2010: Das ist neu

changeDas Jahr 2010 ist da. Woran denkt man da, außer an neoliberaler Agendapolitik und die Band Echt? Genau, neues Jahrzehnt und, hier… äh- Änderungen. Ist ja schon ein Anlass, so eine nagelneue vorletzte Stelle in der Jahreszahl und da will man natürlich, dass irgendwas neu wird, vielleicht sogar besser. Ich gehe mit gutem Beispiel voran — hier drei Dinge, die heute anders sind als gestern.

  • Wir haben einen neuen Wasserkocher! Der alte hat zwar noch treu seinen Dienst verrichtet, war aber dauerverkalkt (Berlin besitzt bezüglich Wasser ein noch höheren Härtegrad als in puncto Rapmusik) und sah bei weitem nicht mehr so repräsentabel aus wie im November 2006. Vor allem leuchtete er nicht mehr in diesem hypnotischen Blau, weil kaputt. Nun haben wir uns ein neues Gerät desselben Typus angeschafft, der auch wieder leuchtet, und man kann darüber – wie Nadine vielleicht bestätigt – ausschließlich froher Dinge sein.
  • Citronengras heißt jetzt etwas anders und sieht auch nicht mehr aus wie vorher. Ich konnte das alte Theme nicht mehr sehen, mit seiner hässlichen Sidebar und dem überfrachteten Layout. Nach zwei Jahren war mal Zeit für was Neues, deswegen sieht das jetzt so aus, wie es aussieht. Natürlich löge ich mir in die Tasche, wenn ich meinen maladen Veröffentlichsturnus im Jahr 2009 darauf zurückführen würde, aber vielleicht bewirkt ja ein Bloginterieur, in dem ich mich wohler fühle, ja doch ein paar Artikel mehr als die im Jahr 2009 durchschnittlich 3,7 Stück pro Monat. Das neue Moto in der Subheadline ist denn auch direkt auf die avisierte Artikeldichte.
  • Meine Freundin S. und ich tragen seit kurz nach Mitternacht ein neues Paar Ringe. Soll heißen, wir haben uns einander versprochen. Interessanterweise hat sie mir den Antrag gemacht. Ungewöhnlich, dass die Dame das Heft in die Hand nimmt, aber mir liegt an ollen Ollen-Rollen nicht so viel, dass ich mich deswegen jetzt entmannt fühlen würde. Nein, nach 7 Jahre Verknalltheit geht das schon klar, und wer weiß, wie lange ich selbst gebraucht hätte, um da mal aus dem Quark zu kommen. Es steht übrigens noch kein Termin fest und es ist auch kein Braten in der Röhre, falls sich jetzt jemand übermütig oder obermutig zum mutwilligen Mutmaßen bemüßigt fühlt. Jedenfalls fühle ich mich gerade etwas kitschig und high. Verloben ist ’ne gute Sache und zur Nachahmung empfohlen. ♥♥♥

Ein frohes neues Jahr, meine handzahmen Hochzeitshandtuchhalter!

Bild „Change“: TW Collins (cc)