Beziehungsfördernde Symbiosen

Die Dame meines Herzens und ich ergänzen uns prächtig. Zum Beispiel wenn wir Hunger haben. Sie wirft die Nahrung in die Gefäße, kümmert sich um deren ausreichende Erhitzung und – stets vorzügliche – Bewürzung, ich lese ihr währenddessen ganze Bücher vor. Oder auch: Der eine reinigt die Katzenklos, der andere füttert die Viecher. Oder: Sie liefert den intellektuellen Anstoß für einen Blogeintrag, ich formuliere den Gedanken aus. Oder: Ich erledige die Kämpfe im Computerspiel (sie ist immer zu aufgeregt), sie kümmert sich um die Navigation (ich bin grundsätzlich orientierungslos).

Nur folgerichtig dies: Während ich die Musik der Band Voxtrot „bloß“ sehr schön finde, gerät S. in Extase, wenn sie sie hört und kann jeden Text auswendig. Genau spiegelverkehrt verhält es sich mit der Band I Was A Cub Scout, die ich bereits ausgiebig empfahl. Da im November – welch Fügung des Glücks! – beide Kapellen spielen, am gleichen Orte zwar, jedoch an unterschiedlichen Tagen (Voxtrot: 10.11., IWACS: 26.11.), versteht es sich von selbst, dass wir einander zu den Events des Partners begleiten und je die hysterischen Schreikrämpfe des anderen gutmütig schmunzelnd über uns ergehen lassen.


(Dailymotion direkt: Voxtrot – Trouble, by lablogotheque)