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Mich hat bei der heutigen Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus gefreut, dass in der Berichterstattung ausnahmsweise nicht die ewiggleiche Litanei von der miesen Wahlbeteiligung angestimmt wurde. Wenngleich das natürlich noch kommen kann, denn 60kommairgendwas Prozent ist ja wirklich nicht sonderlich viel. Mich nervt nämlich eines bei Wahlen allgemein: Dass in den Medien von der Tatsache, dass sich eben nur sechs von zehn Menschen dazu entschlossen haben an die Urne zu schreiten, auf einen gesellschaftlichen Missstand geschlossen wird. Es wird ein Riesenbohei darum gemacht, dass ja alle ihre Stimme abgeben, denn das ist ja nun mal Demokratie©. Mir geht der Titelseitenkitsch auf den Senkel, bei dem Prominente aller Branchen den Bürger auffordern, sein Kreuzchen zu machen und ich mag es auch nicht, wenn nach der Verkündung der Ergebnisse Politiker mit besorgten Mienen auf die schlechte Wahlbeteiligung verweisen (oder gar ihre miesen Ergebnisse damit rechfertigen zu versuchen, dass die eigenen Wähler diesmal ja zuhause geblieben seien).

«Niedrige Wahlbeteiligung: Ich find’s eigentlich ganz okay.» weiterlesen