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> <channel><title>Kommentare zu: Verantwortung</title> <atom:link href="http://citronengras.de/verantwortung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://citronengras.de/verantwortung/</link> <description>meist manchmal, selten oft</description> <lastBuildDate>Tue, 29 Nov 2011 10:34:10 +0000</lastBuildDate> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator> <xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" /> <item><title>Von: maloXP</title><link>http://citronengras.de/verantwortung/#comment-1321</link> <dc:creator>maloXP</dc:creator> <pubDate>Thu, 03 May 2007 13:15:34 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://citronengras.de/verantwortung/#comment-1321</guid> <description>@ Bj&#246;rn: [Sorry f&#252;r die sp&#228;te Antwort]
Ich hatte den Artikel neulich auch &quot;in echt&quot; gelesen. F&#252;r mich stand allerdings auch zwischen den Zeilen, dass die Nachbarn im Nachhinein nach Gr&#252;nden &lt;em&gt;suchten&lt;/em&gt;, warum sie nichts bemerkt haben sollten. Bei dem geschilderten Zustand der Wohnung kann ich mir das einfach nicht vorstellen. Aber das sind Detailfragen.
Exakt auf den Aspekt der Verantwortung von V&#228;tern bin ich dann quasi mit dem Kopf reingedr&#252;ckt worden, als in einem Seminar die weiblichen und m&#228;nnlichen Konnotationen von R&#228;umen thematisiert wurde. Also z.B.: h&#228;usliche Sph&#228;re = weiblich; au&#223;erh&#228;uslich = m&#228;nnlich. Nat&#252;rlich hast Du recht. Es ist zu kurz gedacht, hier die Verantwortung alleine bei der Mutter zu suchen, das meinte ich ja im Artikel auch so. Ein Vater, der seine Familie verl&#228;sst, um sich mitunter auch finanziell &quot;aus der Aff&#228;re zu ziehen&quot; ist durchaus ein Riesenarschloch. Nur gilt es in dem vorliegenden Fall auch zu unterscheiden zwischen mittelbarer und unmittelbarer Verantwortung, zwischen struktureller und pers&#246;nlicher Schuld. Die Tatsache, dass einem Zw&#246;lfj&#228;hrigen eine solche Verantwortung aufgeb&#252;rdet wurde und dass vier Kinder wussten, sie sind ihrer Mutter nicht mehr wert als zwei Besuche in der Woche, die abends alleine ins Bett mussten, das ist seelische Misshandlung und in keinster Weise besser als k&#246;rperliche. Das ist eine Sache, die in unmittelbarer und pers&#246;nlicher Verantwortung der Mutter steht.
Dass die Geschichte jetzt vom Boulevard, gerade in dieser Form - stigmatisierend und anprangernd, aufgegriffen wurde ist tats&#228;chlich eine Schweinerei.
