41 Kommentare

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  5. Danke. Du meintest ja mal, mit Spott käme man den Faschos am besten. Genauso machen wir’s.

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  8. Das Problem sind nicht die tumben braunen Glatzen, sondern diese latente Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie. Die kahlgeschorenen Rassisten, sind „nur“ eine Gefahr für die Straße, aber diese neue Fremdenfeindlichkeit kleidet sich in ein salonfähiges Bürgergewand und sind in der gesellschaftlichen Beinflussung sehr viel wirksamer.

  9. Wie in den Niederlanden, wo längst Rechtsliberalismus und offener Rassismus eine Ehe eingegangen sind. In Deutschland würde ein vergleichbares Spektrum auch noch Haideristen und Antideutsche einschließen. Hinsichtlich Achse des Guten und deren Verhältnis zu PI & Co sind die Strukturen ja schon angelegt. Haarsträubend, dass jemand wie Broder hier mit Leuten zusammenarbeitet, die eigentlich nichts Anderes sind als Querfrontnazis, nur dass die den Juden im Feindbild durch den Musel ausgetauscht haben und sich deshalb proisraelisch geben können. Wahrscheinlich merkt er es nicht einmal.

  10. die „türken-raus!“-mentalität reicht inzwischen bis in die mitte der gesellschaft. ebenso wie der antisemitismus. der deutsche spießbürger scheint das einfach zu brauchen.

  11. @ che2001: Richtig. Ähnliche Neologismen haben wir innerhalb dieser Szene mit dem schemenhaften „Kultur“-Begriff und dem der „westlichen Werte“. Ersetzt man sie mal aus Spaß an der Freude mal mit den ebenfalls seinerzeit recht unscharf umrissenen „Rasse“ und „Überlegenheit der deutschen Art“, erringt man die Erkenntnis über spannende ideologische Parallelen. Über PI hatte einer übrigens diesen netten Artikel veröffentlicht.

    @ jolly rogers: Ich erinnere mich noch lebhaft an die Brandanschläge in Rostock, Solingen und Mölln Anfang der 90er. Dass der Widerstand aus der Zivilbevölkerung, die Nachtwachen vor Asylheimen, Lichterketten, die Bekenntnisse gegen rechts (auch wenn es häufig Lippenbekenntnisse waren) heute aus deren braunem Eckchen als naives Multikulti-Gedöns und Gutmensch-Getue verhöhnt werden, ist mir unerträglich, da will ich kotzen, kotzen, kotzen. Ein solcher Grad von Volksverhetzung in Deutschlands Presseorgan Nr. 1, Schäuble äußert öffentlich seine Angst vor Konvertiten, Brandanschläge auf Moscheegelände und keiner nimmt Notiz… Wir sind auf dem besten Weg, eine neue Sau zu finden, die wir durch’s deutsche Dorf treiben können. Ich halte Antisemitismus (in der engeren Definition) dagegen für ein recht gut sanktioniertes Randphänomen. Es gibt ihn selbstverständlich nachwievor, aber er reicht meines Erachtens nicht in die Mitte der Gesellschaft.

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  14. Ich glaube, ich werde dem Silam beitreten. Ich hab zwar nichts mit Religion am Hut, aber irgendwie muss ich mal was symbolisch-pathetisches machen. Allahu akbar! Dschihad! Gesundheit!

  15. Großartig. Ich würde das Blatt ggf. gleich umbenennen in „DER PARANOIDE“. Passt schon.

    @ Dr. Dean: Bitte gib zukünftig eine valide E-Mail-Adresse an. Sie ist öffentlich nicht sichtbar, aber ich bestehe darauf. – maloXP

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  17. Ich denke dass nun der Zeitpunkt gekommen ist, da man von einer Trackback-Orgie sprechen kann.

  18. Sehr schön, sehr schön, die Überschreitung ist halt doch ein Mittel der Erkenntnis (frei nach Bataille). Manchmal sieht man besser, wenn man provoziert.

  19. Den Artikel habe ich nicht gelesen. Schon seit knapp zehn Jahren spare ich mir nämlich die Montags-Subvention für ein Hamburger Scheißhausblatt und investiere sie lieber in Schokolade und Döner.

