meist manchmal, selten oft

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Kapernaum-Kirche Berlin-WeddingNun also Wedding. Ich würde gerne etwas über die Umgebung schreiben können, aber dazu habe ich bis jetzt zu wenig davon gesehen. Klischees gibt’s ja viele, von einer Gegend mit marodierenden Talibanpubertierenden bis hin zur Brutstätte der Rotfrontarbeiterschaft, aber tatsächlich scheint es mir auf den ersteinhalbten Blick recht normal hier. Gut, in der U-Bahn ein Junkie oder vor dem Supermarkt-Pfandflaschenautomaten ein Häufchen Elend sind schon erblickbar, aber auch die alte Heimat Friedrichshain hatte so ihre Ecken, wo Autos brannten oder Abiturienten sich in Rage soffen. Lustig war, als wir neulich – es war schon fast Nacht – auf dem Balkon standen und eine Jugendtruppe, es waren wohl auch welche mit ausländischen Eltern dabei, auf der anderen Straßenseite in einem Hauseingang die etwa fünf Köpfe zusammensteckten. Wir mutmaßten im Scherz: Planen die Delikte die Drogen, Gewalt, einen Raubmord gar involvierten? Schließlich schauten Sie empor, drückten auf alle Klingelknöpfe und rannte johlend fort. Tja, so ist das, in unserem Bezirk, in den sich laut bürgerlich-alarmistischen Medienberichten keine Polizeistreifen mehr hineintrauen. Das ist natürlich geschwindelt, hier sieht man hin und wieder Polizisten, wenn auch nicht so oft wie im Friedrichshain (weil hier seltener Autos brennen, s.o.).

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