Ada Wedding

Gestern spazierten mein Sohn und ich im Wedding herum. Er saß in seinem Buggy, genoss die grade erst einen Sturzregen abgelöst habende Sonne und, wie es so die Art von Fünfzehnmonatigen ist, brabbelte er vor sich hin, ein- oder zweisilbigen Quatsch in Endloswiederholschleife. Er also so: „Ada, ada, ada, ada …“ Die ganze Zeit. Wir kamen an einem türkischen Supermarkt vorbei.

Gedankenverloren schaue ich hin, sehe, wie der Supermarkt heißt: Ada Market. Ich denke: kuriose Koinzidenz. Ein türkischer Herr steht rauchend vor dem Markt, vielleicht ein Angestellter oder der Besitzer. Er schmunzelt meinen Sohn an. Mein Sohn: „Ada, ada, ada …“ Ich schaue meinen Sohn an, zeige auf den Supermarkt: „Ada.“ Der Mann: „Ja, Ada.“ Wir lachen, alle drei.

Wedding

Nun also Wedding. Ich würde gerne etwas über die Umgebung schreiben können, aber dazu habe ich bis jetzt zu wenig davon gesehen. Klischees gibt’s ja viele, von einer Gegend mit marodierenden Talibanpubertierenden bis hin zur Brutstätte der Rotfrontarbeiterschaft, aber tatsächlich … Weiterlesen →