    Heute morgen, dh vor 15 Minuten, habe ich beim Zähneputzen die Verbindung zwischen SPIEGEL und BILD aufgedeckt. Sie lautet Spiegelbild. Genau.

  20. Hätte mir den Spiegel am Mo glatt gekauft (obwohl ich den auch schon länger nicht mehr so mag wie früher).

    Aber bei dem Cover habe ich den dankend am Bahnhofskiosk liegen lassen.

  21. die Nachtwachen vor Asylheimen, Lichterketten, die Bekenntnisse gegen rechts (auch wenn es häufig Lippenbekenntnisse waren) heute aus deren braunem Eckchen als naives Multikulti-Gedöns und Gutmensch-Getue verhöhnt werden

    unsereins beschränkte sich nicht darauf, sondern bekämpfte im Zweifelsfalle die Naziglatzen mit 70cm solidem Teak in der Hand, und das war gut so. Jedesmal, wenn die Polizei gegen uns vorging, empfing sie der Chor „Wo wart ihr in Rostock?“, und das traf schlimmer als „Ich bin nichts, ich kann nichts, gebt mir eine Uniform.“ Wohl unnötig zu sagen, dass wir auch völlig unbezahlt die Flüchtlingssozialarbeit gemacht haben.

    Allenthalben liest man, die Integration sei gescheitert. Sie ist in bestimmten Stadtvierteln gescheitert – ich lebe in einem Viertel mit 45& Ausländeranteil, davon die Hälfte Türken, ein Viertel Araber, Rest Schwarzafrikaner, Chinesen und Pakistani, und es gibt überhaupt keine Konflikte. Auf dem Höhepunkt des Karikaturenstreits hatte der türkische Lebensmttelmarkt ein Riesentransparent „Wir führen dänische Milchprodukte!“. Und die Betreiberin trägt ein großes Kopftuch. Ich habe Multikultur fast nur von der positiven Seite kennengelernt, und ich bin schon als Kind mit türkischen, spanischen und jugoslawischen Spielgefährten aufgewachsen.

  22. unsereins beschränkte sich nicht darauf, sondern bekämpfte im Zweifelsfalle die Naziglatzen mit 70cm solidem Teak in der Hand, und das war gut so.

    Das ist überhaupt nicht gut so, che2001. Mit diesem Kreislauf aus Provokation und Gegenprovokation erreichst Du höchstens eine Verfestigung von deren Geisteshaltung. Die Faschos fühlen sich dadurch doch in ihrem Opferkult bestätigt. Du erreichst höchstens für dich ein wenig Erleichterung gegen die Ohnmacht, aber Du machst Dich mit ihren Mitteln gemein und das wiegt wesentlich schwerer. Ziviler, reflektierter Widerstand ist es, was wir brauchen, keine Denkverbote und Gewaltakte. Und wenn man einen von denen am Schlafittchen hat, dann muss man die mit den Bildern aus Auschwitz und den Interviews mit Holocaust-Überlebenden konfrontieren. Stundenlang. Bis sie kapieren, dass ihre ach so geile Herrenrasse nichts als Barbarei hervorgebracht hat. Man muss sie mit der eigenen Persönlichkeit konfrontieren, denn selbstverständlich sind es schwache Menschen, die sich der Deindividualisierung und Subordination faschistischer Ideologie unterwerfen. Die Ursachen für diese Schwäche können nirgendwo anders als in der eigenen Sozialisierung liegen. „Schrei nach Liebe“ hielt ich lange Zeit für naiv, aber ich bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass es stimmt.

    Weil du Probleme hast die keinen interessieren
    Weil du Angst vor schmusen hast
    Bist du ein Faschist
    Du musst deinen Selbsthass nicht auf andere projezieren
    Damit keiner merkt was für ein lieber Kerl du bist

    Da muss man ansetzen! Wenn man Nazis verprügelt wiederholt man nur die Fehler, die deren Eltern schon an ihnen begangen haben. Die „Härte gegen sich selbst“ (jene erlernte Leidensfähigkeit, die eigentlich Schwäche ist) ist es, woraus Faschos ihre Kraft ziehen. Lies mal Arno Gruens „Der Kampf um die Demokratie“, ein sehr gutes Buch zum Thema.

