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Team Fortress 2 ist neben Lohn, Brot und Doppelplusunlust Hauptgrund für meine Abstinenz in Sachen Bloggen momentan. Auf die Gefahr hin, dass es die wenigsten interessiert, hier ein paar Impressionen aus diesem phänomenalen FPS (dt.: Killerspiel), das einen so verdammt herrlichen Stil, Spielwitz und hintergründigen Humor besitzt, dass ich seit Monaten daran hängenbleibe, bei jedem vorbeifahrenden Teltow-Fläminger Auto in Verzückung gerate und sogar GTA IV zeitweise im Boden der Zeitverschwendungsoptionen verscharrt halte.

Tipp: Lest auch das tolle TF2-zentrierte Weblog ubercharged.net.

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Team Fortress 2

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Lobet, preiset und hudelt ihn, den ungezügelten, grenzenlosen, deregulierten (usw.) Turbokommupitalismus chinesischer Prägung! Weil sich der Chines’ an sich nämlich keinen feuchten Kehricht um den international akzeptierten Common Sense schert, was Urheberrecht und Piraterie angeht, entwickelt er wundervolle Geräte wie dieses:

chinavision

Es heißt etwas hakelig “Multi Platform Portable Gaming Entertainment Station CVFH-N03-4G” und wird, so weit ich das verstehe, von einer Firma vertrieben, die sich ziemlich plakativ “Chinavision” nennt. Es sieht ein wenig aus wie ein alter Nintendo DS und man kann darauf per eingebautem Emulator Roms von Spielen für geschichtsträchtige Konsolen wie dem NES, SNES, Game Boy (Advance) und Mega Drive zocken. Das ist schon ziemlich schnafte. Unterwegs mal schnell eine Partie Rock’n'Roll Racing, durch Sonic 2 rasen, mal wieder Super Mario Land durchspielen? Traumhaft. Ein Video- und MP3-Player und ein eBook-Reader sind auch drin, es hat 4 GB internen Speicher (reicht für die 20 besten Spiele aller unterstützten Konsolen) und einen Mini-SD-Karten-Slot, das Teil kostet wohl nur 65 Tacken. Allerdings glaube ich an die Qualitäten des Geräts erst, wenn ich irgendwo einen unabhängigen Test gelesen habe. Denn mit Turbochina verbindet man dann ja doch — no offense — Stereotypen von mangelnder Produktqualität.

Lustig ist auf jeden Fall die Produktbeschreibung:

Die Multi-platform handheld gaming entertainment station wird oft liebevoll das Delightfully Small (DS) gaming entertainment system genannt.

Aha. Und weil man an Superlativen nie sparen sollte:

Jedem fallen im Handel heutzutage die so genannten “MP5-Player” auf. Nun, dieses Gerät ist so gut, dass wir es “MP10-Player” nennen könnten.

Na wenn das kein Kaufargument ist. Stellt sich jemand mal bitte als Versuchskaninchen zur Verfügung und berichtet, ob sich der Kauf lohnt?

Nachtrag: Hier gibt’s ein Video.

Nachtrag Zwo: Habe noch etwas weiter recherchiert und für Gulli einen Artikel über das Ding verfasst.

Doom 1 Disketten

In einem Artikel auf Gulli.com tue ich meinen Unmut über Don Alphonsos Schmähkritik gegen Videospiele und Videospieler kund. Mal wieder ein Artikel, den keiner liest, weil er viel zu lang ist. Würde mich freuen, wenn der eine oder andere am Thema Interessierte einen Blick darauf wirft.

(Man verzeihe mir die opportunistische Beugung grammatischer Grundregeln in der Überschrift, aber für einen schlechten Wortwitz muss man auch mal Opfer bringen.)

Bild: VoxPelli (cc)

Screenshot:The Graveyard

The Graveyard ist kein Spiel. Klar, es gibt Steuerungsoptionen, Grafikeinstellungen und ein Ziel, zumindest halbwegs. Allerdings besteht das Ziel lediglich darin, den Avatar, nennen wir sie Oma Emma aus Övelgönne, an einem schwarzweißen Herbsttag zur Parkbank an der Friedhofskapelle und wieder zurück mäandern zu lassen. Die für Mac und PC herunterladbare Trial-Version enthält im Prinzip das gesamte Spiel, nur kann man in der 5 $ kostenden Vollversion zusätzlich jederzeit sterben.

S. findet’s albern und ich überlege, was mir das Programm sagen will. Auf eine Art rührt mich das “Spiel” an, auf der anderen Seite (oder vielleicht gerade deswegen) habe ich aufgrund der unfassbar behäbigen Gehgeschwindigkeit den Drang, zu fluchen und ragezuquitten[1] und fühle mich daran erinnert, wie es ist, vor 15:00 Uhr in unserem Edeka einkaufen zu gehen. Ich habe also meine Assoziationen (weswegen ich The Graveyard als Kunst sehen würde), aber die sind unangenehmer Art. Vielleicht ist dieses bizarre Programm in der Konzeptkunstecke moderner Galerien besser aufgehoben als auf meinem Computer.

(Gefunden im Blog “This Wasteland”, das zwar noch klebrig vom Fruchtwasser ist, aber bereits jetzt einen Platz in meinem Herzen erobert hat)

  1. “Ragequit” ist ein Begriff aus dem Onlineshooter-Jargon, der in etwa bedeutet: Aus Gründen aufgestauter Frustration den Server und/oder das Spiel ohne Federlesens zu verlassen [zurück]

Subnormality: The Service

  • Ich hab frei. Unwichtig, aber astrein.
  • Ein Blog mit Potential: Milchgesicht. Darin befinden sich Reviews von Milchprodukten, unbedingt alle (beiden) Artikel lesen!
  • Webcomic interessieren mich nicht so, mit Ausnahmen. Hier ist wieder so eine: Subnormality. Anleser: Ain’t no karma (ft. Henry Ford & Hitler), The Evolution of Alternative Music (ja!) und The Service, eine epische Zustandsbeschreibung postgraduierter Arbeitwelt
  • Endlich kann ich auch mal wieder zocken. Zum Beispiel die Demo des Kransimulators 2009, die ich mir neulich herunterlud. Spielinhalt: Aus vielen verschiedenen aufregenden Kameraperspektiven viele verschiedene aufregende Teile mit wirklichkeitsgetreuen Kränen umschichten. Ich habe leider noch nicht ganz verstanden, wie man so ein Teil an den Kran “dranmacht”, dass man das hochheben kann. Aber ich habe ja auch noch den ganzen Tag Zeit, das rauszufinden.

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Eli & Alyx