@ Simon C: War auch rhetorisch gefragt.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@ Bj&#246;rn: [Sorry f&#252;r die sp&#228;te Antwort]</p><p>Ich hatte den Artikel neulich auch &#8220;in echt&#8221; gelesen. F&#252;r mich stand allerdings auch zwischen den Zeilen, dass die Nachbarn im Nachhinein nach Gr&#252;nden <em>suchten</em>, warum sie nichts bemerkt haben sollten. Bei dem geschilderten Zustand der Wohnung kann ich mir das einfach nicht vorstellen. Aber das sind Detailfragen.</p><p>Exakt auf den Aspekt der Verantwortung von V&#228;tern bin ich dann quasi mit dem Kopf reingedr&#252;ckt worden, als in einem Seminar die weiblichen und m&#228;nnlichen Konnotationen von R&#228;umen thematisiert wurde. Also z.B.: h&#228;usliche Sph&#228;re = weiblich; au&#223;erh&#228;uslich = m&#228;nnlich. Nat&#252;rlich hast Du recht. Es ist zu kurz gedacht, hier die Verantwortung alleine bei der Mutter zu suchen, das meinte ich ja im Artikel auch so. Ein Vater, der seine Familie verl&#228;sst, um sich mitunter auch finanziell &#8220;aus der Aff&#228;re zu ziehen&#8221; ist durchaus ein Riesenarschloch. Nur gilt es in dem vorliegenden Fall auch zu unterscheiden zwischen mittelbarer und unmittelbarer Verantwortung, zwischen struktureller und pers&#246;nlicher Schuld. Die Tatsache, dass einem Zw&#246;lfj&#228;hrigen eine solche Verantwortung aufgeb&#252;rdet wurde und dass vier Kinder wussten, sie sind ihrer Mutter nicht mehr wert als zwei Besuche in der Woche, die abends alleine ins Bett mussten, das ist seelische Misshandlung und in keinster Weise besser als k&#246;rperliche. Das ist eine Sache, die in unmittelbarer und pers&#246;nlicher Verantwortung der Mutter steht.</p><p>Dass die Geschichte jetzt vom Boulevard, gerade in dieser Form &#8211; stigmatisierend und anprangernd, aufgegriffen wurde ist tats&#228;chlich eine Schweinerei.</p><p>@ Simon C: War auch rhetorisch gefragt.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: simoncolumbus.de &#187; Hikikomori</title><link>http://citronengras.de/verantwortung/#comment-1316</link> <dc:creator>simoncolumbus.de &#187; Hikikomori</dc:creator> <pubDate>Mon, 30 Apr 2007 17:29:20 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://citronengras.de/verantwortung/#comment-1316</guid> <description>[...] erschreckender Film. Ich habe ihn gerade bei citronengras (wieder-) gefunden und sofort angeschaut. Und ich kann sagen: Das Abwarten des Vorspanns lohnt [...]</description> <content:encoded><![CDATA[<p>[...] erschreckender Film. Ich habe ihn gerade bei citronengras (wieder-) gefunden und sofort angeschaut. Und ich kann sagen: Das Abwarten des Vorspanns lohnt [...]</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Simon Columbus</title><link>http://citronengras.de/verantwortung/#comment-1315</link> <dc:creator>Simon Columbus</dc:creator> <pubDate>Mon, 30 Apr 2007 17:17:34 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://citronengras.de/verantwortung/#comment-1315</guid> <description>Wenn du fragst, ob es Hikikomori nur in Japan gibt - dann lieferst du die Antwort doch eigentlich schon mit: Nein. Allerdings w&#252;rde ich sagen, dass die extreme Dichte solcher F&#228;lle in Japan - entstanden durch den rasanten Aufstieg und Wandel dieser Gesellschaft im letzten Jahrhundert - unerreicht ist. Allerdings haben wir in Deutschland genauso die Folgen des Verfallens der Familie, des Wandels der Kommunikation... zu sp&#252;ren. Im positiven wie im negativen Sinne. Denn was diese negativen F&#228;lle ausl&#246;st wird von anderen als gro&#223;e Errungenschaft, Erleichterung empfunden...</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Wenn du fragst, ob es Hikikomori nur in Japan gibt &#8211; dann lieferst du die Antwort doch eigentlich schon mit: Nein. Allerdings w&#252;rde ich sagen, dass die extreme Dichte solcher F&#228;lle in Japan &#8211; entstanden durch den rasanten Aufstieg und Wandel dieser Gesellschaft im letzten Jahrhundert &#8211; unerreicht ist. Allerdings haben wir in Deutschland genauso die Folgen des Verfallens der Familie, des Wandels der Kommunikation&#8230; zu sp&#252;ren. Im positiven wie im negativen Sinne. Denn was diese negativen F&#228;lle ausl&#246;st wird von anderen als gro&#223;e Errungenschaft, Erleichterung empfunden&#8230;</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Björn Grau</title><link>http://citronengras.de/verantwortung/#comment-1314</link> <dc:creator>Björn Grau</dc:creator> <pubDate>Mon, 30 Apr 2007 12:07:00 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://citronengras.de/verantwortung/#comment-1314</guid> <description>Vielleicht sind es nur Rechtfertigungsstrategien, aber heute sieht die Geschichte dann doch ein wenig anders aus:
Die Wohnung hat nicht gerochen, die Kinder warten (schlimm genug) nie l&#228;nger als ein paar Tage allein, die Kinder waren weder auffallend ungepflegt noch unterern&#228;hrt, sind gar regelm&#228;&#223;ig zur Schule gekommen.