    Ich habe auch eine Zeit in Neukölln gewohnt, auch jetzt bin ich noch regelmäßig da. Ich kann nicht von mir behaupten, dass mir die Testosterongeschwängerte Atmosphäre, die da manchmal herrscht, zusagt. Meine Freundin musste damals hin und wieder dämliche Machosprüche ertragen; die Kinder haben teilweise in den Bussen einen Terz gemacht, dass die Ohren bluten. Kann ich nicht leugnen. Aber ähnliches passiert einem auch in den „national befreiten Zonen“ Brandenburgs oder Nobelvororten Berlins. Zu erkennen, dass es nette Leute und Arschlöcher gibt, dass Kriminalität, Bildungsgrad, Machismo usw. nicht von Ethnie oder Religion abhängig ist, sondern von sozialen Faktoren – ich denke, das ist der Schlüssel zu echter Integration.

  23. „dass Kriminalität, Bildungsgrad, Machismo usw. nicht von Ethnie oder Religion abhängig ist, sondern von sozialen Faktoren“

    You’re so right! Aber wer’s nicht glauben will, der tut’s nicht. Leider.

  24. Sehr geehrte Redaktion,

    Diese Woche war bereits Inhalt sowie Titelbild Ihrer Publikation von kaum zu unterbietender -Rassistischer- Qualität.
    Nun jedoch konnte ich beim Lesen des Pamphlets von Claus Christian Malzahn (KOMMENTAR: Böse Amis, arme Mullahs) im SPON nur schwerlich meinen Brechreiz unterdrücken.
    Dass solchen Demagogen in einer Zeitschrift die sich selbst mal ‚Sturmgeschütz der Demokratie‘ nannte (zu Recht, aber vorbei), eine Platform zur Gedankenvergiftung geboten wird, will ich nicht auch noch mit meinem Geld unterstützen.
    Daher kündige ich mein Abo zum nächstmöglichen Zeitpunkt; Natürlich im Bewußtsein, dass diese Umsatzeinbuße für sie leicht verschmerzbar sein dürfte.
    Da der Spiegel sich für Gehirnblähungen unterhalb von BILD-Niveau hergibt, kann man ihn wohl leider mittlerweile zu Recht als neoliberales Kampfblatt zur „Re-Education“ des wertlos-dummen Volkes bezeichnen.
    Herr Augstein windet sich wahrscheinlich -unbeachtet- in seinem Grab!

    SPIEGEL? So nie wieder!

    Schönen Gruß,
    Stefan K.

  25. Abartig, der Malzahn-Kommentar. Meiner Meinung nach sowieso ein absoluter Vollpfosten, der Kerl. Ich hab‘ da schon was für’s CrapLog halb fertig. Heute Abend spiel ich aber für den Rest der Zeit „Killerspiele“. Irgendwo müssen meine Aggressionen ja hin. 😉

  26. Malo XP, ich greife Dich mal auf.

    Ziviler, reflektierter Widerstand ist es, was wir brauchen, keine Denkverbote und Gewaltakte. Und wenn man einen von denen am Schlafittchen hat, dann muss man die mit den Bildern aus Auschwitz und den Interviews mit Holocaust-Überlebenden konfrontieren.

