Worüber ich mir neulich mal Gedanken machte

Der Italiener hat’s gut, der kann seinen Patriotismus bereits beim Essen kultivieren. Die typisch italienische Mahlkombi Tomaten-Mozarella-Basilikum verströmt nämlich bereits qua Farbwahl südländisches Flair, denn diese Eintünchung entspricht natürlich der italienischen Landesfahne. Ebenso ist’s beim Spanier, der, ein bisschen Fantasie vorausgesetz, eine rot-gelbe Paella in sich hineinschiebt. Als US-Amerikaner hat man prinzipiell Zugriff auf jede Farbe, wenn man isst, und man isst ja viel als US-Bürger, wenn man deren Leumund Kredibilität zuspricht. Ein Menü sich vorzustellen aus roten Marshmallows, Mayonnaise und – äh, – blauer Fanta liegt nicht so weit, wie mancher Transatlantiker im Politikressort großer deutscher Wochenpublikationen behaupten täte. Nun frage ich aber: In welchem typisch deutschen Gericht finden sich die Landesfarben wieder, auf dass man dem Wir-sind-wieder-wer, das da in ein paar Wochen garantiert im Feuilleton kolportiert wird, auch lukullisch Rechnung tragen kann? Verbrannte Bratwurst mit Ketchup und Senf, schlage ich vor. Guten Appetit, Schland.

5 Kommentare

  1. Der @fol3 hat mir eben eine DM auf Twitter geschickt mit folgendem Inhalt:

    Schwarzwurzeln, Rotkohl und Kartoffeln … Nicht 100% farbecht, aber typisch deutsch im Geschmack.

    Richtig! Aber warum als DM? Alle sollen dies wissen dürfen!

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