meist manchmal, selten oft

Allerböschung
Bild “Allerböschung”: Pusteblume (cc)

Die Menschen lieben Listen. Ich habe schon länger (eine Woche) keine mehr gemacht, also los. Heute geht es um etwas, womit wir alle gelegentlich zu tun haben: Wörter. Genauer gesagt, die komischen darunter. Hier meine drei Lieblings-WTF-Wörter, die man manchmal liest oder in den Mund nimmt und sich wundert.

Platz 3: Böschung. In letzter Zeit wegen Schlammes wieder in den Medien und meinem Kopf. Böschung klingt doch als Wort komisch, oder empfinde lediglich ich das so? Spaßeshalber kombinierte ich neulich dieses Wort mit meinem Lieblingswort (Wipfel) und fragte mich, ob es Böschungswipfel gibt. Google sagt nein, aber das heißt ja nichts. Böschungsexperten[1] vor!

Platz 2: Versoftung. Übernahme von Aspekten einer Jugendsubkultur in den Mainstream? Der anhaltende Erfolg gefrorener Salmonellencreme? Nein — Versoftung nennt sich die Programmierung eines Videospiels, dessen Handlung und Charaktere auf einem anderem Medium (Buch, Film, Plastikmüll) basieren. Im Prinzip eine Verfilmung, nur halt in Software. Heutzutage wird ja alles versoftet, meist schlecht.

Platz 1: Eingefleischt. Hier schon mehrmals aufgetaucht. Ich habe ja nichts gegen starke Bilder und bin auch kein Fleischverächter, aber mir Anhänger eines Ballsportvereins mit “Belag” rundherum vorzustellen (Werder in Mortadella? Hertha-Würstchen im Darm?), ist mir dann doch zu ekelig.

Bevor ich jetzt in die Böschung hüpfe und mich gegen die dräuende Versoftung heimlich einfleische, mal eine Frage in die Runde: Welche obskuren Verbalfiguren sind euch so aufgefallen? Die Kommentarsektion empfängt euch mit einem warmen Umarmen.

  1. Höhö: In Böschungsexperte steckt “Sex”, in “Rechtsextremismus” übrigens auch [zurück]
21 Kommentare
23. Juli 2009
ad

Schmand.



Julius
23. Juli 2009
ad

Böschungswinkel ist auch nett und kommt an Böschungswipfel schon fast ran.



25. Juli 2009
ad

In Süddeutschland verteilten die Jesus Freaks vor einigen Jahren zusammengefaltete Faltblätter, auf denen groß und fett S E X stand. In aufgefaltetem Zustand wurde daraus dann J E S U S E X T R E M. Das fand ich damals ein durchaus cleveres Konzept.



27. Juli 2009
ad

Mir fällt gerade noch das Wort “herzhaft” ein. Ich sehe das in der Nähe von “eingefleischt”, weil ich tatsächlich immer an das Organ denken muss. Mir wird immer gleich schlecht, wenn ich lese “ein herzhaftes Steak”.



29. Juli 2009
ad

Wollust & Nasszelle



29. Juli 2009
ad

Drückerkolonne & Mischbatterie



30. Juli 2009
ad

Das Geraffel im Kabuff



sm
2. August 2009
ad

es gibt laut max goldt auch das wort “abböschen”: das ist der vorgang bei dem man etwas die form einer böschung gibt



Hans Wurst
10. August 2009
ad

Habe eben auf Studivz noch ein interessantes
“Wort” entdeckt:
Anatidaephobie:
Die Angst von einer Ente beobachtet zu werden
(ob das jetzt auch deutsch ist kann ich nicht sagen…?!)



12. August 2009
ad

Müttergenesungswerk



2. September 2009
ad

Mensch



4. September 2009
ad

Kaltschale
Stuhl (im, äh, medizinischen Sinne)



6. September 2009
ad

Verwittert
Unbotmäßig



9. September 2009
ad

Analogkäse



10. September 2009
ad

Schmackes



sm
19. September 2009
ad

eine firma, die Abböschungen vornimmt wird man wohl Böscherei nennen.



18. Oktober 2009
ad

Augenschmaus



28. Oktober 2009
ad

(Das tut mir wirklich leid, dass ich hier so rumspamme, aber es kommt wie es kommt, und zumindest das Wort nervt mich grade bei der Rezeptsuche:)

Leberkäsbrät

Das Wort Brät im Allgemeinen. Es gibt ja auch Fleischbrät oder Fischbrät, es gab sogar mal eine Hip Hop-Kombo namens Lecker Fischbrät, die hießen ja alles so damals.



3. November 2009
ad

Lieber Sebastian, wenn hier einer rumspammen darf (was du nicht tust), dann du.



22. November 2009
ad

Brosche
Kaulquappe (by S.)



2. Februar 2010
ad

“Hirndusche” – begegnet einem jetzt öfter in Kommentaren. “Danke für diese Hirndusche am morgen!”



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