    Da stimme ich durchaus, was Dich vielleicht überraschen wird, mit Dir überein. Aber dazu muss ich etwas zu der damaligen Situation sagen. Die Polizei hat grinsend daneben gestanden, wenn Ausländer verhauen wurden. In Rostock standen ganze Einsatzhundertschaften und schauten tatenlos zu, wie Neonazis bewohnte Häuserblocks anzündeten, während Rostocker Normalbevölkerung ihnen zujubelte. Ich habe selbst den Funkspruch aus Göttingen gehört, in dem es hieß „Ein ausländischer Mitbürger betritt die Disco. Bin gespannt, wie er wieder rauskommt….Aus der Disco wurde ein Notarztwagen verständigt. ich glaube, unser Freund sieht gut aus.“ Das Zivile Streifenkommando hat tatenlos zugeschaut, wie da Schwarze aufgemischt wurden. Waren ja nur Neger. Die Leute, die aus Polizeisicht alle Drogendealer sind und die man auf der Wache mit dem elektrischen Viehstock traktiert. Die Nazis räumten wenigstens mit denen auf, das war die Denke so manch eines einfachen Polzeibeamten. Bei Auseinandesetzungen zwischen Neonazis und Linken griff zumindest die Göttinger Polizei im Zeitraum 1988-92 wenn überhaupt, dann auf Seiten der Nazis ein, wobei eine von uns ums Leben kam. Neutral handelte sie erst, nachdem ein Führungswechsel vorgenommen und teilweise auch die Einsatzzteams umgruppiert wurden. Wären Linke damals nicht militant gegen die Glatzen vorgegangen, hätte es auch im Westen „national befreite Zonen“ gegeben und ein paar tote und ein paar hundert verletzte Flüchtlinge mehr. Das war eine Zeit, in der Ralph Giordano schrieb, deutsche Juden und Migranten würden sich jetzt bewaffnen. Und ich weiß von Nigerianern, die unter einem „Commander“ regelmäßig mit Pistolen in einer alten Kiesgrube trainierten, weil sie die Eskalation des Straßenterrors der Naziglatzen hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen fürchteten.
    Die einzigen Gruppen von Ausländern, die in Ruhe gelassen wurden, waren bezeichnenderweise die Kurden, die Palästinenser und die Chinesen, weil die sich so gewalttätig zur Wehr setzten, dass die Nazis es mit der Angst bekamen. Bei aller heroischen Selbstinszenierung sind die in Wirklichkeit nämlich Feiglinge, die sich an Schwächeren vergreifen, aber mit ebenbürtigen Gegnern nicht auseinandsetzen.

    Was wir damals gemacht haben, war alternative Polizeiarbeit, weil die Polizei nichts tat. „Wir sind der Verfassungsschutz von links“ war damals eine unserer Parolen, und das wurde sogar von der Normalbevölkerung so wahrgenommen: Ein Freund, der in schwarzer Kluft und mit dem Aufnäher „Antifaschistische Aktion“ in eine Tankstelle kam, wurde vom Tankwart gefragt, ob er „im Einsatz sei“.

  27. Das ist ja krass. Ansatzweise kenn ich die Zustände ja aus diesem Film, aber wenn es so war, wie Du es beschreibst, wage ich mir kein Urteil darüber zu bilden.

    Gruß,
    m.

  28. Da sind noch viel mehr Geschichten in der Art passiert. Ich selbst habe als Gerichtsreporter über einen Prozess berichtet, in dem Linke des Mordversuchs bezichtigt wurden, bis sich herausgestellt hatte, dass sich Neonazis mit LKA-Beamten zur Fälschung von Beweiusmitteln verabredet hatten und der angebliche Schütze ein Alibi hatte – mit Hans Eichel als Entlastungszeugen.

    Grundsätzlich bin ich natürlich für mehr Jugendarbeit, eine gute Gedenkstättenkultur und massive Förderung interkultureller Didaktik, da habe ich mein eigenes Scherflein zu beigesteuert, letztlich hängt sehr vieles am Schulsystem und an der Ausstattung (kein Geld für Schulen, keine attraktiven Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche in bestimmten Regionen, ein falsches Verständnis von akzeptierender Jugendarbeit etc.), aber man kann nicht umhin kommen, Neonazis politisch zu bekämpfen. Und in bestimmten Situationen stellten dann eben auch robustere Antifa-Aktionen eine Form organisierter Nothilfe dar. Das heißt nicht, dass ich Gewalt im Allgemeinen und grundsätzlich befürworte, ich mache aber auch die große Distanziererei nicht mit.

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  35. Einen erhellenden Beitrag zum Thema „öffentliche Meinung“ schrieb Hendryk M. Broder im Januar im Tagesspiegel.
    Ich kommentierte ihn http://nemetico.myblog.de/nemetico/page/1441126/Die_Macht_der_200
    und
    http://nemetico.myblog.de/nemetico/art/4967882/Wenn_alle_mitreden_lost_sich_die_Meinungsfreiheit_in_Kakophonie_auf

    Frau Mahlzahns Ergüsse nahm ich in http://nemetico.myblog.de/nemetico/art/4964462/Frau_Mahlzahn_schwingt_den_Rohrstock
    auf Korn.

    Grüße an alle und Glückwunsch an maloXP für den herrlichen Cover-Entwurf.

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