Vajänglichkeit

der Don
Bild: Kaschemme an der spanischen Mittelmeerküste, eigenes Archiv

Gestern habe ich das Buch „Blogs! Text und Form im Internet“ erstanden. Was der Autor — beziehungsweise, es sind ja mehrere — die Autoren wohl dazu sagen würden, wenn sie wüssten, dass das Teil in der Wohlthatschen Buchhandlung am Alex für Vierfümmenneunzig am Wühltisch verramscht wird? Vielleicht ja „Ich bin erschüttert, beschämt gar“, „Eine ungeheuerliche Entgleisung!“, „Ich erwarte eine Entschuldigung“ und was man sonst so sagt bei derlei, aber vielleicht ja auch „Ja nu, so is det halt“ und „Ruhm is vajänglich. Ick hatte meene Viertelstunde jehabt“. Fünf Tacken kann man dafür, finde ich, aber auch heute noch ausgeben. Und in einem Jahr liegt da „Wir nennen es Arbeit“. Das werde ich dann aber leider schon gehabt haben.

10 Kommentare

  1. man sollte für wir nennen es dingens aber eigentlich auch nicht mehr als einen fünfer ausgeben. sonst wird das anlesen doch recht teuer.

  2. Da pflichte ich dir bei.

    Falls es einer liest: Ich verscherbele mein Exemplar von „Wir nennen es Arbeit“ für fünf Euro + Versand! Es hat einen Schmutzfleck an der Seite, weil ich mal beim Lesen Nudeln gegessen habe. Das trübt das Lesevergnügen, soweit man es bei diesem hochmediokren Werk empfinden kann, nicht. Einfach Bescheid geben. Hier in den Kommentaren oder, falls es einem peinlich ist, per Kontaktformular.

  3. Och, der Don ist da ganz entspannt wie man weiß wenn man bei ihm mitliest – ich erwarte jetzt mein Exemplar von einem Bookcrossing-Ring zurück und werds nochmal lesen. Bin gespannt was sich in den vier Jahren so getan hat, seit das Buch draußen ist.
    Ad Astra

  4. Das Blogs!-Buch ist zu empfehlen, gute Wahl also. Gebloggtes wirkt eben anders, wenn es gedruckt und zwischen Buchdeckel gepackt ist. Geschätzte 50% der Blogger schreiben heute eh nicht mehr oder woanders unter Pseudonym, internetzeitgeschichtlich gesehen sind fünf Euro da mehr als OK.

  5. 5 Euroletten für ein zeitgeschichtliches Dokument, das die Enkelein dereinst im Bücherschrank entdecken und für historisch interessant halten werden, finde ich auch okay und was Don Alfonso in dem Buch über Blogs schreibt, kann ich nicht beurteilen, da ich das überblättert habe.
    Allerdings reichten mir die Auszüge aus den Blogs (ich las einige aufmerksam quer) und verfiel in lautes Schnarchen.

  6. Nervig finde ich, dass siegstyle, den ich seit meiner Zeit auf jetzt.de aufrechten Herzens verabscheue, dort seinen Kram ausbreiten darf. Davon ab heb ich noch zu wenig gelesen, um mir ein u8mfassendes Bild zu machen. Aber dass die jeweiligen Bloglayouts übernommen wurden, finde ich schon sehr lässig. Vielleicht sollten wir, also die Craplog-Klikke, ja auch mal so ein Buch herausgeben?

  7. Jetzt ist erstmal der Bestatter dran, dann darf sich vielleicht Björn Harste zwischen Eva Herman und Bernhard Bueb einreihen und dann kommen wir. Buchhandelabteilung Humor & Politik.

    Ich bringe übrigens jedes Jahr für jede Stadt ein eigenes Heft heraus, ist aber eher uninteressant.

  8. Werter Simon: Was ist eigentlich aus dem PARKA LEWIS geworden. Worunter firmiert der nun? gesprächsfetzen.de sind weg.

    Ansonstes ein schönes 09.

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