So zumindest lese ich die Reportage auf Seite drei der heutigen Berliner Zeitung (z.Zt. unter: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/seite_3/649777.html zu finden, ab morgen wohl &#252;ber deren Archivsuche).
Das lag wohl vor allem an dem zw&#246;lfj&#228;hrigen Sohn, der den Laden aus falscher Verantwortung zusammengehalten hat. Aber da war es f&#252;r Nachbarn nicht einfach, was zu merken.
Was mich viel mehr wundert: Wieso thematisiert eigentlich niemand die Rolle des Vaters in der Sache? Du hast schon recht, maloXP, den Druck von au&#223;en zu thematisieren. Der liegt sicher auch auf dem Vater. Insofern hat ein solches Versagen der F&#252;rsorge immer auch eine gesellschaftliche Dimension.
Es scheint mir aber erschreckend, dass erst der Boulevard die Mutter verteufelt, dann fragen die Betroffenheitsgaranten im &#246;ffentlichen Diskurs nach der Verantwortung der Nachbarn, dann wird die Mutter in Schutz genommen, weil sie es in dieser Welt auch besonders schwer hat.
Aber immer noch kann sich ein Elternteil (fast immer M&#228;nner) aus dem Staub machen und hat dann nichts mehr mit den Pflichten, die Kinderkriegen nun mal mit sich bringen, zu tun. Keine faire Aufgabenteilung.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht sind es nur Rechtfertigungsstrategien, aber heute sieht die Geschichte dann doch ein wenig anders aus:<br
/> Die Wohnung hat nicht gerochen, die Kinder warten (schlimm genug) nie l&#228;nger als ein paar Tage allein, die Kinder waren weder auffallend ungepflegt noch unterern&#228;hrt, sind gar regelm&#228;&#223;ig zur Schule gekommen.<br
/> So zumindest lese ich die Reportage auf Seite drei der heutigen Berliner Zeitung (z.Zt. unter: <a
href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/seite_3/649777.html"></a><a
href='http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/seite_3/649777.html'>berlinonline.de...e_3/649777.html</a> zu finden, ab morgen wohl &#252;ber deren Archivsuche).<br
/> Das lag wohl vor allem an dem zw&#246;lfj&#228;hrigen Sohn, der den Laden aus falscher Verantwortung zusammengehalten hat. Aber da war es f&#252;r Nachbarn nicht einfach, was zu merken.<br
/> Was mich viel mehr wundert: Wieso thematisiert eigentlich niemand die Rolle des Vaters in der Sache? Du hast schon recht, maloXP, den Druck von au&#223;en zu thematisieren. Der liegt sicher auch auf dem Vater. Insofern hat ein solches Versagen der F&#252;rsorge immer auch eine gesellschaftliche Dimension.<br
/> Es scheint mir aber erschreckend, dass erst der Boulevard die Mutter verteufelt, dann fragen die Betroffenheitsgaranten im &#246;ffentlichen Diskurs nach der Verantwortung der Nachbarn, dann wird die Mutter in Schutz genommen, weil sie es in dieser Welt auch besonders schwer hat.<br
/> Aber immer noch kann sich ein Elternteil (fast immer M&#228;nner) aus dem Staub machen und hat dann nichts mehr mit den Pflichten, die Kinderkriegen nun mal mit sich bringen, zu tun. Keine faire Aufgabenteilung.</p> ]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>
