Unsere intellektuelle Unterschicht: Münte

muenteAffekt-Bloggen soll man ja nicht. Aber mich hat lange nicht mehr etwas so aufgeregt wie das, was dieser Mann heute abgesondert hat.

Nur soviel, Franzl: Wenn ihr beknackten Anzugträger mal ein einziges Mal einen Blick in den Mikrozensus geworfen hättet, der jedes Jahr von den „realitätsfernen Soziologen“ erstellt wird oder eine der vielen ähnlichen Publikationen, die in den letzten Jahren erschienen sind, euer Blick für die Realität wäre noch schärfer als der von euch täglich im Parlament, auf Cocktailparties, vor TV-Kameras und auf „Charity“-Galas errungene.

Nein, es gibt keine Unterschicht. Höchstens die, die arbeiten wollen und die, die vor Hunger gefälligst zu krepieren haben. So einfach ist das: Der Begriff Unterschicht ist schlicht „nicht brauchbar für die politisch Handelnden“. Na klar – wir machen uns die Welt – trallalalala – wie sie uns gefällt.

Münte erklärt uns seine eigene kleine, sehr kleine, Welt, was würden wir bloß ohne ihn machen? Ich zumindest hätte heute mein Mittagessen bei mir behalten.

5 Kommentare

  1. und nachdem du dir dein mittagessen zum zweiten mal hast durch den kopf gehen lassen, war der brechreiz bestimmt noch nicht zu ende.

  2. Kenne ich schon; überliefert aus Russland imho:
    – Frau Zarin, die Menschen hungern, sie haben kein Brot!
    – Dann sollen sie halt Kuchen essen.

  3. Vgl. dazu folgenden Ausschnitt aus dem Wikipedia-Artikel zu Marie Antoinette:

    „Um ihren Ruf zu schädigen, wurde die Geschichte in Umlauf gebracht, dass sie auf die Vorhaltung, die Armen könnten sich kein Brot kaufen, geantwortet habe: Dann sollen sie Kuchen essen! Richtig lautet die Redewendung S’ils n’ont pas de pain, qu’ils mangent de la brioche. Sie wurde von Jean-Jacques Rousseau einige Jahre vor Marie Antoinettes Thronbesteigung erfunden oder zitiert.“

    Ändert aber nichts an der Bürgerferne einschlägiger Politiker.

  4. Ok, dann nehm‘ ich alles zurück und behaupte das Gegenteil 😉

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