerade so viele schöne und schön schrullige Videos hervor, dass ich kaum an mir halten kann, sie hier kommentarlos zu embedden. Warum ich’s nicht tu: YouTube-Videos im Blog gehören sparsam, mit Bedacht, erläuterndem Kommentar und stets auch etwas verschämt gepostet, denn man will ja beim Leser den Eindruck aufrechterhalten, man sei nicht kreativ ausgeblutet, habe immer noch spannende Geschichten zu erzählen und durchlaufe auch mitnichten eine schreibfaule Episode. Heute aber ist mir dies alles “Ladde”. Flashvideomassaker!!!1

Jedenfalls… Globalisierung! Man hört ja ständig im Radio, dass Jet Set-Muttis ihre Bälger für die Konkurrenz auf dem internationalen Arbeitsmarkt rüsten, indem sie sie schon im Krippenalter mit Trainingsstunden in Mandarin konfrontieren. “Schina is’ eben ‘ne aufstrebende Industrienation, da passiert einfach grade wahnsinnig viel. Man muss da offen sein für neue Ansätze. Wir wollen, dass unser Leon optimale Schongsen später hat und lassen ihn deshalb eine Sprache lernen, die heute schon von einem Viertel der Menschheit gesprochen wird”. Totaler Schwachsinn, aber mich fragt ja keiner. Spitze hingegen, wie die Chinesen sich Englisch beibringen. Im TV, mit Sex & Crime! Na gut: Mit Aerobic & Crime! Bitte alle z’amm: Spare me my life! Spare me my life! [via]

«Learn English A Better Way. Kampfkunst gnadenlos. Flaniermeile zerbrochener Träume.» weiterlesen

Hagen Rether über die Islam-Paranoia in Deutschland. Großartig.

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Die evangelikalen Christen verstehen es recht geschickt, ihre restaurative Ideologie so zu verpacken, dass Jugendliche glauben, christlicher Fundamentalismus sei irgendwie hip. Da gibt’s Festivals mit christlichen Rockbands, Happenings und Events. Friede, Freude, Eierkuchen und tragt die Message of Jesus hinaus in die Welt. Knallhart wird dabei jedoch gegen Aufklärung, Evolution, Schwangerschaftsabbrüche und ein liberales Sexualitätsverständnis agitiert.

So verbirgt sich auch hinter der Stylo-Fassade der Website des evangelikalen Jugendevents “Christival” eben auch eine Veranstaltung mit dem Namen “Homosexualität verstehen”. In der Beschreibung heißt es:

«Hetero dank Jesus» weiterlesen


Death Cab For Cutie – The New Year (YouTube-Direktlink)

Hat geschneit, immerhin.

Weltfrieden ist, wie man ja weiß, nicht ohne bewaffnete Truppen zu erreichen. Da immer weniger junge Kerls sich jedoch in den Schützengräben des Planeten gegenseitig mit Splittergranaten, Mörsern, Streubomben, Bazookas, UZIs, Kalaschnikows und wie das Handwerksgerät der Bewehrten sonst noch heißen mag, gegenseitig bewerfen wollen, rückt auch das Ziel der Friedlichkeit zwischen den Völkern in immer weitere Ferne. Was also tun? In der Ukraine, man kennt und liebt sie für Beta-Carotin-gefärbtes Massenaufbegehren, Frisuren und einen Fußballspieler, hatte man eine Idee. Dem jungen Soldaten wird eine Werbespot-unterstützte Imagekur verpasst: Der Uberpimp, welcher schnieke Karren mit Sechsradantrieb fährt und häufiger der Vielweiberei als dem öden Kriegsgefecht frönt. Fazit: Fast so kuhl wie die estnische Werbung für Geflügelhackfleisch. Bestimmt wurden hernach die Verpflichtungsbüros gestürmt.

Auf der YouTube-Seite gibt es eine englische Übersetzung des Gesprochenen. Ich übertrag’s ins Deutsche, übernehme für die Richtigkeit aber teflon-like keine Haftung.

Mädel 1: Nimmst Du uns mit auf eine Fahrt mit dem BMW?
BMW-Fahrer: Sogar bis ans Ende der Welt.
Soldat: Hey, ich würde gerne etwas Wodka trinken, Mädels!
Mädel 1: Einen Moment …
Mädel 2: Wo lebst Du?
Soldat: Genau hier. Tagsüber auf der Arbeit, nachts in den Diskotheken.
Mädel 1: Welche Arbeit???
Soldat: Vertrag natürlich.
Blondine: Vertrag? Ehevertrag oder was?
Mädel 3: Der Armeeverpflichtungsvertrag, du Funzel.
BMW-Fahrer: He, wollten wir nicht eine Runde im Auto drehen?
Mädels: Vergiss es. Fahr doch alleine.
Erzählstimme: Es ist Zeit für neue Helden. Mit vertragsbasiertem Dienst in den ukrainischen Streitkräften.

[via]

Deine jüngsten Anstrengungen in allen Ehren, mir die glitzernden und glühenden Vorteile des Elterngeldes auf die demographiegebeutelte Republikszukunft mit steuerfinanzierten pseudoredaktionellen Beiträgen für die, in ihrer Selbstprekarisierung nach jedem vorproduzierten Schnipsel greifenden, Medien näherzubringen.

Scheinst dabei ja prima bei der INSM-Schweinebande in die Lehre gegangen zu sein. Aber wäre es nach ökonomischen Gesichtspunkten nicht mittlerweile ratsam, gleich eine zentrale Stelle für solche Zwecke einzurichten? Sozusagen ein Propagandaministerium PR-Kompetenzzentrum? Da hätte die Wirtschaft gleich mal einen Ansprechpartner und ich ja auch. Vielleicht könnte ein solches Ministerium ja mal meine ganz persönlichen Zweifel am neuen Elterngeld ausräumen, welches arme Menschen dank um die Hälfte verkürzter Bezugsdauer wesentlich schlechter stellt als zuvor. Ist so ‘ne Sache, die ich nicht nachvollziehen kann. Noch! Du hast sicher deine Gründe und dann auch Begründungen dafür — Leuchttürme. “Fördern und Fordern”. Oder sowas.