Völkerfreundschaft

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Bild: Joe Shlabotnik (cc)

Ich weiß ja nicht, ob Sie es mitbekommen haben, aber in den USA wurde ein neuer Präsident gewählt, der am 20. Januar vereidigt wird. Auch wenn mir Personenkult und US-Patriotismuswelle ein wenig dubios vorkommen, freue ich mich, dass es Barack Obama geworden ist, denn ich glaube, er ist ein intelligenter Pragmatiker. Ohne dass ich allzu viel von den politischen Inhalten wüsste, die er vertritt, aber das geht ja wahrscheinlich den meisten so. Es zählt die Symbolwirkung, ein schwarzer Präsident, das ist ziemlich toll, und es wird sich auf jeden Fall auch etwas verbessern in den US of A, weil’s schließlich schlechter kaum werden kann. Die Alternative McCain/Palin, das wäre ja eine Katastrophe geworden. Was seinen Vize Joe Biden angeht, bin ich eher skeptisch, denn der hat sich in der Vergangenheit sehr als Lakai der Contentindustrie hervorgetan, da wird man gucken müssen.

Aber ich puste Binsen in die Welt, das ist ja die Tage schon so oft durchgekaut worden, das interessiert keinen mehr. Bleibt noch, einen musikalischen Gruß über den Atlantik zu senden, ein Akt der Solidarität, eine Zusammenarbeit von amerikanischen und deutschen Künstlern der besonderen Art. 1994 war Clinton zwei Jahre an der Macht und das liberale Klima hatte zur Folge, dass man anlässlich der Fußball-WM in den USA kurz dachte, Soccer könnte sich dort auch als Männersport etablieren. Haha, Pustekuchen. Und so darf dieses Video, in der schwule Amerikaner auf deutsche Ballschieber treffen und gemeinsam singen, auch nur als Artefakt einer hochmerkwürdigen Veranstaltung gesehen werden, in der die deutsche Mannschaft trotz klangvoller Namen wie Brehme, Riedle, Icke, Matthäus, Effenberg (der von der WM allerdings nicht so viel mitbekam) und Buchwald im Viertelfinale gegen Bulgarien ausschied. Ich sag nur: der Kopf von Yordan Letchkov. Das Lied ist eigentlich ziemlich furchtbar, aber alleine wegen des enthusiastisch mitsingenden Jürgen Klinsmann kann man sich das schon mal ankieken. Es folgen: Village People feat. die Deutsche Nationalmannschaft mit „Far Away in America“

God bless the United States.

1 Kommentar

  1. Gott muss das lange her sein – 1994! Mein Gott, wir werden so alt! Als Kind hätte ich sowas sicher auch unbedingt haben wollen.

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